| Aravind
Adiga: The White Tiger [Der weiße Tiger, Ingo Herzke, Übs.] London: Atlantic, 2008. Taschenbuch, 321 Seiten – |
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| In sieben Nächten erzählt der Emporkömmling von der Schattenseite ("Darkness") Indiens seine Erfolgsstory. Pikaterweise bekam er vom Dorfschullehrer den Spitznamen Weißer Tiger, ein seltenes Tier. Ob Balram Halwai alias Weißer Tiger auch so selten ist ?! | |
| Sieben
lange Emails schreibt also der Weiße Tiger an
den Premier Chinas, der Indien besuchen will. Er will ihm zeigen, was
in der Supermacht Indien möglich ist und wo China unbedingt noch
aufholen muss. Keinesfalls in Bezug auf Menschenrechte. Da geht es in
Indien zwar auf dem papier korrekt zu, aber der Weiße Tiger schildert
die wahre (?) Geschichte hinter dem Erfolg Indiens am Beispiel seines
Erfolgs. Die Genesis eines Start-Up-Unternehmers in sieben Nächten. Vom kleinen indischen Dorf geht Balram in die Grossstadt, erschwindelt sich einen Chaffeurposten und passt genau auf, wie es die Schwerreichen treiben: Günstlingswirtschaft, Bestechung, |
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| Das kann er auch, wenn es im Roman auch lange dauert.
Man weiß eine Zeitlang nicht, wohin der Weg Balrams geht: lupenreiner
Aufstieg? Techtelmechtel mit einer Lady? Erwählt schließlich einen
schnurgeraden Erfolgsweg. |
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| Den Butlern in Remains of the Day entsprechen hier die Chaffeure, die ihre eigene Welt bauen. Sie wissen genau: wenn sie ihre Chance kriegen und nutzen, dann wird die Gesellschaft auf den Kopf gestellt, doch keineswegs nach der UN-Menschenrechts-Charta. Nein: "That fellow has balls", sagt einer der Fahrer. "If all of us were like that, we'd rule India, and they would be polishing our boots" (S. 148-49) | |
| "I was looking for the key for years. But the door was always open." Versenzeilen (S. 253, S. 267) erinnern an Franz Kafka: "Vor dem Gesetz", 1915,
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| • Aravind
Adiga ist nach Kiran
Desai, Arundhati
Roy und Salman Rushdie der vierte indische Preisträger des
Booker-Preises. Er gewann den Man Booker Prize 2008. Damit war er auch
der 4. Autor, der mit seinem Debütroman gewann. Die anderen: DBC Pierre: Vernon God Little – • Galaxy British Book Award, Kategorie Author of the Year 2009 |
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| Der Email-Rahmen und der chinesische Premier verwirren zunächst. Sobald ich kapiert hatte, dass es um die Schattenseite Indiens und einen Karriereroman vom Slum zum feinen Unternehmer in Bangalore, Indien, geht, kam der verwirrende, beeindruckende und amüsante Roman mächtig in Fahrt. Lesenswert |
| Vergleichsliteratur |
| Monica Ali: Brick Lane [Brick Lane] |
| Kiran Desai: Erbin des verlorenen Landes [The Inheritance of Loss] |
| Jhumpa Lahiri: Der Namensvetter [The Namesake] |
| Links |
| Rezensionen | |
| Ileana Beckmann: "Unkonventionelle satirische Lebensbeichte eines aus armen Verhältnissen durch Mord aufgestiegenen indischen Unternehmers", Medienprofile | |
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| Literatur |
| Alex Rühle: "Die Körper der Armen und der Reichen", SZ 23.10.2008, S. 14 |
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| Aravind
Adiga: The White Tiger. Free Press,
2008. Taschenbuch,
304 Seiten |
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| Mira
Kamdar: Planet
India. Pocket Books The Turbulent Rise of the Largest Democracy and the Future of Our World. Scribner, 2008. Taschenbuch, 352 Seiten |
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