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Raabe, Wilhelm
Wilhelm Raabe: Die schwarze Galeere
Geschichtliche Erzählung. Stuttgart: Reclam, 1977. 78 Seiten
Geschichtliche Erzählungen mag ich nicht so, vor allem, weil ich mir nicht sicher bin, was ist Dichtung, was ist geschichtlicher Fakt. Dieser Umstand stört bei Raabes Die schwarze Galeere nicht, da der Zusammenhang aus der Geschichte selbst hervorgeht, bzw. in der Reclam-Ausgabe von Anmerkungen unterstützt wird.
Die niederländischen Freiheitskämpfer greifen sie spanische Besatzer an. Der historische Hintergrund sind Machtkämpfe in Europa auf religiöser Folie: Katholiken sind Besatzungsmacht, Protestanten die unterdrückten Einheimischen. Raabe greift ein paar Tage des Geschehens heraus, in der die geheimnisvolle, gespensterhafte "Schwarze Galeere" einen grandiosen Coup landete. Er verstärkt die kriegerische Handlung durch eine Liebesgeschichte zwischen Jan Norris und Myga van Bergen. Brisant wird es, da der spanische Kapitän Antonio Valani ebenfalls in Myga verliebt ist und sie entführt. Das gibt dem Erzähler Gelegenheit auf persönlicher Ebene einen weiteren Befreiungskampf zu inszenieren.
Raabe schildert nicht einseitig, sondern sowohl aus Sicht der Spanier als auch der Niederländer. Mit wenigen Personen und novellenartig entsteht ein spannendes Abenteuer.
Wer an die immer noch anhaltenden Religionskämpfe zwischen Protestanten und Katholiken in Irland denkt, merkt für wieviele Jahrhunderte das Christentum Kriegsgeheul über die europäischen Länder gebracht hat.
Gut erzählt, flotte Handlung, was will man mehr? Lesen!
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raabe wilhelm Raabe, WilhelmRaabe, Wilhelm. Die schwarze Galeere. Wolfgang Hinze (Mitarbeiter). CD. Naxos, 1999.
  • Raabe, Wilhelm. Die schwarze Galeere. Ditzingen: Reclam. UB 8484
  • Raabe, Wilhelm. Die schwarze Galeere. Hamburger Lesehefte Nr.83

Raabe, Wilhelm
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 11.2.2003