| Mosley, Walter. Devil in a
Blue Dress. New York: Pocket Books, 1995. 215 Seiten |
| Ezekiel "Easy" Rawlins wurde gerade
gefeuert. Trotzdem nimmt er den Suchauftrag (Raymond
Chandler läßt grüßen) nur zögerlich an.
Er ist kein Detektiv und keine private Spürnase, sondern ein einfacher
Arbeitsloser, der es zu einem bescheidenen Haus in L.A. gebracht hat. Walter
Mosley führt seinen Serienhelden hier durch einige Viertel und Kneipen des
Los Angeles im Jahr 1948. Nach der Hälfte des Romans tritt als rettender
Engel der beherzte Raymond "Mouse" Alexander ins Geschehen ein. Die Handlung ist etwas verwickelt. Mosleys Stil hat mit einem gelegentlich dezenten Unterton seinen eigenen Charme. Der Prolog mit der Anwerbung Easy Rawlins ist Klasse. Hier die Ansicht des Barkeepers Joppy über große Bosse: "Them people own them big companies don't never even come in to work, they just get on the telephone to find out how they money is. And you know they better get a good answer or some heads gonna roll" (3). Ähnlich sahen es in einem Dialog Gerhard Polt und Grünmandl: die Milliardäre sind ständig im Flugzeug und erledigen dort ihre Geschäfte. Drei Dinge erscheinen mir darüber hinaus hervorhebenswert: Ich denke aber, so richtig wurde Mosley mit seinem Helden erst mit den folgenden Rawlins-Krimis warm. |