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Isler
Alan Isler: The Prince of West End Avenue
London: Cape 1995, 246 S.
In einem New Yorker Altersheim wird "Hamlet" geprobt. Doch reihenweise fallen die Hamlets aus. Das Leben und das Theater gehen weiter.
Otto Korner erzählt nüchtern und ehrlich die Ereignisse, die auf den ersten Blick so gar nicht zu einem Altersheim passen. In Rückblenden gibt er sein Leben preis. Er beschönigt nichts, hackt aber auch nicht pathetisch auf Schuld und Abrechnung herum. Typisch dafür sind seine Begegnungen in Zürich, unter anderem mit Lenin, James Joyce und führenden Dadaisten. Die jüdischen Senioren im Altersheim Emma Lazarus sind – soweit sie Korner in die Handlung einbezieht – geistig und sexuell sehr rege; gehören sicher zur gut bemittelten Oberklasse. Da wird außer isler Shakespeare schon mal Rainer Maria Rilke oder isler Robert Burns zitiert ("My Luve", S.104), sie hören Mozart und Art Blakey. Humorvoll und ehrlich geht es immer zu. Das macht diesen Roman so liebenswert, was mir verstärkt beim zweitenmal Lesen auffiel.
Vorm drittenmal Lesen muss ich vorher "Hamlet" studieren: die Bezüge aufzuspüren würde reizvoll sein.
Sehr empfehlenswert.
Links
islerHörspiel: "Der Prinz der West End Avenue", Regie: Jörg Jannings, DeutschlandRadio 2000
isler Literarisches zum Altern und Lebensabend
isler William Shakespeare in Zweitverwendung
Literatur
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alan isler isler Alan Isler: The Prince of West End Avenue. Vintage, 1996. Taschenbuch - 256 Seiten alan isler
Alan Isler: Der Prinz der West End Avenue. Berlin: Berlin-Verlag, 2000. Gebunden, 320 Seitenisler

Alan Isler Prince West End Avenue
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 8.2.2009