| Don
DeLillo. Underworld New York: Simon & Schuster, 1998. 827 Seiten |
|
Der gewaltige Roman startet mit einem packenden Baseballspiel.
Währenddessen zünden die Sowjets ihre erste H-Bombe. Baseball und
Bombe habe dieselbe Größe und sind die Metapher der folgenden
Szenen. Doch für mich kommt keine Spannung auf. Ich lese nur Sackgassen
und weil ich das weiß, gehe ich nur lustlos hinein. Die
Handlungsbruchstücke, die zeitlich hin- und herspringen (der große
Fluß geht zeitlich zurück), verringern die Spannung. Wer in den
Neunizigern schon auftrat, dem kann in den Sechzigern nicht allzuviel
passieren. Der Vorteil dieser wirren Zeitsprungtechnik (eine Modeerscheinung
unter modernen Autoren: mangelnde Komplexität soll kompensiert werden):
man kann Absätze überfliegen und vermißt nichts. Den Faden kann
man nicht verlieren - es gibt keinen. Oder bin ich der einzige, der Kaisers
neue Kleider nicht sieht? Die Kritiken zu diesem Werk sind
überwältigend positiv. |
| Bei Amazon nachschauen | Bei Amazon nachschauen | |
|
|
|
| München: Goldmann, 2000. Frank
Heibert (Übs) Broschiert - 965 Seiten |