| Denis
Johnson: Nobody Move [Keine Bewegung, Bettina Abarbanell, Übs.] London: Picador, 2010. Broschiert, 195 Seiten – |
| Nach seinem Geschichtsepos Tree of Smoke über
den Vietnamkrieg (siehe |
| Der
Gauner Jimmy Luntz hat Schulden bei Juarez, einem
Gangster, mit dem man sich besser nicht anlegt. Er schickt Gambol zum
Schuldeneintreiben und da macht Jimmy einen folgenreichen Fehler: er
schießt ihn nur ins Bein. Ab da ist Jimmy auf der Flucht um sein Leben: Die Gegenseite ist da nicht so skrupelhaft. Er trifft Anita Desilvera, indianische Abstammung, die ebenfalls vor einem Scherbenhaufen steht. Ihr Ehemann Hank hat sich erfolgreich von ihr scheiden lassen. Sie bringt aus ihrer Ehe unterschlagene 2,3 Millionen Dollar in die Verbindung mit Jimmy. Er kann sie später als Angebot einsetzen um seine eigene Haut (präziser: Hoden) zu retten. Jimmy kümmert sich sogar um den Rettungsdienst für Gambol, dieser entzieht sich dem und läßt sich vom „hauseigenen“ Service via Juarez an der Autobahn auflesen. Er schickt Mary, eine „vet“, doch – wie sie später gesteht –, keine Tierärztin („veterinarian“) sondern eine Veteranin, da einst Militärkrankenschwester und auch Ex-Frau von Juarez. |
| Johnson erzählt angeglichen an die Handlung flott, oft
witzig oder sarkastisch. Auch seine Sprache passt er selbstverständlich
den Gangstern an. Nur ein Beispiel: "Holy Toledo!" als Ausdruck des
äußersten Erstaunens (S. 161): "A phrase coined by gangsters and
bootleggers in the 1920's", |
| Anmerkungen |
| Jimmy Luntz singt in einem Barbershop Chorus
(„Barbershop music“, siehe |
| Der englische Romantitel stammt aus dem Song „Nobody move, nobody get hurt“ aus dem gleichnamigen Album (1984) der Reggae-Gruppe Yellowman oder vom Song „Nobody move, nobody get hurt“ der Gruppe „We are Scientists“, einer im Jahre 2000 gegründeter Indie-Rockband aus New York. |
| Um den kurzen Roman richtig zu genießen und zu würdigen muss man sich darauf einlassen, dass Jimmy, Anita, Gambol, Mary und Juarez nur immer nach vorwärts schauen, keine Furcht kennen (nun ja, Jimmy schon mal) und jede tollwitzige Situation meistern. Dazu darf man die oft brutalen und zotigen Dialoge nicht abstossend finden. Für all diese Leser ist Nobody Move eine – entgegen dem Titel – wild bewegte Jagd zwischen Gangstern. Sehr empfehlenswert. |
| Vergleichsliteratur |
| Links |
| Keine
Bewegung: |
| Literatur |
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| Denis
Johnson: Nobody
Move. Pan Macmillan, 2010. Taschenbuch, 208 Seiten |
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| Denis
Johnson: Keine
Bewegung. Audio CD Parlando Edition Christian Brückner, 2010. Sprecher: Christian Brückner, Bettina Abarbanell, Übs. |
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