| Joseph von Eichendorff: Aus dem
Leben eines Taugenichts Mundus, 1999. 71 Seiten |
| "Das Rad an
meines Vaters Mühle brauste und rauschte schon wieder recht
lustig, der Schnee tröpfelte emsig vom Dache, die Sperlinge
zwitscherten und tummelten sich dazwischen; ich saß auf der
Türschwelle und wischte mir den Schlaf aus den Augen; mir war
so recht wohl in dem warmen Sonnenscheine." Das ist der erste Satz und er zeigt schon viele der von Eichendorff auch in seinen Gedichten unermüdlich verwendeten Bilder, Substantiva und Adverbia. Da zwitschern die Vögel, die Natur wird vermenschlicht: sie ist lustig. Mond und Wald fehlen zwar noch, doch Eichendorff braucht ja noch was für die folgenden Seiten des lebendigen Kurzromans. Der Taugenichts reist hurtig nach Wien, Rom und zurück und der Leser reist hurtig mit ihm. Da das Wandern bekanntlich des Müllers Lust ist, wandert der namenslose Müllerssohn in die weite Welt und begegnet – neben der Natur und dem Mond – vor allem schönen Frauen oder hübschen Kammerjungfern. Auch heute noch lesenswert. und vergnüglich. |
| Vergleichsliteratur |
| Sekundärliteratur |
| Hillach, Ansgar:
"Aufbruch als novellistisches Ereignis. Joseph von Eichendorff:
»Aus dem Leben eines Taugenichts« (1826)". In:
Winfried Freund, Hg.: Deutsche Novellen. Von der Klassik bis
zur Gegenwart. München: Fink, 1993. Uni-Tb 1753. S.
73-83. Kipphoff, Petra: "Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts". In: Fritz J. Raddatz, Hg.: ZEIT-Bibliothek der 100 Bücher. Frankfurt 1980. S. 186-189; Poser, Hans: "Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts". In: Jakob Lehmann, Hg.: Deutsche Novellen von Goethe bis Walser. Interpretationen für den Deutschunterricht. Bd. 1. Von Goethe bis C. F. Meyer. Königstein, Taunus: Scriptor, 1980. S. 105-124. Wiese, Benno von: Die deutsche Novelle von Goethe bis Kafka. Interpretationen I. Düsseldorf: Bagel, 1967. S. 79-96. |
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