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Ishiguro
Kazuo Ishiguro: The Remains of the Day
Stuttgart: Reclam, 2005. 372 Seiten – ishiguro Linksishiguro Literaturishiguro Zitate von Kazuo Ishiguro
Dies ist eine überarbeitete Besprechung nach der Zweitlektüre im August 2007. Die Seitenangaben beziehen sich nunmehr auf die Reclam-Ausgabe des Romans.
Wegen der umfangreichen Besprechung hier ein schneller Sprung für den eiligen Leser: ishiguro Fazit.
Der in London lebende Schriftsteller Kazuo Ishiguro (siehe ishiguro Links) erzählt von der ersten längeren Reise des englischen Butlers Stevens. Während der Fahrt schreibt Stevens seine Rückblicke und Gedanken auf. Das klingt langweilig und ich hätte das Buch wohl nie gelesen, wenn mir jemand dies vor der Lektüre gesagt hätte. Dem Literaturgott (gibt es eigentlich einen?) sei Dank, Freunde empfahlen mir diesen Roman.
Stevens entstammt einer Butlerfamilie, die ihre eigenen Vorstellung von Würde und Pflichterfüllung hat. In seinen Überlegungen und Erinnerungen geht es um den Rückblick auf sein Leben und Lebenseinstellungen. Das Verhalten des Butlers und seine Überlegungen dazu sind ohne weiteres auf moderne Dienstleistungsberufe, Manager und alle abhängig Beschäftigten übertragbar. Darin liegt ein (Zahlwort) Reiz des Romans.
Die Fahrt des Butlers im Jahre 1956 im neuen, vom amerikanischen Hausherrn geliehenen Ford ist eine Zeitebene. Stevens (dessen Vorname der Leser nie erfährt; er bleibt unpersönlich) will die frühere Angestellte Miss Kenton, nunmehr Mrs. Benn, besuchen und re-aktivieren:
a) für seinen jetzigen Dienstherrn und b) auch – obwohl Stevens genau dies im Roman nie eingesteht – für eine persönliche Verbindung.
Die zweite Zeitebene führt in die 20-er und 30-er Jahre auf das Country House des Lord Darlington nahe Oxford.
Im Wesentlichen gehen diese beiden Erzählstränge chronologisch vorwärts.
Inhalt
Auf eine explizite Inhaltsgabe verzichte ich. Manches ergibt sich aus den folgenden Rubriken. Die Vielseitigkeit des Romans (das verblüfft, wenn man bedenkt, dass es im Grunde genommen ein langer Monolog eines Butlers ist) bringt es mit sich, dass man mit Stevens bemerkt: Wenn man seine Vergangenheit nach Wendepunkten absucht, dann findet man sie überall (S. 256). Nun, Wendepunkte sind es nicht alle, aber viele der Episoden, die Stevens während seiner Reise zu Papier bringt, sind exemplarische Schlüsselszenen.
Charaktere
Butler Stevens ist stocknüchtern, konservativ und korrekt. Gerade deshalb wirkt manches für den Leser schmitzig bis humorvoll. Ähnlich wie Lagerfeuergespräche von Trappern und Westernhelden sitzen die Spitzen-Butler manchmal am Kaminfeuer und erzählen sich Butlerlatein.
The story was an apparently true one concerning a certain butler who had travelled with his employer to India and served there for many years maintaining amongst the native staff the same high standards he had commanded in England. One afternoon, evidently, this butler had entered the dining room to make sure all was well for dinner, when he noticed a tiger languishing beneath the dining table. The butler had left the dining room quietly, taking care to close the doors behind him, and proceeded calmly to the drawing room where his employer was taking tea with a number of visitors. There he attracted his employer's attention with a polite cough, then whispered in the latter's ear: »I'm very sorry, sir, but there appears to be a tiger in the dining room. Perhaps you will permit the twelve-bores to be used?«
And according to legend, a few minutes later, the employer and his guests heard three gun shots. When the butler reappeared in the drawing room some time afterwards to refresh the teapots, the employer had inquired if all was well.
»Perfectly fine, thank you, sir,« had come the reply. »Dinner will be served at the usual time and I am pleased to say there will be no discernible traces left of the recent occurrence by that time.« (S. 54)
Bemerkenswert ist die völlige Hingabe Stevens' an seine Arbeit und das blinde Vertrauen in den adeligen Dienstherrn. Allerdings verbirgt Stevens hinter der Butlermaske und seinem gepflegten bis gestelzten Englisch sein wahres Wesen.
Seiner Arbeit zuliebe stellt er jede Gefühlsäusserung und jeglichen privaten und sozialen Kontakt hintan. Dazu gibt es deutliche Episoden: der Fall seines Vaters, der Tod seines Vaters, die Kontaktversuche Miss Kentons, ihre Kündigung, ...
Das kommt einer geistigen Körperverletzung nahe:
»Tell me,« I said, »when one surrenders his personal feelings to his professional feelings, may not the action be defined as a sort of spiritual mayhem?«
Jack London: The Iron Heel, Chap. 4 "Slaves of the Machine"
Stevens bedingungslose Loyalität machen ihn zu einem willigen Werkzeug von Lord Darlington. Er ist der ideale Untergebene und staatliche Untertan, da er nie seinen eigenen Verstand einsetzt (ausgenommen für seine Butlertätigkeit).
In krassen – nahezu witzigen (Ishiguro Humor) – Gegensatz dazu steht der oftmalige Vorwurf der Ignoranz des Butlers an diejenigen, die Lord Darlington nicht als Halbgott erkennen, sondern ihm gar die Zusammenarbeit mit Deutschland vorwerfen: "utter nonsense", "an almost complete ignorance of the facts" (S. 188).
Weiteres zum unzuverlässigen Charakters Stevens' unter Ishiguro "Erzählstruktur".
Nebenbei: Butler Stevens gebraucht eine auch heute noch beliebte Entschuldigungsfloskel, nicht nur für politische Torheiten sondern auch für Vorteilsnahme (im Klartext: Bestechung), Doping, usw.: "this whole issue of anti-Semitism, I realize, has become a rather sensitive one these days" (S. 211). Das besagt viel über die anhaltende Uneinsichtigkeit. Nicht das vergangene Verhalten war verfehlt, sondern die Ansichten darüber haben sich halt geändert.
An einigen Szenen kann man freilich erkennen oder ergänzen, dass auch Stevens sich nach einer weiblichen Beziehung sehnt. Mehrmals überlegt er vor der geschlossenen Tür Miss Kentons, was tun?
Beim Einstellungsgespräch für Lisa konfrontiert ihn Miss Kenton mit seiner Abneigung gegenüber hübschen Mädchen in der Dienerschaft. Sie fragt ihn direkt: "Can it be that our Mr Stevens is flesh and blood after all and cannot fully trust himself?" (S. 227).
Und einmal ertappt sie ihn beim Lesen einer "romance novel". Stevens schämt sich, schiebt aber sein Nicht-Herausrücken des Buches auf die Verletzung seiner Würde und entschuldigt seine Lektürewahl einmal mehr mit der Verbesserung seiner Professionalität.
Stevens' Vater
der Stamm ist nicht weit vom Apfel. An seinem Todesbett steht zunächst das Konferenzgeschehen einen Stock tiefer im Mittelpunkt des Gesprächs mit seinem Sohn.
Miss Kenton aka Mrs. Benn
Sie kommt etwa zur selben Zeit wie Vater Stevens nach Darlington Hall und erweist sich als umsichtige, tüchtige Kraft. Sie erkennt die emotionalen Defizite Stevens' und versucht zu seinem Kern vorzudringen, was der Butler aber stets abblockt.
Sie merkt, dass Stevens seinen wahren Charakter verbirgt: "Why, Mr Steven, why, why, why do you always have to pretend?" (S. 224).
Ihre Charakterisierung ist besonders problematisch, da der Leser sie nur durch die Brille Stevens' kennenlernt und dieser ein unzuverlässiger Erzähler (kazuo Erzählstruktur) ist. Zudem pflegt Ishiguro einen aus der Kurzgeschichte her bekannten Stil der suggestiven Reduktion (kazuo Stil). Dem Leser kommen wichtige ergänzende Aufgaben zu.
  • Kentons Aufbrechversuche bei Stevens kann man als Annäherungsversuche lesen; 
  • ihre Bekanntschaft mit dem späteren Ehemann kann man als bewußte Provokation zur Eifersucht lesen.
  • Als die von Miss Kenton eingestellte Lisa das Dienstbotendasein zugunsten einer ungewissen Zukunft aber mit ihrem Liebhaber aufgibt, kann man vermuten, dass Lisa insgeheim von Miss Kenton bewundert wird.
Lisa vollbringt etwas, was Kenton nicht gelingt: die konsequente Umsetzung ihrer Pläne und Vorsätze. Beispielsweise kündigt Miss Kenton zur drohenden Entlassung der beiden jüdischen Hausmädchen zwar Konsequenzen an: "If my girls are dismissed, I will leave also" (S. 217), ist aber – wie sie später gesteht – zu feige um sie zu ziehen.
Erst mit Mr. Benn und durch die Sturheit Stevens' gelingt es ihr auszubrechen; das ist 1936.
Ihre wechselvolle Geschichte ist wiederum am Ende der Reise der Fingerzeig für Stevens, wie man ein einigermaßen selbstbestimmtes Leben hätte leben können.
Lord Darlington
sympathisiert mit Nazi-Deutschland und zeitweilig sogar mit der britischen Faschistenunion. Er organisiert geheime Treffen auf Darlington Hall. Daran beteiligt ist sogar der deutsche Nazi Joachim von Ribbentrop, von 1938 bis 1945 Außenminister des Deutschen Reiches, und im Oktober 1946 in Nürnberg hingerichtet. Seinen Antisemitismus bereut Lord Darlington zwar, doch die Beschwichtigungspolitik (Appeasement-Politik, siehe Ishiguro Links) unterstützt er durchgehend. Der Meinungs- und Entscheidungstest der versammelten Größen in Darlington Hall mit Butler Stevens zeigt seine (und die seiner Gäste) zutiefst anti-demokratische Einstellung.
Lord Darlington trägt viele Züge von Lord Londonderry (Charles Vane-Tempest-Stewart, 7th Marquess of Londonderry) 1878 – 1949, siehe Ishiguro Links. Lord Londonderry war ein Cousin Winston Churchills.
Reginald Cardinal
könnte leicht übersehen werden. Dabei ist er ebenfalls eine wichtige Gegenfigur zu Stevens.
Während man bei der Aufklärungsmisere (Ishiguro Humor) als Leser noch im Unklaren ist: braucht es der 23-jährige wirklich? wird Reginald später Journalist und bildet sich über die Weltlage seine eigene Meinung. Am Abend der Geheimkonferenz mit Ribbentrop auf Darlington Hall taucht auch Reginald vorgeblich zufällig auf. Er klärt nunmehr Stevens über die politischen Aktivitäten seines Herrn auf und scheitert an den Scheuklappen des Butlers. Das Tragische: der einzige politisch Klarsehende im Geschehen stirbt im Zweiten Weltkrieg.
Themen
Wie es sich für einen großartigen Roman gehört spricht The Remains of the Day zahlreiche Themen an. Durch den andeutenden Stil der "suggestiven Reduktion" (kazuo Stil) wird mancher Leser auch andere Themen aufspüren und assozieren.
Würde - "dignity"
Eine der ersten Abschweifungen in Stevens' Bericht dient der Frage, was einen großen Butler ausmacht (S. 42ff).
Das Lebensziel eines großen Butlers ist die Würde, "dignity in keeping with his position" (S. 48). Für Stevens gibt es dafür einige Richtpflöcke. Da ist einmal sein Vater, der zweifelsohne Würde hat. Dann die würdigen Butler wie in der oben beispielhaft zitierten Anekdote mit dem Tiger (kazuo Tiger). Und es gibt die (fiktive) Hayes Society, die Kritierien für die Größe und Würde eines Butlers festlegt (S. 46). Zur Würde gehört für Stevens die unbedingte Loyalität. Blind vertraut Stevens seinem Herrn, obwohl die politischen Diskussionen im Hause für ihn "rather above my head" und "quite beyond me" waren. Er fasst zusammen "that the likes of you and I will never be in a position to comprehend the great affairs of today's world, and our best course will always be to put our trust in an employer we judge to be wise and honourable, and to devote our energies to serving him to the best of our ability" (S. 201). Von da ist es nicht mehr weit bis zu einem Führer.
Ein Butler bezieht seine Würde daraus – das betont Stevens in späteren Gesprächen (aber auch schon am zweiten Tag: "professional prestige lay most significantly in the moral worth of one's employer", S. 171) –, dass er einem wichtigen Mann dient; dadurch hat er als Rädchen im großen Getriebe auch Einfluß: Er sah sich "to come as close to the hub of this world's wheel as one such as I could ever have dreamt" (S. 189). Der Einfluß stellen sich für Stevens freilich als Trug heraus, da die Ziele seiner Herrschaft, auf deren Klugheit er baute, verfehlt waren.
Harry Smith, der Sozialrevolutionär in Moscombe, vertritt eine Ansicht, die mehr unserem derzeitigen Begriff von Würde nahe kommt: "Dignity's something every man and woman in this country can strive for and get" (S. 271). Wenn man sich klarmacht, dass hier von einer anderen, zusätzlichen Würde als unserer Menschenwürde des Grundgesetzes geredet wird, kann man Smith voll zustimmen. Er fährt fort: "Dignity's not something for gentlemen" (S. 271) und "there's no dignity to be had in being a slave" (S. 272). Das wiederholt und verschärft er gleich nochmal: "You can't have dignity if you're a slave" (S. 273). Damit stellt sich Harry Smith (Allerweltsname!) in Kontrast zu Stevens.
Der blinde Gehorsam, der aus Stevens-Würde-Begriff entspringt, führt nicht nur zu einem persönlichen Lebensfehler sondern dazu, dass Stevens zum Instrument im Dienst des Bösen wird. Vergleiche: Michel Terestchenko: "Servility and Destructiveness in Kazuo Ishiguro's The Remains of the Day", siehe kazuo Sekundärliteratur.
Wie fallen die Antworten beim heutigen Arbeitnehmer auf die Fragen nach Einfluß aus? Meine berufliche Erfahrung zeigte zur Loyalität, dass sich der Arbeitnehmer oft loyal verhält, da er meint einem großen Ganzen zu dienen. Sobald aber der Arbeitgeber andere Absichten hat, ist es von dessen Seiten sofort aus mit der Loyalität gegenüber seinen Angestellten.
England und der Rest der Welt
Bei seiner jahrzehntelangen Beschränkung auf Darlington Hall und auf seine Professionalität als Butler wundert es nicht, dass Stevens gegenüber Fremden und besonders ausser-Englischem Vorurteile hegt. Über die "greatness" von Great Britain hat Stevens eine vorgefaßte Meinung. Eher verwundert sein Eintreten für die unauffälligen Schönheiten Englands (S. 42), da er doch erst bei seiner Reise 1956 damit bekannt wird. Vor der Reise meint er zu Farraday: "It has been my privilege to see the best of England over the years, sir, within these very walls" (S. 7) Stevens.
Zum Mythos Englands gehören auch die Herrschaftssitze wie Darlington Hall.
Dazu Kazuo Ishiguro: "... ich spiele mit dem internationalen Bild oder dem Mythos, wenn Sie wollen, von England. Das ist ein England, in dem ich nie gelebt habe. Ich bin nicht im England von Herrenhäusern und Butlern aufgewachsen."
Interview mit Katharina Granzin, taz 28.9.2005, siehe kazuo Links auf Autorenseite.
Zum Mythos Englands gehören
  • die Country Houses, Ausdruck der Klassengesellschaft,
  • der Butler: nach Stevens kann ja nur ein Engländer in hervorragender Butler sein. Als Grund nannte er den dritten Mythos um Engländer,
  • die emotionale Beherrschung. "Continentals are unable to be butlers because they are as a breed incapable of the emotional restraint which only the English race are capable of" (S. 65). Im nächsten Satz schließt Stevens dann die Kelten (also Wales, Scotland) ausdrücklich auch mit aus.
Politische Dimension
Abgesehen von der kolonialen Komponente (Zerfall des British Empire), auf die ich nicht näher eingehe (siehe aber: kazuo Zwei Interpretationsmöglichkeiten), wirft der Roman zahlreiche politische Fragen auf, die weit über die Zeit zwischen den beiden Weltkriegen hinaus reichen und heute noch dringender gestellt werden müssen.
Lord Darlington stellt mehrmals die Frage nach der englischen Fairness gegenüber einem besiegten Gegner. Der Versailler Vertrag (siehe kazuo Links), seine Auswirkungen und das weitere Verhalten gegenüber Deutschland stehen in den Treffen auf Darlington Hall zur Debatte. "Some were gentlemen who felt strongly, like his lordship himself, that fair play had not been done at Versailles and that it was immoral to go on punishing a nation for a war that was now over" (S. 112). Über die damalige Politik hinaus kann und sollte man fragen:
  • wie weit und wie lange darf man eine Beschwichtigungspolitik gegenüber anderen Staaten verantworten (siehe dazu: Appeasement-Politik unter kazuo Links)?
  • welche Mittel kann man in einem Krieg gegen wen einsetzen?
  • wie ist mit dem besiegten Gegner zu verfahren? David Cardinal auf der ersten Konferenz: "Once you've got a man on the canvas, that ought to be the end of it. You don't then proceed to kick him" (S. 131).
Zu den beiden letzten Fragen gibt Uwe Steinhoff Antworten in Moralisch korrektes Töten. Zur Ethik des Krieges und des Terrorismus (kazuo Rezension). Ernüchternd – aber ich meine keinesfalls verquer – ist die personelle Komponente auf Konferenzen wie denjenigen auf Darlington Hall. Die geschwollenen Füße des französischen Deligierten stehen im Vordergrund. Sicher ist diese relativierende Einsicht übertragbar auf Konferenzen mit entscheidenderer Funktion.
Argument gegen die Demokratie
Stevens' Argumentation
Die Bürger haben die Pflicht ("a certain duty") die Sachverhalte zu bedenken und ihre eigene Meinung zu bilden.
Es ist unrealistisch und nicht einmal wünschenswert, dass sich der Normalbürger ("ordinary people") eine eigene Meinung bildet. (S. 283)
Er zog die Konsequenz und gab seine Meinungsbildung an den Lord ab.
Argumentation der Adeligen
Der einfache Bürger hat keine fundierte Meinung zu komplizierten politischen Fragen (Experiment mit Stevens S. 284-286).
Die parlamentarische Demokratie gibt die Lösung schwieriger Probleme in die Stimmgewalt Millionen einfacher Bürger.
Die parlamentarische Demokratie ist ungeeignet zur Lösung schwieriger Probleme (S. 286).
Die Lösung formulieren die Adeligen so: "Other great nations know full well that to meet the challenges of each new age means discarding old, sometimes well-loved methods" (S. 288). Mit den "great nations" meinen sie hier Deutschland und Italien (S. 290).
Joyce Carol Oates faßte es in What I Lived For (ishiguro Rezension) so zusammen: "In a democracy, every shithead's a potential vote".
Viele deutsche Politiker verwenden eine ähnliche Argumentation um die demokratische Volksbefragung auf Bundesebene weiterhin abzulehnen. Dabei vergessen sie, dass jede Bundestagswahl dem normalen Bürger ("every shithead") eine sehr viel schwierigere Entscheidung abverlangt.

Humor
Trotz der Humorlosigkeit des Butlers oder gerade wegen ihr kommen gelegentlich humorvolle Situationen vor. Allerdings ist es – wie Barbara Puschmann-Nalenz im Nachwort der Reclam-Ausgabe betont – , aufgrund der »discrepancy of awareness« (ishiguro Stil) der Humor des Lesers. Die Romanfiguren sind humorlos (S. 370).
  • Manches mag man erst als humorvoll bis lachhaft beurteilen, wenn man Stevens und die Geschehnisse näher kennt. So wenn Stevens am ersten Tag die Schönheiten der Welt gegenüber Englands Landschaften herunterspielt. Er beruft sich gar auf einen objektiven Betrachter (S. 42) und stellt damit nur sich selbst eine starke Voreingenommenheit aus.
  • Typisch dafür ist der Dialog der sich nach dem Heiratsangebot an Miss Kenton entspinnt.
    »Mr Stevens, I have something to tell you.«
    »Yes, Miss Kenton?«
    »It concerns my acquaintance. Who I am going to meet tonight.«
    »Yes, Miss Kenton.«
    »He has asked me to marry him. I thought you had a right to know that«
    »Indeed, Miss Kenton. That is very interesting.« (S. 309)
  • Lord Cardinal überträgt Lord Darlington die sexuelle Aufklärung seines Sohnes Reginald. Dieser wiederum beauftragt kurzerhand Stevens damit. Köstlich sind nun die mehrfachen unbeholfenen Versuche des Butlers, der jedesmal froh scheint, dass er unterbrochen wird. Einmal versteckt er sich hinter einem Rhododendron-Busch um anhand der Gänse im Park seine Botschaft los zu werden (S. 134; Konrad Lorenz wird ihm recht geben) und später klärt er auf: "All living creature will be relevant to our forthcoming discussion, sir" (S. 136).
  • Das "bantering", das englische Austauschen von witzigen, ironischen Reden, ist ein Leitmotiv. Erst dadurch, dass es der neue Chef Mr. Farraday auch gegenüber den Angestellten anwendet, kommt es für den obrigkeitshörigen Stevens ebenfalls in Betracht (S. 24). In der Schlussszene tritt am Pier eine Gruppe von sechs bis sieben Leuten auf, die herzhaft miteinander reden und lachen. Stevens merkt, dass sie sich keinesfalls schon lange kennen und er wundert sich, "how people can build such warmth among themselves so swiftly" (S. 349). In seinen nachfolgenden Überlegungen (die letzten des Romans) stuft Stevens das "bantering" als wünschenswert ein. Er betrachtet es aber sogleich als "skill" (S. 349) und "hardly an unreasonable duty" (S. 350).
  • Stevens Versuche selbst eine witzige Bemerkung zu riskieren schlagen fehl (S. 27, S. 192-193). Im ersten Beispiel ist Stevens' Übertragung der ziehenden Zigeuner auf Zugvögel ("More like swallows than crows", S. 27) zu tiefsinnig für ein lockeres Frühstücksgespräch. 
  • Köstlich ist die steife Reaktion Stevens' auf die Entschuldigung Lord Darlingtons. Am Vorabend diente Stevens den versammelten Amateurpolitikern als Test für die Unzulänglichkeit der Demokratie (ishiguro Argument gegen die Demokratie). Auf keine der politischen Fragen konnte der Butler eine sachliche Antwort geben. Er zog sich jeweils umständlich mit "I'm sorry, sir, but I am unable to assist in this matter" (S. 286) aus der Affäre.
    »Look here, Stevens, it was dreadful. The ordeal we put you through last night.«
    I paused in what I was doing and said: »Not at all, sir. I was only too happy to be of service.« (S. 287)
    Das läßt an den bekannten Witz denken, in dem der Vater keine der Fragen des Sohnes beantworten kann. Die Mutter dämpft: "Laß den Vater mal mit deiner Fragerei in Ruhe." Der Vater gibt sich großzügig: "Laß ihn nur fragen, wenn er was lernen will."
Reise- und Alterserfahrung
Nach dreißig Jahren Abgeschiedenheit auf Lord Darlington tritt Stevens eine bedeutsame Reise an. Die ersten 20 Minuten seiner Fahrt fand er sich noch in vertrautem Gelände. Doch dann kannte er nichts mehr und wußte, dass er alle früheren Grenzen überschritten hatte (S. 34).
Während seiner sechstägigen Reise
  • erhält Stevens einen einmaligen Ausblick auf die englische Landschaft (S. 37-38)
  • kommt er nach Salisbury, Wiltshire, mit einer berühmten Kathedrale
  • lernt er einfache Leute in einem Dorf und Pub kennen und
  • landet er zum Ende im Seebad Weymouth, Dorset.
Der Butler lernt erstmals (?) andere Menschen außer Adeligen, Butler und Dienstboten kennen. Schrittweise mit diesem Erleben der Außenwelt zweifelt er an Lord Darlingtons Unfehlbarkeit. Er hört ganz andere Ansichten. Doch wenn er dem Lord Schwächen oder Fehler zugesteht, fällt dies auf ihn, der ihm voll vertraute, zurück. Seine eigene Wichtigkeit als Rädchen im Getriebe wird in Frage gestellt und damit seine gesamte Lebensleistung.
Stevens greift auf der Reise zum Mittel der Verstellung und Verleugnung.
Er leugnet zweimal für Lord Darlington gearbeitet zu haben und bekennt sich nur zu Mr John Farraday (S. 179-180; S. 185). Den Hahnenschrei nach dem zweimaligen Verrat muß Stevens allerdings selbst herbeireden (S. 193).
Er läßt es zu, dass man ihn für einen Lord hält, wird aber vom Arzt durchschaut.
Erzählstruktur
In acht Kapiteln werden vom Ich-Erzähler Stevens sechs Reisetage durch Südwest-England beschrieben. Über die Reise wird man nahezu lückenlos informiert; oftmals recht zeitnah. Ob Stevens den Bericht aufschreibt oder einem fiktiven Zuhörer erzählt bleibt offen. Er wird gegenüber dem Adressaten seines Berichts oft persönlich: "You will not dispute, I presume, that Mr Marshall of Charleville House and Mr Lane of Bridewood have been the two great butlers of recent times" (S. 50). Am Ende der Reise in Weymouth am Kanal trifft er einen Unbekannten, der sich ebenfalls als Butler entpuppt. Sie unterhalten sich nicht beim Feuer sondern im Schein der Lampen am Pier.
Daraus ergibt sich die folgende kunstvolle Verfremdungsstruktur:
Autor Kazuo Ishiguro schreibt den Roman The Remains of the Day
Butler Stevens erzählt von
Stevens, der eine Reise unternimmt und in Darlington Hall arbeitete
für einen ungenannten Leser, den er oftmals direkt anspricht.
Der Leser liest und interpretiert.
Nach: Dieter Ulm: Kazuo Ishiguro. The Remains of the Day, S. 56. Siehe kazuo Sekundärliteratur
Der unzuverlässige Erzähler
siehe »unreliable narrator« unter kazuo Links und den Sammelband dazu unter kazuo Sekundärliteratur
Über das sehr viel längere Geschehen zwischen etwa 1922 bis zur Verleumdungsklage Lord Darlingtons 1946 informiert Stevens nur bruchstückhaft. An vielen Stellen kennt er die zeitlichen  Zusammenhänge nicht mehr genau. So schwankt er bezüglich des Moments, wo er vor der Tür von Miss Kenton steht und nicht eintritt, da er vermutet, dass sie weint. Andrerseits zitiert er manche Reden der versammelten Größen lang und wörtlich. Das läßt an ihrer korrekten Wiedergabe zweifeln.
Zudem liegt es in Stevens' Charakter, dass er seine wahren Absichten und Gefühle nicht zeigt. Typisch ist wieder die Entlassung der beiden jüdischen Hausangestellten. Nachdem Lord Darlington seinen Fehler einsieht, bekennt auch Stevens gegenüber Miss Kenton, dass er dagegen war.
Einerseits gesteht der Erzähler oft seine Unsicherheit bezüglich des Ablaufs ein, andrerseits überschätzt er seine Wirkung und Wichtigkeit noch öfters. Er meint, er habe einen Beitrag zur Geschichte geleistet (S. 207) und ist stolz darauf, dass in seinem Arbeitsfeld die mächtigsten Männer Europas über das Schicksal des Kontinents beratschlagt haben (S. 328).
Selbst im Persönlichen erliegt er starken Illusionen. Seine Vorstellung über Miss Kenton: "I happen to know for a fact that she has no wish for a family" (S. 249) erweist sich als falsch.
Für viele Aktionen sucht Stevens nach Gründen, die seiner Professionalität dienen. Über die wahren eigenen Gründen ist er sich oft nicht im Klaren und er läßt die anderen darüber im Unklaren oder täuscht sie sogar.
Als ihm Farraday seinen Ford für eine Reise überlassen will, schiebt Stevens einen beruflichen Grund vor, um anzunehmen (S. 22). Nett ist, dass er dabei den Leser mit ins Boot nimmt: "you will perhaps understand that there was a natural tendency on my part [...] to hint that there was a good professional motive behind my request" (S. 22).
"Ishiguro often uses this technique of narrators falsifying history and inventing parallel stories to save themselves from shame or as a way of implying criticism" (S. 165)
"There is an exiled or alienated narrator recalling his or her past in a manner which conceals part of the truth and which the reader suspects is a way to make shame or guilt acceptable. While Ishiguro plants clues the story is incomplete, fragmentary, and the ending unresolved, although the telling proves consolation to the narrator" (S. 167)
Bruce King: The Internationalization of English Literature. The Oxford English Literary History. Vol. 13. 1948 – 2000. Oxford: Oxford UP, 2005
Stil
Der unzuverlässige Erzähler dient als Technik der "suggestiven Reduktion" (dazu gleich mehr), um Lücken zu erzeugen. Kazuo Ishiguro in einem Interview:
"I was very interested in the technique in using gaps and spaces in fiction to create very powerful vacuums." ... "The reason I'm interested in these gaps, these kinda black holes of information is because I'm interested in the way people can't face certain things, when people result to self-deception and tell themselves stories that aren't quite complete about what happened in their past."
Discrepancy of Awareness
Indem der Leser die Unzuverlässigkeit des Erzählers durchschaut und durch die Technik der "suggestive Reduktion" ergibt sich eine reizvolle Schere zwischen der Wahrnehmung durch den Erzähler Stevens und dem Leser, eine »discrepancy of awareness«. Diesen Effekt kennt man hauptsächlich vom Theater: der Zuschauer sieht mehr als die handelnden Personen. Stevens würde sich selbst kaum eine starke Servilität oder Ignoranz zuschreiben.
Wer sich selbst belügt, versucht in seinem Bericht etwas zu verbergen, enthüllt aber damit gleichzeitig für den aufmerksamen Leser. Während sich Stevens seine Mitschuld nicht eingesteht, tritt sie für den Leser hervor. Dazu ist aufschlußreich: Amit Marcus: "Kazuo Ishiguro's The Remains of the Day. The Discourse of Self-Deception", siehe kazuo Sekundärliteratur.
Ishiguro hält während des gesamten Roman das geschraubte, devote Butler-Englisch durch. Das führt zu mancher Schmunzelsituation, wie unter kazuo Humor angedeutet.
Die moderne Kurzgeschichte zeichnet sich oft durch "suggestive Reduktion" (Leonie Marx: Die deutsche Kurzgeschichte) aus. Moderne Autoren wenden diesen Stil auch in (kurzen) Romanen an. Neben Kazua Ishiguro im vorliegenden Fall denke ich besonders an Paula Fox (kazuo Desperate Characters), bei Kurzgeschichten an Alice Munro (kazuo Hateship, Friendship, Courtship, Loveship, Marriagekazuo Runaway). Diese Technik arbeitet mit Verdichtung durch Aussparungen, Andeutungen, Metaphern und Symbole. Sie ähnelt damit dem Eisbergprinzip Ernest Hemingways oder dem Minimalismus von Raymond Carver.
Durch die Auslassung wird der Leser gefordert oder zumindest werden ihm die Freiräume eröffnet um seine geistige Mitarbeit anzustacheln. Typisch dafür sind die nachfolgenden beiden ishiguro Interpretationsmöglichkeiten.
Offenes Ende
Wie Kurzgeschichten der oben geschilderten Art hat auch The Remains of the Day ein offenes Ende. Zwar hat Stevens auf seiner 6-Tagesreise einiges gelernt und er nimmt sich einiges für seine Zukunft – für den Rest seines Tages – vor. Stevens sieht kurz klar: "I can't even say I made my own mistakes. Really – one has to ask oneself – what dignity is there in that?" Sein Gesprächspartner rät ihm den Rest des Tades zu nutzen. Doch Stevens scheint in die alten Bahnen zu fallen und stellt alles wieder in den Dienst seiner Professionalität und Unterordnung: "I will begin practising with renewed effort. I should hope then, that by the time of my employer's return, I shall be in a position to pleasantly surprise him" (S. 350).
Zwei Interpretationsmöglichkeiten
Man kann The Remains of the Day durchaus auf einer personalen Ebene lesen.
Viele interpretieren es aber auch global als Metapher für den Zusammenbruch des British Empire. Der Zweite Weltkrieg steht zwischen den beiden Zeitebenen mit ihm ein entscheidender Wandel. Anschliessend fiel das britische Commonwealth in lose Stücke. Den Endpunkt setzte die Suezkrise im Jahr 1956, die zweite Zeitebene.
Man kann The Remains of the Day auch noch enger, aber global, als postkoloniale Allegorie (ishiguro Postkoloniale Literatur) lesen. Vergleiche: Chu-chueh Cheng: "Anachronistic Periodization: Victorian Literature in the Postcolonial Era Or Postcolonial Literature in the Victorian Era?", siehe ishiguro Sekundärliteratur.
Stevens und die Dienerschaft stehen für die abhängigen Länder im British Empire. Durch Anpassung (Thema!) fuhren manche Empire-Länder oder zumindest eine Schicht dort ganz gut. Europäische Wertvorstellungen wurden übernommen. Gerade dafür ist Japan das Paradebeispiel. Doch dann wird Darlington Hall an Mr Farraday verkauft. Die Abhängigen erkennen, dass sie mit ihrer Anpassung einen hohen Preis bezahlt haben. Es ist aber nicht leicht, diese Erkenntnis umzusetzen: Die Weltherrschaft wird von den USA übernommen.  
Fazit
Zeitlose Geschichte von unten durch die Aufzeichnung eines englischen Butlers
The Remains of the Day kann auf verschiedenste Arten gelesen werden: Charakterstudien bis zum Zerfall des British Empire. Das und ein makelloser Stil ergeben einen großartigen Roman.
Preise
1989 Booker Prize - IshiguroThe Man Booker Prize for Fiction
1989 Irish Times International Fiction Prize (shortlist) - IshiguroIrish Times Literature Prizes
Vergleichsliteratur
Alan Duff: Once Were Warriors
ishiguro Jerzy Kosinski: Being There
mann Heinrich Mann: Der Untertan
Graham Swift: Waterland
tolstoj Leo Tolstoi: Der Tod des Iwan Iljitsch
GB im Zweiten Weltkrieg: kazuo William Boyd: Restlesskazuo Andrea Levy: Small Island
Literatur von / über ethnische Minderheiten in Großbritannien
Adichie, Chimamanda Ngozi: Purple Hibiscus (2003) – Ishiguro Rezension
––– Half of a Yellow Sun (2006)
Dabydeen, David: The Intended
Desai, Kiran: The Inheritance of Loss (2006)
Kureishi, Hanif: The Buddha of Suburbia (1990)
––– The Body
Andrea Levy: Small Island (2003) – Ishiguro Rezension
Naipaul, V.S.: A House for Mr Biswas (1961)
––– A Bend in the River (1979)
––– A Way in the World (1994)
Rushdie, Salman: Midnight's Children (1981)
––– The Satanic Verses (1988)
Smith, Zadie: White Teeth (1999)
––– The Autograph Man (2002)
–––  On Beauty (2005) – Ishiguro Rezension
Links
Ishigurodie-leselust.de
Ishiguro Kazuo Ishiguro
IshiguroKazuo Ishiguro: Literary Relations Overview
IshiguroKazuo Ishiguro: Oregon State University
IshiguroPascal Zinck: "Bibliographie: The Remains of the Day de Kazuo Ishiguro" (pdf)
kazuoScott Esposito: „Friday Column: Kazuo Ishiguro“
IshiguroJames Procter: "Critical Perspective", 2002
IshiguroAppeasement-Politik
IshiguroEthnic Minorities in Britain - Ethnische Minderheiten in Großbritannien
IshiguroLord Londonderry (Charles Vane-Tempest-Stewart, 7th Marquess of Londonderry)
IshiguroUnreliable narratorIshiguroErzählperspektiveIshiguroDie Perspektive in Kurzgeschichten
Versailler Vertrag: IshiguroDeutsches Historische MuseumIshiguroWikipedia
IshiguroDieter Wunderlich: Kazuo Ishiguro: Was vom Tage übrig blieb, 2005
Was vom Tage übrig blieb [The Remains of the Day]: Spielfilm
IshiguroIMDB
IshiguroWikipedia
Postkoloniale Literatur
IshiguroPostcolonial and Postimperial Literature: An Overview
IshiguroPostcolonial literature: Wikipedia, the free encyclopedia
IshiguroA selective bibliography of open access articles on Postcolonial Literature
Literatur
ishiguro Sekundärliteratur: Essays, Aufsätze
ishiguro Interpretationen und ergänzende Literatur
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Kazuo ishiguro  IshiguroKazuo Ishiguro: The Remains of the Day. Vintage, 1990. Taschenbuch, 245 Seiten kazuo
Kazuo Ishiguro: The Remains of the Day. London: Faber & Faber, 1993. Taschenbuch: 258 Seiten Ishiguro
Kazuo IshiguroIshiguroKazuo Ishiguro. Was vom Tage übrigblieb. Reinbek: Rowohlt, 1992. Taschenbuch, 285 Seiten kazuo
Kazuo Ishiguro. Was vom Tage übrigblieb. Btb, 2005. Taschenbuch, 287 Seiten. Hermann Stiehl, Übs. Ishiguro
kazuoIshiguro Kazuo Ishiguro: The Remains of the Day - Was vom Tage übrigblieb. Ditzingen: Reclam, 2005. Broschiert: 372 Seiten

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