| Ralph
Ellison: Invisible Man London: Penguin, 1965. 468 Seiten – |
| In fünf
Abschnitten erzählt im 1952 erschienenen Roman Invisible Man
der namenlos bleibende Ich-Erzähler, wie er mit dem Slogan "Keep This
Nigger-Boy Running" (S. 32) zurecht kommt. Der Roman startet mit dem Highschoolabschluß im Süden der USA; trotz einem wirren Possenspiel kommt der 19-jährige braunhäutige High-School-Absolvent zu einem Stipendium. Dort gelingt Ellsion mit dem farbigen Präsidenten Dr. Bledsoe ein eindrucksvoller Character. Hier dessen Begrüßung der Gönner des Colleges am Abend. |
| "And I remember too that whenever white guests came upon the platform he placed his hand upon them as though exercising a powerful magic. I watched his teeth flash as he took a white hand; then, with all seated, he went to his place at the end of the row of chairs" (S. 97). | |
Der zweite Abschnitt schildert eine beklemmende Fahrt
mit einem Patron des Colleges und Strafversetzung des Studenten zur
Bewährung im Norden. In New York erlebt der Ich-Erzähler zunächst eine
entbehrungsreiche Phase als Arbeitssuchender in Harlem. Bis hierher war
der Roman für mich großartig. Dann gerät der Held an die Brotherhood,
eine – wie sich mit der Zeit herausstellt – kommunistische
Gemeinschaft. Wie er damit zurecht kommt, zeigt der vierte Abschnitt
des Romans. Ich stelle nachfolgend dem Ratschlag des schon gerühmten
Bledsoe den Rat gegenüber, den der Ich-Erzähler beim Begräbnis des
Brother Tod Clifton gibt. Inzwischen stieg er zum Marketingmanager
(Propagandachef) der Brotherhood auf.
Auffallend sind die Versammlungen in die der Ich-Erzähler in jedem Abschnitt gerät: es sind geistig behinderte Veteranen, oder Gewerkschaften oder militante Farbige oder ... Es steigert sich jeweils – wie in Maurice Ravels La valse – zu einem surrealistischen Gemenge. Insgesamt ein großartiger, stellenweise verwirrender, undurchsichtiger Entwicklungsroman. |
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| Des öfteren taucht in Invisible
Man die Phrase "Jack the Bear" aus. Ich kenne deren
Konotation nicht genau, doch gibt es eine gleichnamige Komposition Duke Ellingtons aus
1940, die gleich bei der ersten Aufnahme zu einer der Perlen im
reichhaltigen Kollier des Dukes geriet. Beim nochmaligen Lesen wird Jack the Bear schon im "Prologue" klar: wie der Bär im Winterschlaf in der Höhle nicht sichtbar ist, so unsichtbar ist auch der Erzähler: "Call me Jack-the-Bear, for I am in a state of hibernation" (S. 9). Wenig später wird erklärt: "A hibernation is a covert preparation for a more overt action" (S. 15). |
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| Der Roman wird
in zahlreichen "Hitlisten" des 20.
Jahrhunderts aufgeführt, so in |
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| Sekundärliteratur und Links | |
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| Christadler, Martin (1972): "Ellison - Invisible Man". . Hans-Joachim Lang, Hg.: Der amerikanische Roman. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Düsseldorf. S. 333-369 | |
| Excerpt
from: |
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| Griffin, Edward M. (1969): "Notes from a Clean, Well-Lighted Place: Ralph Ellison's Invisible Man". Twentieth Century Literature 15:3, S. 129-144. | |
| Excerpt
from: |
|
| Neighbors, Jim (2002): "Plunging (outside of) History:
Naming and Self
Possession in Invisible Man". African
American Review 36:2. S. 227-242. |
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| Shinn,
Christopher A. (2002): "Masquerade, Magic, and
Carnival in Ralph
Ellison's Invisible Man". African
American Review 36:2. S. 243-62. |
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| Literatur |