| Chimamanda Ngozi Adichie: Purple
Hibiscus [Blauer Hibiskus] London: Harper Perennial, 2005. Broschiert, 307 + 17 Seiten – | ||
Am
Palmsonntag probt Jaja, der ältere Bruder der
fünfzehnjährigen Ich-Erzählerin Kambili, den
Familienaufstand: er geht nicht zur Kommunion und antwortet seinem
Vater, der ihn zur Rede stellt, aufsässig. "Things started to
fall apart", so beginnt der Roman mit deutlichem Bezug auf Chinua Achebe: Things Fall Apart
(
Vor dem Hintergrund des korrupten Nigerias beschreibt Chimamanda Ngozi Adichie die Gesellschaft im Umbruch innerhalb und außerhalb des Familienverbands. Zwischen den Zeilen rechnet die junge Autorin (*1977, Abba, Nigeria) mit der Verwestlichung des Landes und ihrer Einwohner ab. Der Vater lehnt ja die heimische Sprache und die traditionelle Religion ab. Adichie zeigt, dass beides keinesfalls schlechter als der Ersatz dafür ist. | ||
| Symbolisch nimmt Jaja von Tante Ifeoma blauen Hibiskus (im Original ist er "purple") mit und pflanzt ihn zuhause ein. Adichie bringt ihre Themen, dazu auch Kindsein, erste Liebe und Umbruch zum Erwachsensein, behutsam in das Geschehen ein. Nichts wirkt überladen oder herbeigeholt. Sie pflegt eine einfache Sprache. Zu Beginn jedes Abschnitts wird eine Traumsequenz geschildert. Diese Regelmässigkeit wirkt aufgesetzt; hier merkt man den Abschluß der Autorin in Creative Writing. Das ändert keine Deut an diesem großartigen Roman. | ||
| Die Würdigungen für Adichies
ersten Roman sind gerechtfertigt: Shortlist des Orange Prize 2004 ( The Commonwealth Writers' Prize: First Best Book ( |
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| Chimamanda Ngozi Adichie: Purple
Hibiscus. London: Harper Perennial, 2005. Broschiert, 307 +
17 Seiten | ||
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