| William Faulkner: Knight's Gambit New York: Vintage 1978. 246 Seiten |
| Sechs
Südstaatenkrimis, erstveröffentlicht zwischen 1932 und 1949: "Smoke",
"Monk", "Hand Upon the Waters", "Tomorrow", "An Error in Chemistry"
und "Knight's Gambit". Alle Geschichten sind spannend
mit überraschendem Ausgang, manche verworren erzählt, doch dies ist
Faulkners Stil. Sie spielen im oder nahe dem fiktiven Jefferson,
Yoknapatawpha County, Mississippi. Die Hauptpersonen sind oft arme, vom
Schicksal hart getroffene Farmer, manche auch geistig nicht aus der
obersten Schublade. Zusammenfassend kann man ihr Leben in acht Worten
beschreiben: "He was born, he suffered and he died"
(Seite 98) [ Faulkner schreibt hier nicht ganz so verschachtelt wie gewohnt und trifft als Südstaatler den Ton dieses Menschenschlags auf den Kopf. Die mehrfache Verneinung ist ein typisches Sprachelement; "...because he never told nobody nothing" beschreibt einen Wortkargen. Gavin Stevens, Onkel des Ich-Erzählers, ein Jurist, klärt die Fälle in überlegener Weise. Er schaltet schnell und verrät dem Leser wenig. In Memphis, Tennessee (ja, das mit Graceland und allem Elvis Presley Schnick Schnack) werde ich mal das Greenbury Hotel suchen. Nach Faulkners Knight's Gambit sagen die Leute im Norden von Mississippi, daß in der Hotellobby vom Greenbury der Staat Mississippi beginnt. Die Hauptperson in der Erzählung "Monk" hat Ähnlichkeit mit Lennie Small in John Steinbeck: Of Mice and Men ( Nicht einfach zu lesen, aber sehr lesenswert. |
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