| Rose Terry Cooke 17.2.1827 Wethersfield, Conn. 18.7.1892 Pittsfield, Mass. |
| Rose Terry Cooke wurde am 17. Februar
1827 (Wethersfield, Conn. und Hartford, Conn. werden als Orte genannt) in eine
Familie von Anwälten, Ärzten und Politiker geboren. Ihr Vater, Henry
Wadsworth Terry, war Landschaftsgärtner. In 1833 zog ihre Familie nach
Hartford, Conn., zu ihrer Großmutter väterlichseits. Rose war seit
ihrer Kindheit kränklich. Ihr Vater versuchte das zu verbessern, indem er
sie in die Natur mitnahm. Von ihrer Mutter wurde sie unterrichtet. Sie
mußte jeden Tag eine Seite des Wörterbuchs lernen und Tagebuch
führen. 1843 Schulabschluß am Hartford Female Seminar. Sie wurde
für ein paar Jahre Lehrerin in Burlington, New Jersey und pflegte dann
ihre gebrechlichen Eltern. 1845 veröffentlichte sie ihre erste
Kurzgeschichte in Graham's Magazine, ihr erstes Gedicht "Trailing
Arbutus" im April 1851 in New York Daily Tribune. 1848 starb ein
Großonkel und Rose Terry erbte soviel, daß sie sich aufs Schreiben
verlegen konnte. Erst in 1874 (sie war 47, ihr Ehepartner 30) heiratete sie
Rollin Cooke, der als Witwer zwei Kinder in die Ehe brachte. Rose Terry erbte
$20.000, die Rollin investierte und verlor. 1877 zog Rose Cooke ihrem Ehemann
nach Pittsfield, Mass. nach. Rose Terry Cooke schrieb fast 200 publizierte Kurzgeschichten (daruner auch etwa 50 Geschichten für Kinder), Gedichte und wenige Essays. Ihre Short Stories erreichten eine grosse Leserschaft. Sie publizierte in Magazinen und religiösen Wochenzeitschriften. Die Kurzgeschichten enthielten oft eine politische Botschaft. Cooke engagierte sich in der "Frauenfrage" ( |
| "Diese Literatur [die Regionalliteratur New Englands] erhält entscheidende Anstöße durch das lange vernachlässigte Werk von Rose Terry Cooke, die mit ihren eindringlichen Studien von drangsalierten und tyrannisierten Frauen in einem von Calvinismus geprägten ländliche Milieu Erzählmuster schuf, die im Werk nachfolgender Autorinnen der New England woman local colorists immer wieder auftauchen" Hubert Zapf: Amerikanische Literaturgeschichte. Stuttgart 1996. S. 169. |
| Die Frauenbewegung ist das Eintreten der Frauen für
ihre Interessen und gegen Benachteiligung. Sie entstand mit Reformbewegungen
seit dem Ende des 18.Jahrhunderts und dauert in der neuen Frauenbewegung
(Feminismus, in den USA »Women's
Lib«). an. Heutige Themen sind Abschaffung des §218
(Verbot des Schwangerschaftsabbruchs), Diskriminierung in der Arbeit,
Benachteiligung bei der Entlohnung, geringe Vertretung in den Parlamenten und
in der Professorenschaft. In den USA formierte sich die Frauenbewegung, die »woman suffrage«, ab dem frühen 19. Jahrhundert, vor allem gegen die Sklaverei. Im Juli 1848 gab es ein erstes Treffen in Seneca Falls, New York, mit einer Erklärung, die die Frauenrechte in der Erziehung und Arbeit einforderte. Ab 1850 formierte sich die Frauenbewegung hauptsächlich in den Neuengland-Staaten wie Massachusetts und New York. Von 1869 bis 1890 gab es in den USA dann zwei konkurrierenden Organisationen der »woman suffrage«. Die American Woman Suffrage Association AWSA und die etwas radikalere National Woman Suffrage Association NWSA. 1890 fusionierten sie zur National American Woman Suffrage Association. |
| Die radikalen Kämpferinnen für die politische Gleichberechtigung der Frau vor 1914 wurden Suffragetten genannt; sie selbst bevorzugten Suffragistinnen. |
| Antisuffrage Movement Die Gegenbewegung zur »woman suffrage« formierte sich ab 1882, erste Oranisationen gab es erst ab 1895, die Massachusetts Association Opposed ot the Further Extension of Suffrage to Women. Die National Association Opposed to Woman NAOWS wurde in 1911 während eines Treffens von Antisuffrage-Gruppen in New York City gebildet. |
| Rezensionen |
| Links |
| Literatur |
| Donovan, Josephine: New England Local Color
Literature. A Women's Tradition New York: Continuum, 1988; Elrod, Eileen Razzari. "Reforming Fictions: Gender and Religion in the Works of Harriet Beecher Stowe, Rose Terry Cooke and Mary Wilkins Freeman". Dissertation 1991. "Truth is Stranger than NonFiction: Gender, Religion and Contradiction in Rose Terry Cooke." Legacy 12:2 (1996). S. 113-127. Linkon, Sherry Lee. "Fiction as Political Discourse: Rose Terry Cooke's Antisuffrage Short Stories". American Women Short Story Writers. A Collection of Critical Essays. Julie Brown, Hg. New York: Garland, 1995. S. 17-31. "Saints, Sufferers, and 'Strong-Minded Sisters':Anti-Suffrage Rhetoric in Rose Terry Cooke's Fiction." Legacy 10.1 (1993): 31-46. Oggel, Terry. "Late-19th-Century Literature" American Literary Scholarship - 1999, pp. 259-288 Duke University Press Poole, Ralph. "Body/Rituals: The (Homo)Erotics of Death in Elizabeth Stuart Phelps, Rose Terry Cooke, and Edgar Allan Poe." Soft Cannons. Karen Kilcup, Hg. Iowa City: University of Iowa Press, 1999. S. 239-261. Toth, Susan Allen. "More than Local Color: A Reappraisal of Rose Terry Cooke, Mary Wilkins Freeman, and Alice Brown". Dissertation 1969. "'The Rarest and Most Peculiar Grape': Versions of the New England Woman in Nineteenth-Century Local Color Literature." Regionalism and the Female Imagination: A Collection of Essays. Emily Toth, Hg. New York: 1985. S. 15-28. Walker, Cheryl: "Legacy Profile: Rose Terry Cooke, 1827-1892". Legacy 9.2, 1992. S. 143-50. |