| Jens
Freyler, Hg.: Autoren
ohne Grenzen. Backpacker-Geschichten Hamburg: traveldiary.de, 2006. 122 Seiten – |
| Eine Anthologie von Rucksackreisenden spricht drei
Gruppen an; diejenigen, • die mit den Geschichten sich an eigene Reisen ähnlicher Art erinnern, • die in eines der beschriebenen Länder reisen wollen, • die es als Ersatz für eigene Reisen lesen oder gar als Trost dafür, dass sie bequemere Reiseweisen bevorzugen. Diese Gruppen werden mit dem Sammelband Autoren ohne Grenzen. Backpacker-Geschichten gut bedient. NeunAutoren erzählen elf Geschichten von ihren Erlebnissen in den fünf Erdteilen. Fast alle Geschichten gefielen mir, manche sogar ausgezeichnet. Was ich bei solchen Geschichten nicht mag ist eine Aneinanderreihung nach Art eines Reiseführers. Am besten gefallen mir solche, die Information bieten und originelle Erlebnisse oder Beobachtungen beschreiben. Fast alle waren von der zweiten Art. OK, ich will es nicht zu spannend machen, hier sind meine Lieblingsstories: • Burkhard Rothe: Der stille Engländer – Argentinien • Andrea Winkmann: Mit den Husky heulen – Finnland • Wolfgang Glebe: Sunday night fever in Connemara • Andrea Winkmann: Die Geschichte mit dem Wolf – Kanada • Hans Kronberger: Das Land liegt vor mir – Spanien • Stefanie Terno: Happy Tours – Thailand Jetzt erst merke ich, dass darunter zweimal dieselbe Autorin auftaucht (sie scheint meinen Geschmack getroffen zu haben). Bei der weiteren Prüfung der Autoren ergibt sich, dass mir auch Wolfgang Glebes zweite Story vom Sinai gut gefallen hat (aber nicht ganz so gut wie die genannten sechs). Was soll's; die Meinungen werden dazu eh auseinandergehen, je nachdem wo jemand schon war oder noch hin will, welche Reiseart sie/er bevorzugt, ... |
| Wer schon jemals mit dem Rucksack auf eigene Faust in fremden Ländern unterwegs war oder solches plant, wird den Sammelband mit Vergnügen und Gewinn lesen. |
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