| Arnfrid
Astel * 9.7.1933 München. Lyriker, Natur- und Mythenforscher |
| Seine Kindheit verbrachte er in
Weimar; die Schulzeit verlebte er in einem Internat in Windsbach/
Mittelfranken. Er studierte Biologie und Literaturwissenschaft in Freiburg und
Heidelberg, arbeitete als Hauslehrer in einem Internat. 1959 Gründung der "Lyrische Hefte Zeitschrift für Gedichte", bis 1970. 1966 Verlagslektor in Köln. Seit 1967 war er Leiter der Literaturabteilung des Saarländischen Rundfunks und Mitglied des Personalrats. Im Jahre 1985 nahm er den Vornamen seines Sohnes Hans an, der den Freitod gewählt hatte. Der Lyriker Astel begann Ende der 50er Jahre in der von ihm gegründeten Zeitschrift "Lyrische Hefte" mit der Veröffentlichung von Naturbetrachtungen. Unter dem Eindruck der Studentenunruhen erschien der erste politisch orientierte Gedichtband 1968 Notstand. 1970 Kläranlage. 100 neue Epigramme 1974 Zwischen den Stühlen sitzt der Liberale auf seinem Sessel. Epigramme und Arbeitsgerichtsurteile 1978 Neues (& altes) vom Rechtsstaat & von mir. Alle Epigramme Gegen Ende der 70er Jahre wandte sich Astel wieder verstärkt der Landschafts- und Liebeslyrik zu. 1979 Die Faust meines Großvaters & andere Freiübungen. Epigramme und Polaroidfotos 1982 Die Amsel fliegt auf. Der Zweig winkt ihr nach. Epigramme und Polaroidfotos 1988 Ohne Gitarre. Epigramme 1992 Wohin der Hase läuft 1993 Jambe(n) & Schmetterlin(e) oder: Amor und Psyche. Neue Epigramme 1999 Sternbilder. West-östliche Konstellationen seit 1994 Sand am Meer poetische Geheimkorrespondenz 2000 Kunstpreis des Saarlandes |
| Originalität Er wollte auch in die Kerbe schlagen, holte weit aus, schlug aber daneben. Aus: Neues (& altes) vom Rechtsstaat & von mir. Frankfurt/M.: 2001, 1978 |
Hilde Domins Frage "Wozu Lyrik heute?" erinnert mich an einen Witz, wo der Leutnant den Rekruten fragt, "Weshalb soll der Soldat sein Gewehr nicht fallen lassen?" worauf dieser antwortet, "Ja, warum soll er eigentlich nicht?" Aus: Neues (& Altes) vom Rechtsstaat & von mir. Alle Epigramme von Arnfried Astel. Frankfurt/Main: 2001, 1978 |
| VIEL ist liegengeblieben, als ich aufstehen mußte. Seit ich liegen bleibe, steht vieles auf. |
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| Veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung des Autors | |