Olaudah Equiano: The Interesting Narrative of the Life of
Olaudah Equiano, or Gustavus Vassa, the African
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Was zeichnet diese Sklavenbiografie
gegenüber
aus? Es ist die erste Sklavenbiografie ihrer Art
und begründete die Tradition der slave narrative. Vor allem aber:
Equiano kam aus Afrika, begann also nicht sein Leben als Sklave in Nordamerika,
und er flüchtete nicht in die Freiheit, sondern kaufte sich frei. Den
besonderen Reiz dieser Lebensbeschreibung sah ich daher in der
aufschlußreichen Schilderung der afrikanischen Lebensart aus erster Hand
und die Reflexion über all das Neue und ihm schier Magische bei den
Weißen. Bei der Suche nach der rechten Religion geht Equiano dann schon
systematisch vor: Quäker, Katholiken und Juden werden abgehakt (Chap.10).
Hier seine erste Begegnung mit der Literatur
| I had often seen my master and Dick employed in reading:
and I had a great curiosity to talk to the books as I thought they did, and so
to learn how all things had a beginning. For that purpose I have often taken up
a book, and have talked to it, and then put my ears to it, when alone, in hopes
it would answer me; and I have been very much concerned when I found it
remained silent. (Chap.3) |
In den Kritiken lese ich:
- "Yet Equiano added to the genre a new dimensionthat of
social protest" (Paul Lauter, Hg.: The Heath Anthology of
American Literature. Volume One, S. 1019; siehe
Literatur).
- "Oddly, he never calls for an end to the pratice of slavery
in Africa by Africans, although his autobiography is an eloquent plea to end
the enslavement of Africans by non-Africans" (Emmanuel S.
Nelson: "Olaudah Equiano", siehe
Literatur; S.135). Das scheint mir ein durchsichtiges, wenn auch oft
gebrauchtes Ablenkungsmanöver. Die von Equiano geschilderte Sklavenhaltung
ist bei weitem nicht so obsessiv und blutrünstig wie in Nordamerika;
Equiano zeigt sich erfreut darüber, daß die Weißen unter sich
keine Menschenkäufe vornehmen, wie bei ihm zuhause: "in seeing these white
people did not sell one another as we did, I was much pleased" (chap. 3).
Ich meine, diese Biografie ergänzt die oben (im Kasten)
genannten Sklavenbiografien hervorragend und fügt Wesentliches dazu:
nicht ungelesen lassen. |
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Identität von Olaudah Equiano und / oder Gustavus
Vassa Schon zu Lebezeiten, als die Autobiographie Equianos
überaus erfolgreich war (neun Auflagen von 1789 bis 1794), kamen Zweifel
über den Autor auf. War er wirklich in Afrika geboren oder in Carolina?
was an dem Werk war authentisch? Einen knappen Überblick dazu gibt Vincent
Carretta, Professor an der University of Maryland ( Sekundärliteratur). |
Gustav I.
Eriksson Wasa, König (1523-60), englisch: Gustavus Ericksson Vasa 12.5. 1496 oder 3.5. 1497
Lindholmen oder Rydboholm (Uppland) 29.9. 1560 Stockholm. Gustaf
wurde 1523 zum König gewählt. Der »Reformationsreichstag«
von Västerås beschloss 1527 die Einführung der Reformation und
die Einziehung des Kirchenguts. Im Bund mit Dänemark brach Gustav in der
Grafenfehde die Ostseeherrschaft Lübecks. Als Vaterlandsbefreier und
Nationalheld ging Gustav auch in die Literatur ein. Zur Zeit Equianos war
"Gustavus Vasa, the Deliverer of His Country" von Henry Brooke ein beliebtes Theaterstück in
England; August von Kotzebue, 1800;
Johan August Strindberg, 1899. |
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| Literatur |
Sekundärliteratur Vincent Carretta:
"Olaudah Equiano or Gustavus Vassa? New Light on an Eighteenth-Century Question
of Identity". Slavery and Abolition 20, 1999. S. 96-105. Emmanuel S.
Nelson: "Olaudah Equiano", in ders. Hg.: African American Autobiographers. A
Sourcebook. Westport, Conn.: Greenwood, 2002. S. 132-137 mit Bibliografie
( Nelson). Vergleiche auch das Schicksal des Mohren
Anton Wilhelm Amo in Deutschland in der
ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts:
Glötzner, Johannes: Der Mohr und
Glötzner, Johannes: Anton Wilhelm Amo. |
Olaudah Equiano:
The Interesting Narrative of the Life of Olaudah Equiano gibt es in
unzähligen Ausgaben. Ich führe gängige Exemplare auf. Einige
Kapitel (oft nur auszugsweise) sind auch in Anthologien aufgenommen. |
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Olaudah Equiano: The
Interesting Narrative of Life of Olaudah Equiano. Angela Costanzo, Angelo
Costanzo, Hg. Broadview, 2001. Taschenbuch, 330 Seiten |
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Olaudah Equiano: Interesting
Narrative of the Life of Olaudah Equiano, or Gustavus Vassac the African.
Modern Library, 2004. Broschiert, 336 Seiten
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Olaudiah Equiano: The
Interesting Narrative of the Life of Olaudah Equiano. Bedford 1995. Robert
J. Allison (Herausgeber) Taschenbuch |
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Olaudiah Equiano: The
Interesting Narrative and Other Writings Penguin Classics, 1996. Vincent
Carretta (Herausgeber) Taschenbuch, 400 Seiten
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| derzeit (6/2004)
vergriffen |
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derzeit (6/2004)
vergriffen |
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Olaudah Equiano: Merkwürdige
Lebensgeschichte des Sklaven Olaudah Equiano. Paul Edwards, Übs.
Frankfurt: Insel, 1990. Gebunden, 281 Seiten. |
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| Olaudiah Equiano: Interesting
Narrative of the Life of Olaudiah Equiano. Stuttgart: Kohlhammer, 1998.
Lernmaterialien. Broschiert, 133 Seiten. |