| Kingsley
Amis: Lucky Jim London, u.a.: Penguin 1992, 250 Seiten |
| Nach einigen Campusromanen war unweigerlich
der Urvater Lucky Jim aus dem Jahre 1954
fällig. Jim Dixon ödet der Betrieb an einer englischen Provinzuniversität an. Er muß Erfolge vorweisen und will seine Forschungsarbeit "The Economic Influence of the Developments in Shipbuilding Techniques, 1450 to 1485" veröffentlichen. Sein Dekan pflegt einen Haushalt, indem alle bildungsspießbürgerlichen Symptome vorhanden sind. So lehnt sich Dixon auch gegen die dort geübte Hausmusik ("Brahms rubbish", "some Teutonic bore", "filthy Mozart") auf. Zunächst nur innerlich. Sein Widerstand mit fragwürdigen Manövern bricht dann doch noch offen aus. Und ab da, zugegeben etwas spät, wird der Roman großartig. Beispielsweise die Szene, in der Jim einen Bus zu erreichen versucht. Sie wird gekrönt durch die Anerkennung: "Well run, wacker". Empfehlenswerte, kurzweilige, oft witzige Lektüre, die etwa nach der Mitte des Romans einen geistigen Durchhänger hat, den es zu überwinden gilt. |
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| Penguin, 1993. Taschenbuch, 251 Seiten |