| Philip Roth: American Pastoral [Amerikanisches Idyll]. London: Vintage, 1997. 423 Seiten |
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Auf erste Sicht ist der Protagonist
Seymour Levov, alias "The Swede", ein US-Durchschnittsbürger.
Die Levovs sind eingewanderte polnische Juden und gründen in Newark, N.J. eine erfolgreiche Handschuhfabrik, die wegen grösserer Gewinnspannen sowohl nach Tschechien als auch Puerto Rico ausweicht. Seymour Levov heiratet Dawn, Miss New Jersey von 1948. Von ihren drei Söhnen Chris, Steve und Kent erfahren wir wenig, doch die Tochter Merry ist der effektvolle Counterpart zum liberalen, jedoch biederen Ehepaar Levov und all ihren vielen Freunden. Merry schließt sich der Anti-Vietnamkriegs-Bewegung an und verübt 1968 mit 16 Jahren einen Bombenanschlag mit einem Todesopfer. Sie geht in den Untergrund, bombt weiter und schließt sich einer extremen Sekte an. Zwei Fragen beherrschen die Romanszene: Wie konnte dies mit Merry geschehen? Kann Seymour seine Tochter ins bürgerliche Leben zurückholen? Zu sehr überwiegen aber typisch US-amerikanische Einwanderer-Erinnerungen und die Schilderung des American Way of Life. War es, dass ich nach dem öden Alltagsgeplaudere der Lily Brett in Einfach so ( So stimme ich Michael Wood, Princeton University, zu: "»American Pastoral« is a little slow as befits its crumbling subject, but unmistakably slow all the same and I must say I miss Zuckerman's manic energies." Michael Wood: "The Trouble With Swede Levov", New York Times, 20.4.1997 |
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| American Pastoral gewann 1997 den Pulitzer Prize. Vielleicht erkennen sich viele US-Amerikaner darin? Vielleicht wurde Roths geschliffener Stil geehrt. Wenn ich diesen Roman Roths als ersten von ihm gelesen hätte, weiß ich nicht, ob ich ihm eine zweite Chance gegeben hätte. | |
| Johnny Mercer und William Carlos Williams Die zweite Motti des Romans sind treffend gewählt. Johnny Mercers Song ''Dream" spiegelt den Optimismus der US-Bürger (vor allem der Zeit nach 1945 bis zum Vietnam-Fiasko) wider. Die Zeile "the rare occurrence of the expected" von William Carlos Williams weist darauf hin, dass Levovs Schicksal nicht soo außergewöhnlich ist, ähnliche Alltagskastrophen treffen viele. Johnny Mercer schrieb "Dream" 1944 (Text und Musik). Es wurde zur Themamelodie seiner täglichen Radioshow The Johnny Mercer Music Shop. Originalaufnahme: The Pied Pipers; "Dream" wurde in den Filmen Daddy Long Legs und Her Highness And The Bellboy (1945) eingesetzt. Weitere Aufnahmen von Frank Sinatra, Freddy Martin, Jimmy Dorsey, Dinah Washington und The Four Aces (1954). |
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| Philip Roth: American
Pastoral. London: Vintage, 1998. Broschiert, 432 Seiten
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| Philip Roth: Amerikanisches
Idyll. München: Hanser, 1998. Werner Schmitz, Übs. Gebunden, 464
Seiten
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