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Laurence
Laurence Cossé: Der Beweis
München: btb 1999. 152 Seiten
Pater Beaulieu entdeckt den unwiderlegbaren Beweis für die Existenz Gottes. So beginnt der Roman und verspricht vieles, was er - das sei gleich verraten - nicht hält. Zwar reagieren einige Leute, die vom Gottesbeweis Wind bekommen, recht merkwürdig, was auf große Verwicklungen hoffen läßt. Doch diese treten nicht ein. In einigen Zeitschnappschüssen läßt die Autorin [!] religiöse Würdenträger und Politiker in Hektik verfallen. Alle hegen mit der Existenz dieses Beweises und seiner möglichen Publikation große Furcht um ihren Beruf, ihre Glaubwürdigkeit, um ihren Lebenssinn. Doch all diese Ansätze werden nur oberflächlich behandelt. Cossé bleibt regelmäßig den Beweis schuldig, daß der Gottesbeweis das Befürchtete zwingend nach sich zieht. Ich bestreite, daß viele Leute ihr Leben ändern würden, wäre die Existenz Gottes unwiderlegbar bewiesen. Wichtiger wäre ja dann, ob dieser Gott von uns was verlangt und wenn ja, was. Richtig, man hätte endlich einen handfesten Grund für den Pflicht-Religionsunterricht; dieser würde von der Glaub-es-oder-nicht-Stunde zur Wissenschaft aufsteigen. Auch viele andere Implikationen wären vorstellbar, doch darüber schweigt Cossé.
Nun wäre das nicht so schlimm (obwohl man es bei diesem Thema natürlich erwartet), wäre Der Beweis zumindest ein spannender Thriller, wie es der Umschlagstext ankündigt. Doch weit gefehlt. Er plätschert so dahin, nicht langweilig, aber vom Hocker reißt dieser Roman auch nicht.
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Cossé Cossé Laurence Cossé: Der Beweis. Claassen. Gebunden, 170 Seiten cosse
Laurence Cossé: Der Beweis. München: btb 2001. 152 Seitenblabla

Laurence
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 30.10.2005