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Stevenson Osbourne
Robert Louis Stevenson, Lloyd Osbourne: The Wrecker
New York: Scribner's Sons 1972, 599 S.
Seit Jahrzehnten suche ich nach einer Piratenstory (stevenson Ursprung einer Seeräubergeschichte), die uns ein Arzt in der Kinderheilstätte Aschau (aschauBehandlungszentrum Aschau im Chiemgau) als spannendes Fortsetzungsabenteuer erzählt hat. Sie ist eine Mischung aus dem Fliegenden Holländer, der Schatzinsel und der Entführung aus dem Serail, alles in der Stimmung von Tausendundeiner Nacht. Eine kurze Inhaltsangabe des Romans The Wrecker paßte, außerdem stammt das Schatzinselmotiv von Robert Louis Stevenson. Ich mußte den Roman lesen.
Schalenartig, wie bei den Erzählungen aus Tausendundeine Nacht, werden mehrere Erzählungen ausgebreitet. Anders als bei der Großen C-Dur Sinfonie Schuberts stellen sich aber nicht die "himmlischen Längen" ein, Robert Louis hätte ruhig kürzen können. Doch insgesamt ist der Seefahrerroman zweier Amerikaner in Wettfahrt zu einem Wrack in der Südsee spannend bis zu den letzten Seiten. Die Kriminalstory kann mit Hitchcocks "Vertigo - Aus dem Reich der Toten" mithalten, wenn sie auch leider ohne Kim Novak auskommen muß. Die Lebenseinsichten der Protagonisten sind eckig herausgeschnitten. Oft schwingen sie sich zu philosophischer Einsicht auf. Probe: "Every man has a sane spot somewhere" (p.35).
Für jeden besteht also Hoffnung.
Als spannende Wochenendlektüre sehr empfehlenswert.
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Stevenson Osbourne
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 30.1.2005