| Alexander Granach: Da geht ein Mensch. Roman eines
Lebens [There goes an actor]. München: Piper, 1994. 440 Seiten |
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| Der Roman eines Lebens
beschreibt den ersten Teil (bis nach dem Ende des Ersten Weltkriegs) des Lebens
von Jessaja Granach, der unter dem Künstlernamen Alexander Granach
Schauspieler in Berlin, München und New York wurde. Der Ich-Erzähler (das Buch erschient erstmals in Granachs Todesjahr 1945) beginnt ganz konventionell mit der Geburt 1890 in einem Dorf in Galizien. Hier wächst er an verschiedenen Orten auf. Für mich ist Galizien als Schauplatz eines Romans immer faszinierend. Es ist für uns heute völlig unbekannt, liegt in einem Zwischenreich von Polen, Ukraine, Rumänien und Slowakei, hatte häufig wechselnde Machthaber (wie ja auch Polen selbst) und hat brachte hervorragende Künstler hervor, ich nenne mal Paul Celan und Joseph Roth. Aus Granachs Leben ergibt sich eine Dreiteilung des Romans. Auf die Zeit in der Heimat folgen die ersten Theatersporen in Berlin, dann der Erste Weltkrieg, wo Alexander Granach für die K.u.K. Wehrmacht einrücken mußte, in italienische Kriegsgefangenschaft gerät und in die Schweiz flüchtet. Jessaja Granach wächst in einer kinderreichen Familie in ärmlichen Verhältnissen auf. Von Beginn an zeichnet ihn eine wirksame Neugierde aus. Aus der Schule erzählt er in Ludwig Thoma Manier Lausbubengschichten (war das nicht etwa dieselbe Zeit?) und begeht den Standardfehler, der nach der ersten Schulstunde Bruchrechnen nicht mehr passieren dürfte.
Der dritte Teil erinnert an Haseks braven Soldaten Schwejk, aber auch schon an Hellers Catch-22 (siehe Zwar wird das Buch in Ich-Form erzählt, die Sachverhalte verbiegt Granach aber ohne mit der Wimper zu zucken. So geht aus dem Anhang hervor, daß er 1915 Vater wurde und heiratete. Davon schweigt der Autor. |
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| Links Ergänzende Literatur zum dritten Teil (Erster Weltkrieg): |
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