Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
Vertrauen
Besprechung: Bogdan Piwowarczyk: Habt Vertrauen und geht auf dem Wasser
Kißlegg: Christiana, 2012 – Bogdan Piwowarczyk
Der Autor schreibt u.a. "Wir Christen sind Menschen der Zukunft, weil unsee Zeit in die Ewigkeit mündet, weil unser Leben immer vor uns liegt." Derart gehaltvolle Sätze finden sich zahlreich in diesem Buch. Schon daher empfiehlt es sich, dieses Buch nicht in einem Zug, sondern eher kapitelweise zu lesen. Dann hat der Leser Zeit, sich an den tröstlichen Betrachtungen des Autors zu erfreuen.
Der aus Polen stammende Priester, der in München lebt, zeigt zunächst mit dem Kapitel 14 des Matthäus-Evangeliums, was Vertrauen bedeutet. Dort kann Petrus nur auf dem stürmischen Wasser gehen, solange er das nötige Vertrauen zu Christus hat. Sobald ihn jedoch Zweifel und Angst befallen, beginnt er zu sinken. In vergleichbarer Weise befallen auch uns heute Zweifel und Angst angesichts persönlicher Not und politischer Katastrophen. Nach Piwowarczyk sollen wir weder unreflektiert leiden und unbedacht klagen, sondern das Leben im Lichte der Ewigkeit betrachten. Bezwungenes Leid wird in ewige Freude verwandelt, die nie vergeht. Seine christliche Hoffnung untermauert der Autor mit kurzen Lebensbildern von Märtyrern wie beispielsweise Edith Stein, Pater Maximilian Kolbe und Kaplan Jerzy Popieluszko. Aber auch Christen, die wegen ihres vorbildlichen Handelns zwar in Gefahr gerieten und dennoch gerettet wurden, stellt uns der Autor als hoffnungsvolle Wegweiser vor. Auch wo der Autor der Frage nach dem Ursprung des "Bösen" nachgeht, überwiegen das Vertrauen und die Gelassenheit. Sehr zu empfehlen.
Eduard Werner in: Der Fels 6 (2012). S. 189
Am Anfang dieses Buches steht das "Warum?", die stets drängende und bedrängende Frage nach der Begründung für das Leid in der Welt. Natürlich kann auch Dr. Bogdan Piwowarczyk, Priester der Erzdiözese München und Freising, diese Frage, die – wie es Kardinal Leo Scheffczyk einmal formuliert hat – erst in der Anschauung Gottes umfassend beantwortet wird, nicht mit einem "Patentrezept" auflösen. Aber er kann Hinweise und Hilfestellungen geben, das Leid aus dem Glauben heraus anzunehmen, "es aus dem Bereich des Sinnlosen in den des Sinnvollen zu übertragen" (S.19). Und das tut er mit der Zuversicht eines überzeugten und überzeugenden Seelsorgers. Dabei geht es etwa um die "beunruhigende Vergänglichkeit" der Bogdan Piwowarczyk das "Leben in Fülle" entgegenstellt, es geht um die christliche Verantwortung für die Schöpfung und um Glaubenszeugen, "die den Mut hatten, Nein zu sagen", es geht um das Mysterium der Berufung, um das Böse in der Welt, um Maria und um das Wirken des Heiligen Geistes ...
Aus allem gewinnt der Leser/ die Leserin Kraft fürs Leben und Bestärkung im Glauben. Der Autor hat sein Buch der zehnjährigen Maya gewidmet, die er kürzlich getauft hat und die in ihrem jungen Leben schon zahlreiche Operationen ertragen musste. Sie und alle Menschen, "die mit Vertrauen auf Gott und auf die liebenden Menschen durch das Leben gehen" (S. 2), sind Vorbild und Ermutigung.
Klerusblatt - Zeitschrift der katholischen Geistlichen in Bayern und der Pfalz 92:4 (2012). S. 95
Bogdan Anfang

Vertrauen>
Email  zurück zur Homepage eine Stufe zurück
© by Herbert Huber, Bogdan Piwowarczyk, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 6.6.2012