| Alan Isler: The Prince of West End
Avenue London: Cape 1995, 246 S. |
| In einem New
Yorker Altersheim wird "Hamlet" geprobt. Doch reihenweise fallen die
Hamlets aus. Das Leben und das Theater gehen weiter. Otto Korner erzählt nüchtern und ehrlich die Ereignisse, die auf den ersten Blick so gar nicht zu einem Altersheim passen. In Rückblenden gibt er sein Leben preis. Er beschönigt nichts, hackt aber auch nicht pathetisch auf Schuld und Abrechnung herum. Typisch dafür sind seine Begegnungen in Zürich, unter anderem mit Lenin, James Joyce und führenden Dadaisten. Die jüdischen Senioren im Altersheim Emma Lazarus sind – soweit sie Korner in die Handlung einbezieht – geistig und sexuell sehr rege; gehören sicher zur gut bemittelten Oberklasse. Da wird außer Vorm drittenmal Lesen muss ich vorher "Hamlet" studieren: die Bezüge aufzuspüren würde reizvoll sein. Sehr empfehlenswert. |
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Hörspiel:
"Der Prinz der West End Avenue", Regie: Jörg
Jannings, DeutschlandRadio 2000 |
| Literatur |