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Burgforum
burgforum Wasserburger Burgforum März 2009 zum Thema: Erziehung
Austausch in christlichem Geist mit Pfarrer Dr. Bogdan Piwowarczyk: Bogdan Piwowarczyk

   Erziehung – was für ein Wort! Darüber reden Menschen aller Zeiten und an allen Orten der Erde – auch hier in Wasserburg am Inn. Deswegen werden wir uns mit dem Thema: „Werteerziehung an den Schulen“, bei unserem nächsten Burgforum am 27. März 2009, um 19.00 Uhr gemeinsam mit Herrn Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair, erfahrener Pädagoge und Politiker - ehemaliger Staatsminister für Unterricht, Kultus, Wissenschaft und Kunst und jetzt Vorsitzender der Hanns-Seidel-Stiftung, beschäftigen.
    Erziehen ist niemals einfach gewesen und es scheint heute immer schwieriger zu werden. Aus diesem Grund macht sich sowohl unter den Eltern als auch unter den Lehrern und allgemein unter den Erziehern, die Sorge um die Zukunft der jungen Leute breit.
    Angesichts der vielfältigen Entwürfe, die in ethischer, philosophischer und geistiger Hinsicht heute diffus und verwirrend multimedial angeboten werden, ist die Desorientierung der Jugend eine gesamtgesellschaftliche und auch gesamt-schulische Herausforderung.
    Die Erziehung führt zur Erneuerung und Bildung jeder Person und Gesellschaft. Wie wir einander erziehen, worin die Erziehung besteht und wie sie sich vollzieht, sind die Fragen, die dem Menschen entspricht. Es geht also um die Erziehung des Menschlichen in uns.
    Nichts kennzeichnet einen selbstbewussten Menschen mehr, als das Wissen um seine Bedürftigkeit.  Deswegen sind wir von Beginn des Lebens an Lernende. Dieser Prozess des Lernens - voller Dynamik und Entwicklung, in dem jeder Mensch seine eigene Vielfalt an Kompetenzen, Wissen, Erfahrungen, Einsichten, Erkenntnissen gewinnt - ist ein Prozess unserer Erziehung.
    Zweifellos hat die Vorstellung vom immerwährenden Lernen fürs Leben unsere Kultur beschleunigt. Entscheidend für unsere Zukunft ist, ob wir geistig sinnvoll und spirituell lebendig leben. Eine offene Gesellschaft muss sich dem kulturellen Wettbewerb um Moral, Werte und Glauben auch in religiöser Hinsicht öffnen. Wie sind wir in unserer Erziehung darauf vorbereitet? Wie bereiten wir uns darauf vor? Der vielbeklagte Erziehungsnotstand führt auf dringende Weise zu ganz anderen Fragen: Wo und wann wird den Schulkindern und Jugendlichen vermittelt, wie zwischenmenschliche und gesellschaftliche Konflikte auszutragen sind, wie man auf Lebens- und Berufskrisen reagiert, was im Ernstfall hält und woran man sich halten kann?
    Der Akzent auf die leibliche, geistige und sittliche Entwicklung der menschlichen Person fördert die Entwicklung von Selbstbewusstsein und Selbstbeherrschung, die Übernahme von Verantwortung und die Beteiligung an einer Wertegemeinschaft und am Gemeinwohl. Dafür muss die Familie ihre unersetzliche erzieherische Funktion wahrnehmen: In der Geborgenheit der Familie, im eigenen Haus, haben wir in der Tat die erste Schule des Lebens und der sozialen Tugenden vor uns, die erste und unersetzliche Schule der Mitmenschlichkeit und des Glaubens.
    Es ist unabdingbar, den jungen Menschen zu helfen, das eigene Potential zu schätzen, das sich als Dynamik und positive Sehnsucht äußert. Auf ihrem Weg zu einem verantwortlichen Leben müssen junge Menschen geprägt und geformt werden. Die jungen Menschen müssen mit Vorschlägen in Kontakt gebracht werden, die reich sind an Menschlichkeit und evangeliumsgemäßen Werten.
    Deswegen heißt Fordern und Fördern hier die richtige Antwort. Konstruktiver Dialog auf verschiedenen Ebenen ist der Schlüssel für die Lösung verschiedener Schwierigkeiten und Probleme.
    In diesem Umfeld hat sich unser Burgforum mit seinem reichen christlich-menschlichen Hintergrund zu einem Ziel beachteten Bildungs- und Begegnungsort entwickelt, in dem nicht nur kirchlich beheimatete Menschen zu Gast sind, sondern intensive Begegnung zwischen Menschen verschiedenster Herkunft, zwischen Kirche und Gesellschaft gepflegt und gefördert wird.
   Mit den Angeboten unseres Burgforums suchen wir nicht nur die Probleme unserer Zeit und Gesellschaft anzusprechen, sondern insbesondere den Suchbewegungen von Menschen Räume des Dialogs, der Orientierung aus dem christlichen Glauben und der Begegnung mit anderen zu öffnen. Der christliche Glaube kann allen Menschen guten Willens Hoffnung und Orientierung geben und sie zugleich ermutigen, sich gegen Not und Unrecht in aller Welt einzusetzen.
    Angesichts der  multireligiösen und säkularisierten Situation ist es nötig, den jungen Menschen zu helfen, ihr Leben verantwortlich und menschenwürdig zu gestalten.
    Die Zukunft unserer Gesellschaft, unserer Jugend hängt wesentlich davon ab, wie wir die bestehenden Herausforderungen der Gegenwart meistern.
    Die Jugend ist sensibel für anspruchsvolle Vorschläge, hat allerdings Zeugen und Leiter nötig, die in der Lage sind, sie in der Entdeckung und Annahme eines derartigen Geschenks zu begleiten.
    Deswegen möchte ich alle Jugendlichen und Erwachsenen schon heute zu unseren Begegnungen auf der Burg in Wasserburg am Inn herzlich einladen:
  • für 27. März 2009 mit Herrn Staatsminister a.D. Dr. h.c. mult. Hans Zehetmair und
  • für 30. Oktober 2009 mit Herrn Dr. Thomas Goppel, MdL, auch ehemaliger Wissenschafts-, Forschungs- und Kunstminister Bayerns, der zum Thema „Wissenschaft und Forschung“ referieren wird.
Der Weg zum nächsten Burgforum steht allen offen!

Mit freundlichen, priesterlichen Grüßen,
Ihr
Dr. Bogdan Piwowarczyk
Links
burgforumHans Zehetmair
burgforumBayerisches Staatsministerium für Unterricht und KultusburgforumWikipedia
burgforumHanns-Seidel-StiftungburgforumWikipedia
burgforumDr. Thomas Goppel – burgforumWikipedia
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Kartenvorverkauf NUR in allen Geschäftsstellen der Sparkasse Wasserburg a. Inn
ab 12. Januar 2009 und im Internet:

burgforumTicketservice: Wasserburger Burgforum der burgforumKreis- und Stadtsparkasse Wasserburg am Inn
Dr. Bogdan Piwowarczyk
Wo? Wasserburger Burg
Strasse: Auf der Burg 3
PLZ/Ort 83512 Wasserburg am Inn
Landkreis: Rosenheim
Veranstalter: Burgforum in Wasserburg am Inn – Pfarrer Dr. Bogdan Piwowarczyk
Auf der Burg 3
83512 Wasserburg am Inn
Tel. 08071 / 95 95 8
Fax 08071 / 51 08 90
burgforumStadt Wasserburg am Inn -  E-Mail: info@stadt.wasserburg.de
   

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© by Herbert Huber, Bogdan Piwowarczyk, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 23.12.2008