Neben der
Landschaft hat Hillermans A Thief of Time (und wohl
auch seine anderen Krimi) den Reiz der indianischen Kultur. Dazu tragen
seinen Cops Joe Leaphorn und Jim Chee bei, beide indianischer
Abstammung und noch etwas mit den alten Gebräuchen vertraut, ja Jim
Chee will sich darin sogar wieder ausbilden. Manchmal fliessen so
humoristische Bemerkung ein. Die Kollegin im Norden der USA zweifelt
die Existenz einer Navajo Tribal Police erstmal an. Und die Weißen
schauen eh alle gleich aus: "And the white guy. I just barely got a
look at him. They all sort of look alike anyway" (S. 34).
Zwischen dem Einstieg und der Lösung bietet Hillerman durchschnittliche
Krimikost. Die Ermittler verfolgen Spuren ohne daß dies etwas zur
Lösung des Verschwindens der Wissenschaftlerin beiträgt. Sie klappern
die Zeugen (auch mehrmals, nicht ganz motiviert) ab, ohne daß Spannung
aufkäme. Als Chee die toten Keramikdiebe entdeckt, hat Hillerman wohl
etwas zu hastig geschrieben: "He walked to the truck, placing each step
carefully, stopping to listen. The cab was empty ..." (S. 60) vs. "Then
he flashed the light into the cab. A man was sitting there ..." (S.
62).
Personen, Umgebung
und die Motive sind aussergewöhnlich, die Handlung aber zu bieder und
träge. |