| Leonardo
Sciascia: Der Tag der
Eule [Il giorno della civetta]. München: dtv, 1988. 2. Aufl. Broschiert , 141 Seiten. Arianna Giachi, Übs. |
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Im kleinen Ort
S. auf Sizilien wird ein Mann als er den Morgenbus besteigen will,
erschossen. "Der Pastetenverkäufer, der drei Meter von dem Gestürzten
entfernt stand, zog sich im Krebsgang Richtung Kirchentür zurück" (S.
5) und die Fahrgäste verziehen sich unauffällig. Für die Polizei bleibt
kein Zeuge. Der Wachtmeister kriegt den Pastetenverkäufer doch zu
fassen und fragt:
Sciascia vermischt die Handlungsabschnitte mit historischen Hinweisen (der Roman spielt in den 50-ern des letzen Jahrhunderts; Erstausgabe 1961). Die Erzählungen der Zeugen sind widersprüchlich und kaum der Wahrheit entsprechend. Eine humoristische Note erhält der Roman durch die schliche Leugnung der Agierenden, daß es die Mafia überhaupt gibt.
Über die Eule siehe Eulenmanie unter |
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| Erläuterungen | |||
| Die Eule gehört bei vielen Völkern dem Reich der Finsternis und des Todes an; in Indien ist es der Totenvogel. | |||
| Zweifelhafte
Politiker zitieren im Roman Horaz
mit "Ima summis
mutare" (S. 34). "... Valet ima summis Mutare et insignem attenuat deus Obscura promens" Oden I, 34, 12-14 Hans Färber übersetzt: "Ja, Hohes vermag in Niedres / Der Gott zu wandeln, Glänzende stürzt er, zieht / Vor, was in Nacht lag", Horaz: Sämtliche Werke. München 1964. |
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| Der Gevatter Turiddu (S. 37) stammt aus der Oper "Cavalleria Rusticana" von Pietro Mascagni. Der letzte Satz dieser Oper lautet: "Hanno ammazzato compare Turiddu!" | |||
| Vittorio Emanuele
Orlando (S. 69) 19.5.1860 Palermo –1952, ialienischer Premierminister 1917-1919; wurde 1948 zum Ehrensenator auf Lebenszeit ernannt; sagte 1925 in einer Rede: "... wenn man diese Gefühle und Einstellungen (»das sizilianische Ehrgefühl«) „Mafia“ nennt, dann erkläre ich, dass ich ein Mafioso bin, und ich bin stolz darauf." |
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| Gaius Suetonius Tranquillus Sueton
(S. 72) "Ac ne principum quidem virorum insectatione abstinuit" De Grammaticis, |
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| "Früher
hantierte die sizilianische Mafia mit Dynamit, heute regelt sie ihre
kriminellen Geschäfte online. Die Cosa Nostra bekämpft den Staat nicht
mehr, sondern geht in ihm auf ." Walter de Gregorio, Die Zeit, siehe |
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| Weitere |
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| Romantitel Der Tag der Eule [Il giorno della civetta] | |||
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Weder der Originaltitel noch der deutsche Titel waren mir klar, da
sowohl Eule als auch civetta = Kauz für Weisheit stehen.
Freundlicherweise wies mich ein italienischer Web-Nutzer auf das Motto
des Romans hin: "come la civetta quando di giorno compare" (dieses
fehlt in meiner DTV-Ausgabe). Es stammt aus William Shakespeare: Henry VI, III. 5.4
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| Leonardo Sciascia | ![]() © Ferdinando Scianna Paul Zsolnay Verlag; mit freundlicher Genehmigung |
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8.1.1921 Racalmuto, Sizilien – 20.11.1989 Palermo. Sciascia kam 1975 als Unabhängiger auf der Liste der (ehemaligen) Kommunistischen Partei Italiens in den Stadtrat von Palermo 1979 – 1983 unabhängiger Abgeordneter im Italienischen und Europäischen Parlament des Partito Radicale von Marco Panella |
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| Hörspielbearbeitung und Regie: Anita Ferraris; Produktion: WDR 2002 |
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| Der
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| Leonardo
Sciascia: Der
Tag der Eule. München: Süddeutsche Zeitung, 2006. Arianna
Giachi, Übs. Gebunden |
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| Erstausgaben: Il giorno della civetta, 1961 Der Tag der Eule. Olten, Freiburg i.Br.: Walter, 1964. Arianna Giachi, Übs. Meine Ausgabe: Der Tag der Eule. München: dtv, 1988. Arianna Giachi, Übs. 2. Aufl. 141 Seiten (vergriffen) |
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