| Paulo Coelho: Veronika beschließt
zu sterben La Roque-sur-Pernes: V.D.B.Großdruck, 2000. Broschiert - 308 Seiten. Maralde Meyer-Minnemann, Übs. |
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| Die 24-jährige
Veronika beschließt zu sterben. Wie üblich bei Frauen, wenig überlegt,
wenig konsequent, versucht sie es mit Schlaftabletten. Wann lernen
Frauen endlich richtig sich selbst ins Jenseits zu befördern? Sie
entschlummert und wacht in Villete auf, dem berühmt-berüchtigten
Irrenhaus von Ljubljana. Dr. Igor, der Anstaltsleiter, teilt ihr mit,
dass durch ihren Selbstmordversuch ihr Herz unheilbar geschädigt ist
und sie nur noch wenige Tage zu leben hat. Jetzt wird Zeit kostbar.
Veronika verliebt sich in den schizophrenen Eduard. Am Ende türmen vier
Anstaltspatienten. Endlich wieder ein Autor (den ich nicht kannte, obwohl er in Brasilien seit Jahren ein Renner ist; obwohl er in der esoterischen Szene als Kultautor gilt), der ein feinen Humor pflegt. Coelho wird von der Literaturkritik einiges vorgeworfen. Er wird als Scharlatan und Homöopath des Geistes bezeichnet, der die Esoterikwelle nutzt. "Die Mystik, die er anklingen lässt, überträgt sich nicht in den Text. No sex, no crime, no passion. Es ist ein Kreuz mit Coelho, dem Katholiken." Carl D. Goerdeler Neue Zürcher Zeitung, 16. Mai 2000 "Lebensweisheitsjukebox Paul Coelho", Stephan Maus in Ich meine, wie so oft, die Literaturkritik gönnt Coelho nicht den Erfolg ( Mit allem Vorbehalt: auch in Paulo Coelho erleidete selbst ein ähnliches Schicksal wie Eduard. Als das behütete Kind einer wohlhabenden Familie in Rio de Janeiro, wurde er wegen exzentrischen Verhaltens (Drogen, Religions- und Künstlerwahn) von seinen Eltern in die Psychiatrie gesteckt. Seine Seitenhiebe auf die Psychiatrie sind verständlich, so die Statistik, nach der jeder fünfte Kanadier an einer psychischen Störung leidete (S. 117). Bekannt ist ja der Partywitz. "Was? Sie gehen nicht regelmäßig zum Psychiater? Ja, sind Sie denn ganz verrückt?". Diese Einlage und ähnliche, wie die QWERTY-Story (S. 247), sind nicht wirklich störend. Zu deutsch ist das selbstverständlich eine QWERTZ-Geschichte und sie ist sattsam verbreitet, z.B. Eduard findet in der Bibliothek zu Villete einen "Text eines Dichters" (S. 227). Er ist großenteils aus dem Alten Testament abgekupfert.
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| Paulo
Coelho, * 1947 Rio de Janeiro, begann nach
ausgedehnten Reisen zu schreiben. Von Der Alchimist
wurden elf Millionen Exemplare verkauft; es war 85 Wochen lang auf den
deutschen Bestsellerlisten. Coelho wurde er zu einem der meistgelesenen
lateinamerikanischen Autoren. Mit mehr als 26 Millionen verkauften
Büchern, übersetzt in 44 Sprachen, verlegt in über hundert Ländern ist
Paulo Coelho einer der erfolgreichsten Schriftsteller der Welt. |
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| »Paulo
Coelho, der Dalai Lama für Romanleser«,
titelte Elmar Krekeler zur Frankfurter Buchmesse am 16.10.2008 in der |
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| Literatur |
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