| Ernest Hemingway: The
Complete Short Stories of Ernest Hemingway Scribner Book Company, 1998. Taschenbuch, 672 Seiten – |
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| "Hills Like White Elephants", S. 211-214 | ||
| Als eine meiner ersten Shost Stories von Hemingway war ich nach der Lektüre zunächst erstaunt: netter Text, ja, aber was soll er? Hemingway arbeitet mit knappsten Mitteln. Er überläßt viel dem Leser, aber Ich meine nicht, daß dadurch der Leser freie Hand in der Interpretation hat; nein, Hemingway zwingt ihn "nur" zum genauen Lesen. | ||
| Inhalt Der Amerikaner und das Mädchen Jig irgendwo am Ebro, im Cafe eines kleinen Bahnhof. Sie reden über Belangloses. Der Amerikaner flechtet ein, daß die Operation (die mit dem Mädchen geplant ist) einfach sei. Es herrscht eine lakonische, lethargische Stimmung: "That's the way with everything"; "That's all we do, isn't it—look at things and try new drinks?" Fast unmerklich schleicht sich des öfteren Dissens ein: "Just because ... doesn't prove anything"; "Oh, cut it out." Schließlich kommt der Zug und das Mädchen versichert zweimal "I feel fine." |
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| Stil Die zoomartige Einführung in die Szene: hills, Ebro —> statio, rails —> shadow, curtain —> American, girlist ein bekanntes, unauffällig wirksames Stilmittel. Der Autor arbeitet mit Kontrast: weiße Hügel, braunes Land. Man spürt die Hitze, der gottverlassene Bahnhof (typisch: Bambusvorhang), wo normalerweise nichts passiert. Allerdings nicht in den 40 Minuten der Erzählung. Sie schildert eine psychologisch aufgeladene Warteszene. Ein wichtiges Stilmittel ist die Wiederholung. "That's the only thing that bothers us. It's the only thing that's made us unhappy". Wiederholungen von "If you don't want to ..." sieben Mal und "It's perfectly simple" seche Mal. Gerade durch die Wiederholungen erfährt der Leser hinter den Worten, daß vieles nicht stimmt, daß Lügen und Selbstlügen ausgetauscht und bekundet werden. Ein typisches Hemingway-Stilmittel ist, daß er fast nichts beschreibt. Er ist der Meister der Auslassung und deshalb nur für den versierten Hemingway Adepten oder dem Wiederholungsleser so richtig zugänglich. Der Erzähler ist zugunsten des Dialogs völlig zurück genommen. Der leser muß alles den Worten und symbolischen Andeutungen entnehmen. Das geht nur mit präziser Wortwahl und versteckten Bedeutungen. Beispiel:
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Struktur
und Deutung "Hills Like White Elephants" besteht (wie viel shot stories von Hemingway) wesentlich aus Dialog, unterbrochen von Beschreibung der Umgebung, den Hügeln wie weiße Elefanten. Weiße Elefanten sind Albinos; von ihnen ist es nicht weit über Phantomgebilde zur Belügung. Mit "white elephants" wird auch ein unerwünschtes Geschenk verbunden (
Hemingway gibt zusätzlich zahlreiche Hinweise auf Leben und Fruchtbarkeit: der Leben spendende Fluß Ebro inmitten einer unwirtlichen Umgebung; Anís del Toro, der Stier, das Begattungstier. Für den Gelegenheitsleser übertreibt Hemingway das Mittel der Auslassung. Der Leser muß zuviel ableiten, aus "It's just to let the air in" und dem übrigen Dialog, beispielsweise, daß es sich um eine Abtreibung handelt. Beim ersten Lesen tippte ich auf eine Agentin im geführten Ersteinsatz von Gewaltmitteln. Ich dachte, sie solle was hochgehenlassen, "just to let the air in". Die Story endet aporetisch.
"Hills Like White Elephants" ist eine geniale Kurzgeschichte, die sich mir erst nach mehrfachem Lesen und mit Hilfe der Sekundärliteratur erschloß. |
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| Stoibers
Unkenntnis Edmund Stoiber, CSU, zeigte im April 2002, daß er es versäumt hatte, "Hills Like White Elephants" zu lesen. Bei seinem Besuch bei George W. Bush wollte er besonders clever sein und übergab im Weißen Haus einen weißen Porzellan-Elefant als Gastgeschenk. Wie man weiter oben lesen kann ( Siehe |
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| Literatur | |
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| Ernest
Hemingway: The Complete Short Stories of Ernest Hemingway Scribner Book Company, 1998. Taschenbuch, 672 Seiten |
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