| Heinrich
Steinfest: Nervöse Fische München: Piper, 2004. Broschiert, 316 Seiten |
| Der Steinfest Heinrich hatte seit
Ein sturer Hund ( Im Swimming Pool auf dem Dach eines Wiener Hochhauses wird ein toter Mann gefunden: Tod durch Haifisch. Diese skurrile Todesart beschäftigt den Wiener Chefinspektor Richard Lukastik und den Leser. Der Autor zieht den Faden konsequent von Wien ins Weinviertel (oder war's das Waldviertel?) und zurück. Er vergißt keine, im Laufe des Romans gelegte Fährte am Ende zu erklären und aufzulösen. Die längere Vorgeschichte, die sich bei den Ermittlungen ergibt, klingt plausibel, nicht so einige Details, die ich hier aber nicht alle verraten will. Warum die Leiche in den Swimmingpool transportiert wurde blieb mir unklar. Die Erläuterung (S. 301 unten) ist abwegig und ungenügend. Anscheinend meinen viele Krimiautoren nur Kommissare mit einem Tick oder gar abstoßendem Verhalten (anderes Beispiel: Baltasar Matzbach von Gisbert Haefs, z.B. in Da ist Lukastiks Vorliebe für Ludwig Wittensteins Tractatus logico-philosophicus schon handfester und nachvollziehbar (vergleiche dazu: Nimmt man den absonderlichen, unwahrscheinlichen Kriminaler noch hin, so stört die Geschwätzigkeit des Autors. Für den Krimi Nervöse Fische wären 200 Seiten ausreichend. Dazwischen kann man ganze Absätze überspringen, die weder mit der Charakterisierung der Personen, noch mit dem Handlungsablauf etwas zu tun haben. Das Österreich-Flair und die gute Handlungskonstruktion (mit den genannten Abstrichen) retten Nervöse Fische zum: noch lesbar; insgesamt zu ausschweifig. |
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