| Theodore
Dreiser: Sister Carrie University of Pennsylvania 1981. 679 Seiten – |
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| Carrie Meeber,
18-jährige Tochter eines Arbeiters, verläßt ihren Heimatort in
Wisconsin und versucht in Chicago ihr Glück. Sie findet zunächst
Aufnahme bei ihrer Schwester, sucht Arbeit und fällt Chas Drouet,
Handlungsreisender, einem scheinbar gewieften Stadtmenschen anheim. Sie
entwickelt eine Beziehung zum Barmanager George W. Hurstwood, der sich
in sie verknallt. Nach großen familären Problemen manövriert sich
Hurstwood auch geschäftlich ins Aus. Da entführt er Carrie und beginnt
eine abenteuerliche Flucht, sie heiraten und enden in New York. Dort
wird Carrie ein gefeierter Theaterstar, während Hurstwood immer
phlegmatischer wird und in schlimm endet. Die Inhaltangabe ist recht knapp, da ich nicht zuviel aus dem spannenden Stadtroman verraten will. |
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| Stil Dreiser kann die Charaktere lebendig darstellen. So kennzeichnet er Carrie mit zwei Sätzen:
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| Nachdem der Roman Sister Carrie ziemlich viele Topoi bedient (American Dream, Bildungsroman, Arbeiterroman (Streikschilderung) und Sozialroman, Charkterstudien, darwinistische Ideen, on-the-road) ist für Abwechslung gesorgt. Wenn man die Belehrungen ignoriert ist es ein großartiger, breit angelegter, meist spannender Roman. | ||||
| Anmerkungen | ||||
| Im 39. Kapitel (S. 397) erwähnt ein
Chorus-Mädchen "The
Queen's Mate". Es ist eine Operette von Henry Paulton,
uraufgeführt1888, oft mit der Darstellerin Lillian Russell. "The
Quenn's Mate" ist eine Neubearbeitung von Charles Lecocq: "La Princesse
de Canaries". Dabei ist mir unbekannt, ob die Operette überhaupt mit
Schach zu tun hat, oder schlicht vom Liebhaber der Königin handelt. Charles Alexandre Lecocq, 3.6.1832 Paris – 24.10.1918 Paris; Operettenkomponist in der Nachfolge von Jacques Offenbach. Lillian Russell, eigentlich Helen Louise Leonard. 4.12.1861, Clinton, Iowa – 6.6.1922, Pittsburgh, Pa. Sie wird auf S. 391 erwähnt. |
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| Nur an wenigen
Stellen wird die Literatur der Zeit erwähnt. Dabei liest Carrie zu
Beginn heute vergessene Romane (in den Historical Notes der kritischen
Ausgabe der University of Pennsylvania spezifiziert). Später wird sie
von Ames auf lohnendere Lektüre verwiesen (9. Kapitel, S. 481-482). Francis Marion Crawford (1854-1909): Saracinesca Honoré de Balzac: The Great Man from the Provinces - Père Goriot. Deutsch: Ein großer Mann aus der Provinz in Paris - Vater Goriot, Thomas Hardy: The Mayor of Casterbridge (1886) - Tess of the d'Urbervilles (1891) |
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| Verfilmung Carrie, USA 1952 mit Jennifer Jones, Sir Laurence Olivier, Regie: William Wyler; |
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| Links | ||||
Sister Carrie online texts: |
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| Literatur | ||||
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Kindlers Literaturlexikon S. 8765-66 Beer, Janet: "Sister Carrie and The Awakening. The Clothed, the Unclothed, and the Woman Undone". In: Kilcup 1999. S. 167-183. Corkin, Stanley (1987): "'Sister Carrie' and Industrial Life: Objects and the New American Self". Modern Fiction Studies 33:4, S. 605-619. Kilcup, Karen, Hg.: Soft Canons. American Women Writers and Masculine Tradition. Iowa City: University of Iowa, 1999. Preston, Claire: "Ladies Prefer Bonds. Edith Wharton, Theodore Dreiser, and the Money Novel". In: Kilcup 1999. S. 184-201. |
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