| Tennessee Williams: The Roman Spring of Mrs.
Stone New York: Signet, 1961. 128 Seiten |
| Karen Stone hat sich die ersten
fünfzig Jahre um ihre Karriere als Schauspielerin gekümmert. Nach dem
aufgrund ihres Alters erzwungenen (?) Bühnenabgangs und dem Tod ihres
Mannes (Tom Stone, erinnert an "tombstone"; er war praktisch impotent) ist sie
nur noch reich. Sie zieht nach Rom und meint sich ihre Liebhaber zu
wählen, in Wirklichkeit werden sie ihr von der Contessa zugeführt.
Mrs. Stone wird ausgenommen, so auch von Paolo. Er ist dreissig Jahre
jünger, der erste, den Mrs. Stone liebt und mit dem sie ihren
römischen Frühling erlebt. Paolo nimmt sie aus, ist launisch und
verachtet sie (das meine ich; so direkt wird's nicht gesagt). Als sie ihm kein
Bargeld leiht, wendet sich Paolo ab. Mrs Stone setzt den letzen Stein ihrer
Karriere. Das passiert auf den letzten Seiten und wird hier nicht verraten; es
deutet sich schon lange an ... Tennessee Williams schrieb seinen einzigen Roman als Vorgriff auf das Drama Sweet Bird of Youth. Er behandelt die Situation der Hauptperson, die ihr ganzes Leben auf eine Karte: die Glamorwelt des Theaters gesetzt hat und nun mit leeren Händen dasteht. In ihrem bisherigen Leben war der Tag völlig verplant: "She used to say to her husband, I suppose I would have a nervous breakdown if I had the time for it!" (S. 69). Der Autor kommentiert zur Tragik der Mrs. Stone: "Mrs. Stone had failed to make any intellectual provisions for the time of life that now confronted her. For man yyears the only reading that had really interested her was play manuscripts and theatrical columns of newspapers. She enjoyed music only as a background to some activity such as bathing or dressing" (S. 99). Jetzt wünscht sich das Versäumte nachzuholen: "Three of four years [...] is all the time that I want. After that a cut throat would be a convenience ..." (S. 105). In einem kurzen Ausflug in die Erkenntnistheorie ( Lesenswert |
Verfilmungen und Adaptierungen
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| Literatur Kindlers Literatur Lexikon S. 8271 |