| Leonardo Sciascia: Tote auf
Bestellung München: DTV, 1987. 150 Seiten – Zitate
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| Der Titel
dieses kurzen Romans läßt auf einen Kriminalroman hoffen oder fürchten.
Es geht auch um zwei Morde in einem sizilianischen Dorf. Doch das Ende
weist Tote auf Bestellung als Milieuroman der
mafiosen Insel aus. Leonardo Sciascia ist 1921 in Racalmuto auf Sizilien geboren, man kann ihm also die Schilderung der sizilianischen Charaktere abnehmen. Der Gymnasiallehrer Paolo Laurana nimmt selbst Ermittlung zu den beiden Morden auf und besucht dabei die Witwe des ermordeten Apothekers Manno. Gleich nach dem Mord gab es Gerüchte um ein Techtelmechtel des Apothekers mit einer jungen Kundin. Paolo ist erstaunt, daß der Witwe der Tod ihres Gatten so nahe geht: "Aber Sie, ich bitte Sie, was haben Sie denn damit zu tun?" "Was ich damit zu tun habe? Haben Sie denn das schamlose Gerücht nicht gehört, das überall umgeht?" (53). Aus der Distanz kann man über das mörderischen, rachelüstige Treiben schmunzeln. Sciascia beschreibt alles mit einer distanzierenden Ironie, die die bitteren Verhältnisse (aus unserer Sicht) unter der Mafia ertragen läßt. Der Schluß des Romans ist überraschend und passt in kein Krimi-Schema. Deshalb empfehle ich den Roman zur angenehmen Lektüre. |
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Leonardo Sciascia: Der Tag der Eule |
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