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Conrad Ferdinand Meyer
Conrad Ferdinand Meyer: Novellen.
Meisterwerke der deutschen Erzählkunst. Lausanne: Editions Rencontre, o.J. 543 Seiten
Das Amulett Gutenberg online Inhaltsangabe
Der Schuß von der Kanzel Gutenberg online  
Plautus im Nonnenkloster Gutenberg online  
Gustav Adolfs Page Gutenberg online Inhaltsangabe
Die Hochzeit des Mönchs Gutenberg online  
Die Richterin Gutenberg online  
Jörg Jenatsch Gutenberg online  
Das Amulett
O, wie herrlich und wie schön, wenn man diese Novellen außerhalb der Schule nochmals lesen kann.
Die erste Novelle Das Amulett müßte eigentlich jedem Religions-Fundamentalisten die Augen öffnen. Ich befürchte, a) daß jene sie nicht lesen und wenn ja, b) daß sie weiterhin ihre Religion für die einzig richtige halten. Zur weiteren Abschreckung diene die Erklärung Dominus Iesus über die Einzigkeit und die Heilsuniversität Jesu Christi und der Kirche vom 6. August 2000, fast genau 428 Jahre nach der im Amulett geschilderten Bartholomäusnacht 23. zum 24. August 1572 und dem Gemetzel an den Hugenotten.
Sekundärliteratur
Eisenbeiß, Ulrich: "Conrad Ferdinand Meyer: Das Amulett", in: Jakob Lehmann, Hg.: Deutsche Novellen von Goethe bis Walser. Interpretationen für den Deutschunterricht. Bd. 1. Von Goethe bis C. F. Meyer. Königstein, Taunus: Scriptor, 1980. S. 289-305
Knapp, Gerhard P.: "Geschichte ohne Versöhnung.Conrad Ferdinand Meyer: »Das Amulett« (1873)", in: Winfried Freund, Hg.: Deutsche Novellen. Von der Klassik bis zur Gegenwart. München: Fink, 1993. Uni-Tb 1753. S. 155-164.
Der Schuß von der Kanzel war mir auf der Schule unangenehm in der Erinnerung, ist aber eine nette, harmlose Verwechslungsgeschichte.
In der Hochzeit des Mönchs passiert sehr vieles und spannendes. Padua, Ende des 12.Jahrhunderts. Meyer verbindet gekonnt das Schicksal einiger Adeliger mit der großen Weltpolitik Friedrichs II., "der erste moderne Tyrann" (Michael Freund. Deutsche Geschichte). Am Ende beißen viele ins Gras.
Nach dem KLL wurde Die Richterin "gepriesen und galt auch Meyer selbst noch 1890, wohl zu Unrecht, als sein “Bestes”". Nun, auch mir erscheint sie als die beste bisher von Meyer gelesene Novelle. Dichte Handlung mit reichlich zeichenhaften Bezügen (die dem Autor im KLL eher vorgeworfen werden) lassen ein plastisches Bild der Zeit von Karl dem Großen entstehen. Mehrere Zeitebenen verwirren und gestalten eine lesefreudige Spannung.
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Das Amulett. Leipzig 1873. München: DTV, 1998. Taschenbuch - 126 Seiten Das Amulett. Mit Materialien. Stuttgart: Klett, 2000. Taschenbuch. Sämtliche Erzählungen. Ditzingen: Reclam, 1998. Taschenbuch - 900 Seiten. Meisternovellen. Stuttgart: Manesse, 1987. Gebunden - 506 Seiten.  
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 11.2.2003