| Patricia Highsmith: Those Who Walk
Away [Venedig kann sehr kalt sein]. Feltham, GB: Hamlyn 1982. 249 Seiten |
| Nach einem furiosen Auftakt in Rom
verlagern Edward Coleman und sein Schwiegersohn (Ex-Schwiegersohn, wie Edward
immer betont) Ray Garrett ihre gegenseitige Belagerung und Duellierung nach
Venedig. Colemans Tochter Peggy war mit Ray verheiratet und nahm sich das Leben. Coleman gibt Ray die Schuld und versucht ihn mehrmals(eher stümperhaft) umzulegen. Rays Neugierde wird geweckt, ausserdem will er sich rehabilitieren, später will er Coleman selbst an den Kragen. Viele Rezensionen schreiben von einem Katz-und-Maus-Spiel; für mich war es ein Katz-gegen-Katz-Spiel. Die Autorin vermag weder den Selbstmord zu erhellen (was ja nicht sein muß), noch den beiderseitigen Dilettantismus (was schon stört). Ray nimmt Coleman immer noch in Schutz, geht mit ihm zum Kaffee trinken, obwohl ihm inzwischen klar ist: Der will mich auslöschen. Selbst als er sich der Polizei stellt verschweigt er die Gefährlichkeit Colemans (S. 188-189). Will er die Affäre als Privatfehde austragen? Trotz dieser strukturellen Schwächen ergibt sich ein spannendes Versteckspiel und eine hetzige Jagd. Ray ist durchweg der Zögernde, allerdings bringt er alles zum Rollen indem er nach Venedig fahrt (der Originaltitel passt nur halb). Da ich Venedig nicht kenne, kann ich anhand der genannten Strassen und Lokale nicht beurteilen, wie authentisch die Patricia das bringt. Nicht so sehr als Krimi empfehlenswert, doch wegen der Beziehungsgeflechte: die Typisierung der beiden Hauptpersonen und die Gegenüberstellung der von Reiseschecks lebenden Künstler und der arbeitenden, vermietenden Bevölkerung von Venedig. Das Versteckspiel erinnert an Georges Simenon: Der Mann, der den Zügen nachsah ( |
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| Patricia Highsmith:
Venedig kann sehr kalt sein: |
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| Patricia Highsmith: Venedig kann
sehr kalt sein. München: Süddeutsche Zeitung, 2006. SZ
Krimibibliothek Band 3. Matthias Jendis, Übs. Gebunden
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| Patricia Highsmith: Venedig kann
sehr kalt sein. Zürich: Diogenes, 2000. Broschiert, 336 Seiten. 19.,
Aufl. |
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