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Jean Amila
Jean Amila
eigentlich: Jean Meckert, 24. 11. 1910 Paris – 15. 3. 1995 – amila Rezensionenamila Links amila Rezensionen (allgemein)
Jean Meckert (24 11.1910 Paris – 15.3.1995), alias Jean Amila, John Amila, John Amilanar
Drei Jahre verbrachte Jean Meckert in einem Waisenhaus auf, ansonsten wuchs er in Paris auf. Sein Vater stammte aus Lothringen, seine Mutter aus der Auvergne. Ab dem dreizehnten Lebensjahr mußte er arbeiten, zunächst als Lehrling bei einem Feinmechaniker, dann in einer Bank. Er bildete sich selbst weiter; so lernte er in der Metro Englisch.
Beim Militärdienst erhielt er wegen unerlaubter Abwesenheit 150 Tage Gefängnis. Auch diese Zeit nutze er zum Lesen und Lernen. Nach dem deutschen Angriff auf Frankreich ging Meckert  in die Schweiz und blieb dort bis 1941.
1942 erschien Meckerts erster Roman Les coups bei Gallimard in Paris.
• 1943 L'Homme au Marteau
• 1945 La Lucarne
• 1947 Nous avons les Mains rouges
• 1949 La Ville de Plomb
1950 entdeckte Marcel Duhamel den Autor für seine berühmte „Série Noire“; Jean Meckert publizierte nun unter dem Pseudonym John Amilanar, ab 1959 unter Jean Amila. Er gilt als einer der besten Repräsentanten des »roman noir«. Allerdings gehen seine Romane oft über den reinen Krimi hinaus, was sich besonders an den neu vom Verlag Conte in Saarbrücken herausgebrachten Mond über Omaha und Mitleid mit den Ratten erlesen läßt.
Eine ausführlichere Biografie findet man unter den Jean Amila Links.
Jean Meckert schrieb zahlreiche Krimis, aber auch Science-Fiction, Dramen und Drehbücher.
Filme
Schwurgericht (Justice est faite), Frankreich 1950 Regie: André Cayatte; Buch: André Cayatte, Charles Spaak, mit Michel Auclair, Antoine Balpêtré, Raymond Bussières. Goldener Bär bei den ersten Internationalen Filmfestspiele Berlin 1951
Wir sind alle Mörder (Nous sommes tous des assassins), basierend auf dem gleichnamigen Roman (1952).
Frankreich - Italien, 1952. Regie: André Cayatte; Buch: André Cayatte, Charles Spaak
Killer lassen bitten (Quand la femme s'en mêle) Kriminalfilm. Frankreich - Italien, 1957. 93 Min. Kinostart: Febr. 1959; mit Alain Delon, Edwige Feuillère, Jean Servais und Bernard Blier. Regie Yves Allégret; nach dem Roman von John Amila Sans attendre Godot
Casse-tête chinois pour le Judoka - amilaDie sieben Masken des Judoka F/I/HK/BRD 1967
Die Teufelshochzeit (Noces de soufre) Kriminalfilm. Frankreich - Schweiz - Italien - Luxemburg, 1984., 95 Min. Erstaufführung: Okt. 1985; mit Capucine, Jean-Luc Bideau, Jean Bouise. Regie: Raymond Vouillamoz, Drehbuch: Raymond Vouillamoz, Jean Amila.
Bibliografie der deutschen Übersetzungen
Abreibung. Saarbrücken: Conte, 2009. 184 S. Helm S. Germer, Übs. [La bonne tisane - 1955]
Auf Godot wartet keiner. Saarbrücken: Conte, 2010. 193 S. Helm S. Germer, Übs. [Sans attendre Godot - 1956]
Motus! Saarbrücken: Conte, 2008. 175 S. Helm S. Germer, Übs. [Motus! - 1953]
Schwurgericht. Wien, Stuttgart: Wancura 1956. 255 S. Alfred Buttlar-Moscon, Übs. [Justice est faite - 1954]. 1961 als rororo Taschenbuch 452
Die Ausgestoßenen. Kriminalroman. München, Wien, Basel: Desch, 1970. 157 S. Georg Kahn-Ackermann, Übs. [Les loups dans la bergerie - 1959]. Die Mitternachtsbücher Bd. 481
Mond über Omaha. Krimi. Saarbrücken: Conte, 2005. 211 S. Helm S. Germer, Übs. [La lune d'Omaha - 1959]
Bis nichts mehr geht. Saarbrücken: Conte, 2007. 218 S. Helm S. Germer, Übs. [Jusqu'à plus soif - 1962]
Mitleid mit den Ratten. Saarbrücken: Conte, 2006. 211 S. Helm S. Germer, Übs. [Pitié pour les rats - 1964]
Zu den französischen Originalwerken siehe unter Jean Amila Links.
Rezensionen
amila Jean Amila: Die Abreibung
amila Jean Amila: Auf Godot wartet keiner
amila Jean Amila: Die Ausgestoßenen
amila Jean Amila: Bis nichts mehr geht
amila Jean Amila: Mitleid mit den Ratten
amila Jean Amila: Mond über Omaha
amila Jean Amila: Motus!
amila Jean Meckert: Schwurgericht
Links
amilaBiografie Jean Meckert
amilaJean Amila bei krimi-couch
amilaWikipedia (franz.)
amilaSérie noire
amilaConte Verlag
amilaAmila-ABC (Conte-Verlag; pdf)
Ein weiterer Vertreter des »roman noir«: amila Pierre Vial
Literatur
Freunde und Freundinnen des französischen Kriminalromans am Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften (FASK) der Universität Mainz in Germersheim: French Connection IV. Jean Amila. Germersheim 2004. 40 Seiten
Freunde und Freundinnen des französischen Kriminalromans am Fachbereich Angewandte Sprach- und Kulturwissenschaften (FASK) der Universität Mainz in Germersheim: French Connection VIII. Amila weitergelesen. Germersheim 2007. 56 Seiten
amila AmilaBernd G. Bauske, Hg.: Jean Amila, ausgestellt. FASK French Connection - Sonderreihe 1. 2007. Ausstellungskatalog, 20 Seiten. Nicht über den Buchhandel beziehbar.
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