| Arundhati
Roy: The God of Small Things [Der Gott der kleinen Dinge. Anette Grube, Übs.]. New York: Random 1997. 321 Seiten – |
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| Anlässlich von Vikas Swarup: Q & A
( Das Zwillingspaar Estha (männlich) und Rahel in der Stadt Ayemenem im Bezirk Kerala, Indien, erhält Besuch aus England. Die Cousine Sophie wird Opfer eines Unfalls. Dazu gibt als Romeo-Julia-Motiv eine unglückliche Liebe zwischen Ammu, der Mutter der Zwillinge, und Velutha, einem Unberührbaren. Dieser Kern der Geschichte wird erweitert zu einem Porträt einer Sippe, deren Verzweigungen man sich aufzeichnen oder, noch besser, in dem ausgezeichneten Leseführer von Laura Legere nachlesen sollte (dort S. 11-12; Roy beschreibt die kleinen Dinge im Leben der Großfamilie, lässt aber auch vier große Themen einfliessen: Kommunismus und Kapitalismus; Kastensystem; Verhältnis der verschiedenen Religionen in Indien; sexuelle Ausbeutung. Wohltuend ist, dass sie diese Problem erzählerisch anspricht, wenn auch durchaus drastisch.
Die Aufnahme des Romans beim ersten Lesen wurde mir erschwert, weil Roy zeitlich ziemlich springt und dazu oft Vorausahnungen einflechtet. Fast unmerkliche Wechsel der Erzählperspektiven sind häufig. Ihr Stil ist allegorisch bunt, besteht aber oft auch nur aus einzelnen Wortsätzen, gespickt mit einigen indischen Spezialwörtern. Nur ein Beispiel: "It was warm, the water. Graygreen. Like rippled silk. With fish in it" (S. 116). Die Wörter, die sie betonen will (nehme ich an), schreibt Roy keck mit großem Anfangsbuchstaben. Trotz dieser Hindernisse gelingen Roy eindrucksvolle Passagen (Kapitel 4 "Abhilash Talkies" war ein erster Höhepunkt), manchmal wird's aber auch flach und der Leser wird mit Vorausahnungen auf bevorstehende schlimme Ereignisse betört. Mit dem Kapitel 12 "Kochu Thomban" konnte ich beispielsweise wenig anfangen. Nicht umsonst finden sich im Web einige Leseanleitungen (siehe
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| Die grosse Qualität des Booker Prize Romans wird sich mir erst beim zweiten Lesen erschliessen. Immerhin hatte ich schon den Eindruck, dass eine Zweitlektüre lohnend sein kann. | ||
| Links | ||
| Rezensionen | ||
| Leseanleitungen und Hintergrund | ||
| Arundhati Roy | ||
| diverse Links | ||
| Literatur | ||
| Thormann, Janet: "The Ethical Subject of The God of Small Things". Journal for the Psychoanalysis of Culture and Society 8.2. (2003): 299-307. |
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| Arundhati
Roy: The God of Small Things. Flamingo 1998.
Broschiert, 339 Seiten |
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| Arundhati
Roy: Der Gott der kleinen Dinge. Blessing 2002.
Anette Grube, Übs. Gebunden, 379 Seiten |
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| Alex
Tickell: Arundhati Roy's »The God of Small Things«.
Routledge 2006. Taschenbuch: 208 Seiten. Routledge Guides to Literature
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