| Grace
Paley: Collected Stories New York: Farrar, Straus and Giroux, 1995. Taschenbuch, 386 Seiten – |
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| Grace Paley (11. Dezember 1922, New York City als Grace
Goodside – 22. August 2007 in Thetford Hill, Vermont),
US-amerikanische Schriftstellerin und politische Aktivistin
(Frauenbewegung, Anti-Kriegsaktionen). 1993 The Rea Award for the Short Story 2005 Sarah Josepha Hale Award |
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| Inhalt | |||
| In
dieser Anthologie sind die Stories aus
Paleys Kurzgeschichtensammlungen • The Little Disturbances of Man (1959), • Enormous Changes at the Last Minute (1974) und • Later the Same Day (1985). zusammengefasst. |
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Two Ears, Three Lucks (Vorwort von Grace Paley) Goodbye and Good Luck A Woman, Young and Old The Pale Pink Roast The Loudest Voice The Contest An Interest in Life An Irrevocable Diameter Two Short Sad Stories from a Long and Happy Life 1 The Used-Boy Raisers 2 A Subject of Childhood In Time, Which Made a Monkey of Us All The Floating Truth Wants Debts Distance Faith in the Afternoon Gloomy Tune Living Come On, Ye Sons of Art Faith in a Tree Samuel The Burdened Man Enormous Changes at the Last Minute Politics Northeast Playground The Little Girl A Conversation with My Father The Immigrant Story The Long-Distance Runner Love Dreamer in a Dead Language In the Garden Somewhere Else Lavinia: An Old Story Friends At That Time, or The History of a Joke Anxiety In This Country, but in Another Language, My Aunt Refuses to Marry the Men Everyone Wants Her To Mother Ruthy and Edie A Man Told Me the Story of His Life The Story Hearer This Is a Story about My Friend George, the Toy Inventor Zagrowsky Tells The Expensive Moment Listening |
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| The Loudest Voice (S. 242-258) | |||
| Shirley Abramowitz, Tochter eines jüdischen Paars im
New York der 30-er Jahre des 20. Jhdts. wird
wegen ihrer lauten Stimme für ein christliches Weihnachtsspiel
eingeteilt. Begeistert macht sie mit. Nicht so begeistert ist
allerdings ihre Mutter: wie kann man als Jüdin bei so einem Spiel
mitmachen? Der Vater sieht es pragmatischer (und hat sich damit schon
in New York integriert): „You’re in America. In Palestine the Arabs would be eating you alive. Europe you had pogroms. Argentina is full of Indians. Here you got Christmas.“ (S. 36) Mutter läßt sich nicht beschwichtigen. Vor Tyrannen geflohen, muss ihre Tochter eine Menge Lügen schlucken. Das Weihnachtsspiel umfasst anscheinend das ganze Leben Jesus, denn es mit „My God, my God, why hast thou forsaken me?“ und den Schlussworten (im Spiel) der Erzählerin Shirley: „The rest is silence, but as everyone in this room, in this city––in this world––now knows, I shall have life eternal.“ (S. 40) Dem Mädchen liegen die Querelen um Juden im christlichen Spiel fern, sie schließt am Ende der Short Story die einsamen Christen in ihr Gebet ein. Eine lesenswerte Kurzgeschichte um Integration und religiöse Toleranz. |
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| A Conversation with My Father (S. 232-237) | |||
| Beim ersten Mal Lesen erkannte ich die Qualität dieser
Story kaum. Paley hat viel Dialoge in ihren Geschichten, in dieser wird hier gleich im Titel daran erinnert. Ihr Vater ist alt und – man kann vermuten – schon halb auf der Bahre. Er verlangt von seiner Tochter eine Kurzgeschichte wie von Tschechow. "Ja, warum nicht?", kontert die Tochter und unterläuft die konventionellen Vorstellungen ihres Vaters, der seinen Tadel so ausdrückt: “I object not to facts but to people sitting in trees talking senselessly, voices from who knows where.” Paley nimmt das alles zum Anlass ihre Vorstellung einer Kurzgeschichte mit offenem Ende, wenn man will, auch mit Silberstreifen, vorzutragen. “Tragedy! Plain tragedy! Historical tragedy! No hope. The end.” |
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| The Long Distance Runner (S. 242-258) | |||
| "The Long-Distance Runner" erschien zuerst als letzte
Story von Enormous
Changes at the Last Minute, 1974. Die +/– 42-jährige Faith (
Themen der Story • Wohnungspolitik in (Gross)Stadtvierteln; kann direkt mit deutschen Verhältnissen (Alter, Ausländer) verglichen werden • Vorurteile und Schranken zwischen Weiß und Schwarz • unterschiedliche Frauen- und Mutterrolle Hervorragende Story! |
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| Vergleiche Hörspiel Günter Eich: "Die Andere und ich", 1952, Zeitsprünge |
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| Mother | |||
| Eine Tochter vermisst ihre Mutter, die vor einiger Zeit
– wir wissen es nicht genau – gestorben ist. Man vermisst
liebe Personen oft erst dann, wenn sie nicht mehr leben. Die Tochter
erinnert sich an einige typische Szenen: • die Mutter sorgt sich um die Tochter, vor allem wenn sie (offensichtlich weiß sie da schon, dass sie bald sterben wird) nicht mehr da sein wird. • einige schnelle Blitzlichter auf Mutter • Vater und Mutter, kurz nachdem sie in die USA eingewandert sind. • Vater und Mutter, später, als der Vater schon ein sehr beschäftigter Arzt ist und zum Reden mit Mutter keine Lust mehr hat: er muss zuviel tagsüber mit den Patienten reden. Kurz daruaf stirbt die Mutter. Auch der Vater hat zu Lebzeiten etwas versäumt. Auf einer guten Seite kann man keine bessere Kurzgeschichte schreiben. |
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| Anmerkungen | |||
| Paley nannte ihre häufig auftretende
alter-ego-Figur
Faith Darwin. "Faith" ist nahe an "Grace" und Charles
Darwin ein
Kontrahent seines Vorläufers William
Paley ( |
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| Links | |||
| Literatur |
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| Grace
Paley: Collected Stories.
New York: Farrar, Straus & Giroux, 1999. Taschenbuch, 413
Seiten
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| Grace
Paley: Enormous Changes
at the Last Minute: Stories. New
York: Farrar, Straus & Giroux, 2009. Taschenbuch, 200 Seiten
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| Grace
Paley, Robert Nichols: Here and Somewhere Else: Stories and
Poems. Feminist, 2007. Marianne Hirsch, Einleitung.
Taschenbuch, 128 Seiten |
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| Kristina
Maul: Society and
Communication in Jewish American Short Stories: Isaac Bashevis Singer,
Bernard Malamud, Grace Paley, Philip Roth . VDM 2009.
Taschenbuch, 100 Seiten |
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