| Gisbert
Haefs: Das Doppelgrab in der Provence München: Goldmann, 2000. Broschiert, 254 Seiten |
| Habe ich überzogen, indem ich
zwei Baltasar Matzbach Krimis kurz hintereinander las (vorheriger:
Baltasar Matzbach, hohes Lebendgewicht, noch älter als ich (er ist Jahrgang 1939), selbsternanntes Genie, wird von seinem Freund Bronner mit einen verworrenen Hilferuf nach Les Baux, Provence, gerufen. Die Anreise und Einquartierung dauert bis Seite 33. Mit einem Überfall im Nebel kommt endlich Wumm ins Geschehen. Doch dabei bleibt es lange. Der Leser muß ein sonderbares Landkartenpuzzle ertragen. Über Europa werden Dreiecke und andere geometrische Figuren gelegt (S. 153 ff) und damit "Geheimnisse der karthagischen Testamentsgeometrie" (S. 195) konstruiert. Ich fand das nur abtrus. Selbst Baltasar gesteht am Ende ein: "ein sehr wirrer , aber sehr befriedigter Fall" (S. 250). Als Leser bestätigte ich nur den ersten Teil der Aussage. Ausser den gelegentlich witzigen Vergleichen der miesen Kröte Baltasar Matzbach (S. 151) bringt Das Doppelgrab in der Provence nur unterdurchschnittliche Krimiware. |