| Salinger, Jerome David: For Esmé -
with Love and Squalor London: Penguin 1994. 149 Seiten |
| Sieben der neun
Stories in diesem Buch erschienen zwischen 1948 und 1953 in "The
New Yorker". Entsprechend sind es subtile Stories, deren Sinn
sich mir nicht immer erschloß. Salingers Ruhm gründet sich vor allem
auf sein The Catcher in the
Rye (1951), das zum Kultbuch wurde. Zurecht. Seine
Shortstories handeln von der höheren Mittelklasse der Ostküste nach
Kriegsende. Oft spielen erstaunlich erwachsene Kinder ein wichtige
Rolle ("For Esmé - with Love and Squalor", "Teddy").
Der Sinn der Stories leuchtete mir drei Mal nicht ein: dann waren sie
eher langweilig und man glaubt dem zehnjährigen (!) Theodore, der über
Dichter sagt: Sie richten ihre Gefühle immer auf Sachen, die keine
Gefühle haben ("Teddy"). Die Dialoge sind großartig
belanglos und Salingers Stärke. "Whirly Wood, Connecticut," sagte der
junge Mann. "Das ist doch nicht etwa nahe bei Whirly Wood,
Connecticut?" ("A Perfect Day for Bananafish"). Am
besten gefiel mir eine Reihe von Telefongesprächen in "Pretty
Mouth and Green My Eyes". Arthur jammert seinem Freund
seitenlang vor, daß seine Frau Joanie wieder nicht nach Hause kam. Der
grauhaarige Freund liegt im Bett - natürlich mit einer Frau daneben... Die harten Pointen in mehreren Geschichten lassen Raum für eigene Gedanken und Fortsetzungen. Wiederlesen heißt die Devise. |
| "Salinger
transformed the short story in America. He gave it a kind of internal
music it hadn’t had. And it’s possible to make the case that no writer
sounded more original." Sam Tanenhaus, editor of The New York Times Book Review, on Talk of the Nation |
| Jerome Salinger starb am 28. Januar 2010 in seinem Haus in New Hampshire |
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J.D. Salinger.
"For Esme - with Love and Squalor" and Other Stories.
Penguin, 1994. Taschenbuch, 160 Seiten |