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Literatur Schlaffies
Literatur Schlaffies
Hier fasse ich zusammen: schlaffe Schlaftabletten, langsame, langatmige Langweiler; alles was oft keiner eigenen Rezension würdig ist. – Wie immer: meine subjektive Meinung.
»Daher sollten Kritik und Satire, ohne alle Nachsicht und Mitleid, die mediokren Poeten geißeln, bis sie, zu ihrem eigenen Besten, dahin gebracht würden, ihre Muße lieber anzuwenden Gutes zu lesen, als Schlechtes zu schreiben.«
Arthur Schopenhauer: Die Welt als Wille und Vorstellung. Drittes Buch. Zürich: Haffmans, 1988. S. 326
Tariq schlaffies Ali – Pieke schlaffies Biermann – Thomas schlaffies Brussig – Christoph fromm Fromm – Sebnem schlaffiesIsigüzel
Jürgen schlaffies Lodemann – Val schlaffies McDermid – Emine S. emine Özdamar – Dragan schlaffies Velikic

Ali, Tariq: Das Buch Saladin [The Book of Saladin]. Petra Hrabak, Gerlinde Schermer-Rauwolf, Robert A. Weiß, Übs. München: Heyne 2001. 424 Seiten. Tariq Ali fiel mir äußerst positiv durch seinen Kommentar "Mit zweierlei Maß" zum Afghanistankrieg, SZ 23.10.2001, S.17, auf. Der Roman enttäuschte. Nicht echt langweilig, aber es plätschert so im Stil von Tausendundeine Nacht dahin ohne dessen Motiv- und Themenreichtum zu erreichen. Immer dasselbe: Eroberungskämpfe, Machtspiele um Kalif, Sultan und Scheich; Beziehungsquerelen im Harem. Auf Seite 250 kapierte ich: Was soll's? Und ich klappte das Buch zu.
Biermann, Pieke: Herzrasen. Rotbuch, 1993. 268 Seiten Zwei Stunden meines Lebens (bis Seite 51) verschwendete ich an dieses Werk, warum und warum ich es als Verschwendung ansehe, kann man hier lesen: biermann Pieke Biermann: Herzrasen.
Brussig, Thomas: Helden wie wir. Frankfurt am Main: Fischer 1998. 322 Seiten. Dieses Buch hat zwar eine eigene schlaffies Rezensionsseite, gehört aber unbedingt in diese Liste, da es bei mir die größte literarische Zeitverschwendung der 90-er Jahre war. Abbruch der Lektüre.
Fromm, Christoph: Die Macht des Geldes Trotzdem mich dieser Roman gelangweilt hat, las ich ihn zu Ende und hier ist die ausführliche fromm Rezension.
Isigüzel, Sebnem: Am Rand. Berlin: Berlin, 2008. 431 Seiten Yildiz sagte auf Seite 97: "Was vorbei ist, ist vorbei". Ich klappte leider erst 20 Seiten später zu. sebnem Rezension
Lodemann, Jürgen: Erinnerungen in der Zornigen Ameise an Geburt, Leben, Ansichten und Ende der Anita Drögemöller und Die Ruhe an der Ruhr. Göttingen: Steidl 1997. 299 Seiten. Viel Text im Ruhr-Dialekt (oder was immer); mir unverständlich, langweilig, umständlich (symptomatisch: der Titel). Abbruch der Lektüre.
McDermid, Val: The Distant Echo. London: HarperCollins, 2004. 561 Seiten Da ich von dieser Autorin bereits schlaffies The Wire in the Blood gelesen hatte und die Verlagswerbung bombastische Lektüre versprach, griff ich zu und war 18 Seiten lang begeistert. Dann erschlaffte die Handlung und nach 150 Seiten legte ich nach vielen Jahren wieder mal ein Buch unfertig gelesen enttäuscht zur Seite. schlaffies Rezension: The Distant Echo
Özdamar, Emine S.: Das Leben ist eine Karawanserei, hat zwei Türen, aus einer kam ich rein, aus der anderen ging ich raus.
Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1992. Gebunden, 380 Seiten
Trotz des Lobs für dieses Buch (Ingeborg-Bachmann-Preis 1991; Özdamar las aus der "Karawanserei") konnte ich diesem Buch (das ich nur bis Seite 109 las) nichts abgewinnen. Mein guter Wille wird daran erkennbar, dass ich langweiligen Büchern höchstens hundert Seiten gebe. Hier haute erst Seite 109 endgültig den Boden aus dem Fass. schlaffies Rezension: Das Leben ist eine Karawanserei, hat zwei Türen, aus einer kam ich rein, aus der anderen ging ich raus
Velikic, Dragan: Lichter der Berührung. Berlin: Ullstein, 2005. 223 Seiten. Bärbel Schulte, Übs. Ich wollte einen Roman eines serbischen Autors lesen und kam über JournalistenJournalisten helfen Journalisten e.V. auf Dragan Velikic. Gleich im ersten Kurzkapitel warnt Velikic, dass man sich einer Stadt und einer Geschichte auf verschiedenen Wegen nähern kann. Das zeigt er in den folgenden Kapiteln: da stirbt eine alte Frau und Mädchen klopfen an Badekabinen und Tibor macht was mit Rita und Dmitrij ist ein Russe aus Taschkent. Auf Seite 20 legte ich das Buch weg, dachte später aber: "Das mußt du doch packen!"
Weitere zehn Seiten ging es für mich völlig durcheinander, dann gab ich endgültig auf.
Vielleicht ist Lichter der Berührung kein langweiliges Buch, wenn jemand den verwinkelten Sprüngen folgen kann.    
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 24.2.2009