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Über 350 Jahre blieb Fermats berühmter Satz über die
Unlösbarkeit der Gleichung
x³ +y³ = z³ und für alle
Exponenten >3
unbewiesen. Fermat selbst kritzelte auf einen Buchrand,
daß er den Beweis habe, doch der Platz reiche dafür nicht aus. Auch
sonst stellte er ihn der Öffentlichkeit nicht vor. Generationen von
Mathematiker versuchten sich vergebens. Erst gegen Ende des
20.Jahrhunderts gelang es Andrew Wiles die Nuß zu knacken.
Dem Wissenschaftsjournalisten Simon Singh gelang es, das Problem, seine
Geschichte und Lösung sicher, unterhaltsam und verständlich
darzustellen. So lernt der Leser nicht nur Fermats Satz kennen, sondern
er erfährt eine Menge über verwandte Gleichungstypen, über Primzahlen,
über Induktionsbeweise, Beweise mittels Reductio ad absurdum und
vor allem über Mathematiker.
Zwei Beispiele für eingestreute Anekdoten (?):
Am Isaac Newton Institute in Cambridge, Mass. USA, wo Wiles die meiste
Forschertätigkeit verbrachte, wird Zusammenarbeit groß geschrieben.
Jeder Raum, sogar der Aufzug, ja sogar die Toiletten haben eine Tafel,
auf die geschrieben werden kann: die Forscher arbeiten ständig.
Ein witziger Graffiti-Freund ahmte Fermats mysteriösen Hinweis in der
New Yorker U-Bahn nach. Unter Fermats Gleichung sprühte er: "I
have discovered a truly remarkable proof of this, but I can't write it
now because my train is coming."
Simon Singh beweist auf über 300 Seiten, daß ein
mathematisches Buch auch für Laien spannend sein kann. Sehr
empfehlenswert für jeden, der sich auch nur entfernt für Wissenschaft
interessiert.
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