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Malte Roeper
Malte Roeper: Auf Abwegen
München: Rother, 1995. 175 Seiten
Einer namens Malte schreibt ein Bergbuch. Kann das gut gehen? Der muß doch auf Abwege geraten! Malte Roeper legte 1995 dieses schmale Büchlein vor und trumpfte auf wie ein Steinschlag. Seit Reinhard Karl hatte ich kein so gelungenes Bergabenteuerbuch mehr gelesen. Auch beim Wiederlesen hat es nichts von seiner Faszination eingebußt.
Roeper erzählt von seinen ersten Klettererfahrungen im Norden Deutschlands, von Bergabenteuern in der Schweiz und Südamerika. Er hat einen luftigen Stil, der Lockerheit mit dem Ernst vorm Berg verbindet. Ja, das geht! Nicht überzeugt? Ein Beispiel:
"Um uns herum die bunten Skianzüge und die erstaunten Blick, hier im Gebirge Bergsteiger zu sehen, mal bewundernd, mal bemitleidend. Zwei Handwerker im Tollhaus von Disneyland; das Gebirge: ein Vergnügungspark, auf der Piste ein Gejohle wie auf einem Kindergeburtstag. Und der Graustock steht da hinten wie eine finster Kulisse aus den Requisiten des Fremdenverkehrsverbands." S. 131-132
Übrigens, das Mittel gegen erstaunt bemitleidende Blicke besonders nach einer Tour: selbst umschauen und über den leicht gewordenen Rucksack zurückgaffen. Wir probierten es erstmals aus, als wir nach einer mehrtägigen Karwendeltour in Pertisau einliefen.
Die Geschichten Roepers sind abwechslungsreich und selbst bei schwierigsten Touren verfällt er nicht in Beschreibungen jeder Felsspalte oder jeden Klimmzugs. Daher ist Auf Abwegen durchaus auch Nicht-Bergfexen zu empfehlen. Für Bergfreunde ist es eh wundersame Pflicht.
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Malte Roeper Malte Roeper Malte Roeper: Auf Abwegen. München: Bergverlag Rother, 2003. Gebunden, 175 Seiten

Malte Roeper
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 13.2.2004