Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Döring
Tobias Döring: Postcolonial Literatures in English
Stuttgart: Klett, 2008. Broschiert, 200 Seiten – Tobias LinksTobias Literatur
Postkoloniale Literatur trifft der Leser oft, ich habe schon einiges davon gelesen, da war es Zeit, sich den nötigen Hintergrund anzueignen. Empfohlen wurde mir Tobias Döring: Postcolonial Literatures in English
Der Autor Tobias Döring, Professor für Englische Literaturwissenschaft an der LMU München gliedert das Werk (in englisch) wie folgt:
1 Approaches
2 Explorations
3 Exemplifications
4 Differentiations
Appendix
Das sagt noch wenig, deshalb ...
1 Approaches
Nicht ganz so beliebig wie "postmodern", erfordert "postcolonial" doch eine nähere Bestimmung. Döring gibt dafür drei Möglichkeiten:
  1. „Postcolonial Studies are centrally concerned with texts arising in some way from the social consequences or historical effects of colonialism, ...“ (S. 6)
  2. „in English, or some variety of English, but where a distictly non-English cultural influence is at the same time at work in the text. In this sense, the filed comprises the literature of large Parts of Africa, some parts of Asia, the Indian subcontinent, the New World of the Caribbean, just as of Australia, New Zealand, Canada and other countries formerly part of the British Empire.“ (S. 6)
  3. funkionale Bestimmung postkolonialer Literatur: „Postcolonial literatures [...] work to reverse common views, reposition our focus and perspctive, revise established notions and redraw functional divisions between outsiders and insiders.“ (S. 10)
    Es versteht sich, dass die dritte, die funktionale Beschreibung keine hinreichende ist, sondern Elemente der beiden ersten Bestimmungen vorhanden sein müssen.
Im zweiten Kapitel dieses Abschnitts diskutiert der Autor die Schlüsselbegriffe: "postcolonial", "power", "resistance", "translation", "diaspora" und "hybridity".
2 Explorations
Im zweiten Abschnitt werden Gemeinsamkeiten der Postkolonialen Literatur untersucht. Das sind die historischen, kulturellen und ethnografischen Hintergründe, fünf einflussreiche Theortiker und die wichtigsten literarischen Formen für die Postkoloniale Literatur.
3 Exemplifications
Als Beispiele, die der Autor näher behandelt, wählte er aus: die irische, afrikanische, indische, australische Literatur und die aus der Karibik und die Literatur schwarzer Briten.  Jede dieser Literaturen wird durch wichtige tabellarische Daten in den zugehörigen geschichtlichen Rahmen gestellt; eine weitere Tabelle listet die jeweils wichtigen Autoren und ihre Werke.
Das ist alles sehr hilfreich. Da sich der Autor hier jedoch nur beispielhafte Regionen herausgegriffen hat, hätte ich mir, zumindest für die wichtigsten nicht behandelten Regionen ebensolche Tabellen gewünscht.
4 Differentiations
Im vierten Abschnitt behandelt Döring einige wenige Themen, die sich zuvor nicht gut unterbringen ließen.
Appendix
Recommended Reading – Works Cited – Index
Der Text wendet sich vornehmlich an Studierende. In der Randleiste werden wichtige Begriffe herausgehoben; nahezu jedes Kapitel hat am Ende eine hilfreiche Zusammenfassung der Kernthesen.
Ein paar Mal arbeitete das Programm für die Editierung nicht korrekt. Die Seitenüberschrift eilt dem Text voraus. So befindet man sich beispielsweise auf S. 133 noch mitten in der indischen Literatur, während die Seitenüberschrift schon "Focus on Australian Literature" vorankündet.
Die mir gegebene Empfehlung kann ich weitergeben. Der Text ist gut verständlich, erfordert aber einen aufmerksamen Leser. Man wird damit nicht nur – wie auf dem Umschlag angekündigt – die Examensvorbereitung optimieren (Studierende), sondern auch für die private Lektüre viel profitieren (Amateure).
Links
DöringPostcolonial literature
DöringProf. Dr. Tobias Döring, Englische Literaturwissenschaft - LMU München
Döring Chris Abani: GraceLand [Graceland]
Döring Chimamanda Ngozi Adichie: Purple Hibiscus [Blauer Hibiskus]
Döring Aravind Adiga: The White Tiger [Der weiße Tiger]
Döring Chinua Achebe: Things Fall Apart [Okonkwo oder das Alte stürzt]
Döring Nuruddin Farah: Sardines [Tochter Frau]
Zahlreiche weitere einschlägige Rezensionen kann man entweder alphabetisch auffinden
Döring Rezensionen oder ebendort links oben im Suchfeld suchen.
Döring Afrika in der Literatur
Literatur
Bei Amazon nachschauen  
Döring DöringTobias Döring: Postcolonial Literatures in English. Stuttgart: Klett, 2008. Broschiert, 200 Seiten
Döring Anfang

Döring
Email zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 25.1.2012