| George
Orwell: Animal Farm [Die Farm der Tiere]. London: Penguin, 1989. 94 Seiten – |
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Mr. Jones
betreibt die Manor Farm irgendwo in England. Der alte Eber Major macht
seinen Gefährten in einer langen Rede klar, dass sie ein schweres,
arbeitsreiches und kurzes Leben führen und vor allem unfrei sind. Das
müßte nicht so sein, doch das Problem sei der Mensch. Er teilt gleich
die Lösung mit:
George Orwell beschreibt in einer Fabel (der ursprüngliche Untertitel war: "A Fairy Tale"; eher ist es eine Satire) das Scheitern der heilsversprechenden utopischen Theorien an einem praktischen Beispiel. Er hatte dabei die historischen Abläufe in Rußland - UdSSR im Auge. In der Sekundärliteratur werden einzelnen Tiere reale Personen aus dem Stalinistischen System zugeordnet. Die Aktualität zeigt sich in der Metapher der Schiefen Ebene, die dem Geschehen zugrunde liegt. Fast unmerklich schlittert die an sich gute Idee in ein totalitäres Regime. Orwell zeigt die verschiedenen Methoden, wie Einschränkungen der Meinungsfreiheit, Uminterpretation der Ideale, Fixierung auf einzelne Personen, Einlullung der übrigen Tiere durch Schlagworte, Alkohol, scheinbar humane Taten und Intrigen. Mit dem Auftreten der Gewalt ist der Punkt zur Abwehr oder Stopp längst überschritten. Der erste Schatten tritt schon früh mit dem Verschwinden der Milch auf (Ende Kap. 2, S. 16). es stellt sich heraus, dass diese bevorzugt die Schweine erhalten. In Animal Farm exerziert der Autor viele Mechanismen (Geheimpolizei, Mitstreiter ausräumen bis zur Massenpsychose) despotischer Regierungen und Diktaturen durch. Offensichtlich wurde es noch von zu wenigen Leuten gelesen oder beherzigt. Man findet täglich Befürworter der Beschneidung persönlicher Freiheiten, ganz ähnlich begründet wie in Animal Farm. |
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| Animal Farm sollte jeder mal lesen. Es ist ein Fanal gegen jede gewaltsame Revolution und gegen Heilstheorien. | ||
| Vergleichsliteratur | ||
| Als Gegengift
empfehle ich: |
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| Links | ||
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| Literatur | ||
| Eldarbary, Samir (1992): "Language as Theme in »Animal Farm«". The International Fiction Review 19:1, S. 31-38. Jerôme von Gebsattel: "Animal Farm". Kindlers Literatur Lexikon S. 1045 Hiltrud Gnüg: Utopie und utopischer Roman, siehe |
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| George
Orwell: Animal Farm. Petersen, 2003. Broschiert, 95
Seiten |
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| George
Orwell: Animal Farm. Interpretationshilfen.
Longman, 2002. Broschiert, 104 Seiten. Lernmaterialien. Wanda
Opalinska, Hg. |
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| George
Orwell: Farm der Tiere. Ein Märchen. Zürich:
Diogenes, 2002. Broschiert, 144 Seiten. Michael Walter, Hg. |
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| George
Orwell: Animal Farm - Farm der Tiere. Inhalt - Hintergrund -
Interpretationen. Mit Info-Klappe. München: Mentor, 2006.
Rüdiger Hermes, Hg. Broschiert, 64 Seiten |
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| Karl R.
Popper: Die offene Gesellschaft und ihre Feinde II /
Studienausgabe. Falsche Propheten Hegel, Marx und die Folgen.
Hubert Kiesewetter, Hg. Tübingen: Mohr Siebeck, 2003. Broschiert, 575
Seiten |
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