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Christsein
Bogdan Piwowarczyk: Mensch - was ist dein Leben? Christsein im 21. Jahrhundert
München: Don Bosco, 2008. Kartoniert, 280 Seiten - Christsein Literatur
Buchbesprechungen und -vorstellungen
Die geistigen und vor allem die ungeistigen Strömungen der Postmoderne sind der Ausgangspunkt einer Orientierungsreise des polnischen Priesters und Philosophen Piwowarczyk. Der Drang zur immer rascheren Wunscherfüllung in unserer Erlebnisgesellschaft führt zum Verlust der Werte, ohne die eine Gesellschaft nicht überleben kann. "Wenn Übertretungen der natürlichen Normen zum Regelfall werden, entstehen Dekadenz und Verfall." Der erfahrene Seelsorger zeigt auch, wie der weit verbreitete Hunger nach Sinn, nach Wahrheit und Erlösung dauerhaft gestillt werden kann. In der Begegnung mit Christus und seinen Glaubenszeugen kann jeder Mensch seine Berufung erfahren und annehmen oder auch zurückweisen. Es liegt an uns, Christus zu folgen oder auch den bequemen Weg der Anpassung und Gleichgültigkeit zu wählen. Der Autor bietet Orientierung für Suchende.
Eduard Werner in Der Fels 8-9 September 2008, S. 26
Genau am 34. Jahrestag seiner Priesterweihe konnte Dr. Bogdan Piwowarczyk, gebürtiger Pole, engagierter Priester in Wasserburg am Inn und überzeugter Europäer, vor ca. 150 geladenen Gasten sein neues Buch vorstellen. "Dieses Buch widme ich allen, die ehrlich suchen", steht auf dem Widmungsblatt, and entsprechend mochte der Autor mit seinen Gedanken allen ehrlich Suchenden eine Hilfestellung zu einem erfüllten christlichen Leben geben, er mochte aufrütteln and dazu verhelfen den christlichen Glauben and seine befreiende Botschaft an- und ernst zu nehmen und auch weiterzugeben, wobei ihm die Sorge um und für die Jugend ein besonderes Anliegen ist. Und das Entscheidende dabei, das nicht nur die 150 Gäste bei der Buchpräsentation erleben konnten, sondern auch der Leser des Buches auf jeder Seite erfährt: Hier schreibt einer, der von der Sache Christi begeistert ist, der mit voller Überzeugung Priester ist, der mit Leidenschaft das Evangelium zu den Menschen tragen mochte. So kann dieses Buch in der Tat dem Suchenden wertvolle Impulse geben und zu einem gelebten und bekennenden Christsein ermutigen.
Klerusblatt. Zeitschrift der katholischen Geistlichen in Bayern und der Pfalz, Nr. 7. 15. Juli 2008.
Mit freundlicher Genehmigung zur Veröffentlichung

15. Juni 2008, Sonntag, 15 Uhr
Rittersaal auf der Burg in Wasserburg am Inn
Vorstellung des Buchs von Pfarrer Dr. Bogdan Piwowarczyk:
Mensch – was ist dein Leben? Christsein im 21. Jahrhundert
Siehe Bogdan Dialog, Respekt und Toleranz, Wasserburger Zeitung, 18.6.2008, S. 13
Christlich leben in der Postmoderne
Werteverlust einerseits, religiöse Fundamentalismen andererseits bedrohen das familiäre und gesellschaftliche Zusammenleben. Der Zustand unserer hoch zivilisierten Gesellschaft, gekennzeichnet durch Umbrüche und Veränderungen, macht Sorgen. Wie sollen in dieser Zeit die Jugendlichen eine lebenswerte Zukunft gestalten können?
Bogdan Piwowarczyk hat eine Streitschrift für eine authentische Verkündigung in den Kirchen verfasst, in der er leidenschaftlich für die Rückbesinnung auf christliche Werte plädiert.
Dieses Buch bietet wertvolle Hilfe bei der Reflexion über Themen, die von großer Bedeutung für unsere Zeit sind.
Begleitende Gedanken von Prof. Dr. Ferdinand Graf Kinsky
Dr. Bogdan Piwawarczyk, katholischer Seelsorger in Wasserburg am Inn, gibt in seiner gleichzeitig wissenschaftlichen und vom christlichen Glauben geprägten und damit missionierenden Auseinandersetzung mit den wesentlichen Problemen des heutigen Menschen in einer zunehmend agnostischen und religionsfeindlichen Gesellschaft eine klare Orientierung.

"Mensch - wer bist -du? Wohin - gehst du? Was - ist dein Leben?" - Der vielsprachige und sehr europäisch denkende polnische Priester gibt zusätzlich zu den seiner beruflichen Seelsorge entsprechenden Antworten ein von der personalistischen Philosophie nach dem Beispiel Johannes Pauls II. geprägtes Zeugnis. So, wie Karol Wojtyla in seiner Doktorarbeit über den Personalisten Max Scheler und in seinem Buch über die Person sowie später als Papst in zahlreichen Botschaften die vielfältige Zugehörigkeit des Menschen zu verschiedenen Gemeinschaften und gesellschaftlichen wie politischen Einheiten unterstrichen hat - angefangen von der
Familie bis hin zur gesamten Menschheit - so, wie Johannes Paul II. sich dabei gegen einseitige kollektivistische Ideologien und ebenso gegen den egoistischen Individualismus der westlichen Welt gewandt hat, so gibt Bogdan Piwowarczyk  "möglichst weiten Kreisen eine Orientierungshilfe" im christlich personalistischen Sinne.

Dabei lehnt der Autor zu Recht die monistischen Einbahnstraßen ab, wie sie von den historischen und vielfach noch immer präsenten Ideologien - Liberalismus, Marxismus, Nationalismus - sowie von dem heute in Medien, Erziehung und Bildung Politik und Gesellschaft und damit in der öffentlichen Meinung weit verbreiteten laizistischen und religionsfeindlichen Trend vertreten werden.

In den zwischenmenschlichen Beziehungen, zwischen religiösem Glauben und Wissenschaft, zwischen Offenbarung und Forschung und schließlich auch zwischen der einzigartigen, unaustauschbaren Identität jeder menschlichen Person in ihrer Freiheit und ihrer vielfältigen Verantwortung in der Familie, am Arbeitsplatz sowie auf lokaler, regionaler, nationaler, europäischer und globaler politischer Ebene bedarf es einer "offenen Dialektik" oder, wie Bogdan Piwowarczyk es ausdrückt, eines permanenten Dialogs.

Das Gleiche gilt, wie der französische Personalist Emmanuel Mounier betont hat, für das Verhältnis zwischen Gott und dem Menschen. Gott hat jedem von uns die Freiheit gegeben, ihm zu folgen oder ihn abzulehnen.

"Offene Dialektik" ist eine Formulierung des ursprünglich russisch jüdischen und dann als Emigrant in Frankreich zum katholischen Glauben konvertierten personalistischen Philosophen Alexandre Marc. Marc lehnte damit die von Hegel und Marx behauptete Aufhebung der Gegensätze von "These" und "Antithese" in einer "Synthese" ab, wie sie von Hegel in Form des preußischen Staates als des Endziels der Geschichte und von Marx in Form der "klassenlosen Gesellschaft" als des Ergebnisses des Klassenkampfs zwischen Bourgeoisie und Proletariat prophezeit wurde. Alexandre Marc hingegen trat mit seiner "offenen Dialektik" für
gegenseitige Anerkennung und einen permanenten Dialog ein, für den von Proudhon stammenden Ausdruck des "Mutualisme ".

Auch Bogdan Piwowarczyk tritt für den Dialog ein, was in die gleiche Richtung geht. In vieler Hinsicht sollte das einseitige "Entweder - Oder" aufgegeben werden zugunsten eines "Sowohl - als auch": Bei der Frage nach der europäischen Identität etwa geht es nicht um die Wahl zwischen Nation und Europa. Das Gleiche gilt für die Globalisierung und - auf einer anderen Ebene - für die Einführung von lokaler und regionaler Autonomie in den Nationalstaaten.

Nach den Prinzipien der katholischen Soziallehre - Solidarität, Gemeinwohl, Subsidiarität - soll der Mensch sich sowohl für seine lokale und regionale Umwelt sowie sein nationales Vaterland als auch für ein vereintes Europa und die Einheit der Welt einsetzen. Johannes Paul Il. hat wiederholt betont, dass es über das nationale Gemeinwohl hinaus auch um das Gemeinwohl Europas und das globale Gemeinwohl gehen muss. Er rief die Christen zu einer Globalisierung der Solidarität auf.

Bogdan Piwowarczyk wendet sich besonders auch an die Jugend inspiriert von den zu einer großen, neuen Hoffnung, führenden Weltjugendtagen.

Der Seelsorger von Wasserburg am Inn unterstreicht die Notwendigkeit, dass jeder Mensch, insbesondere jeder Jugendliche, seine Berufung erkennt und entsprechend handelt. Der polnisch-europäische Priester Piwowarczyk gibt uns im letzten Teil seines Buches ein sehr eindrucksvolles Zeugnis seiner eigenen Berufung. Schließlich ruft er zum Gebet und zur Barmherzigkeit auf, dem Dialog des Menschen mit Gott, der ihn geschaffen hat und ihn unendlich liebt.
Der in Böhmen geborene Politologe Prof. Dr. Ferdinand Graf Kinsky ist Vizepräsident des CIFE (Centre International de Formation Europeenne), Professor am Europainstitut (Institut Europeen des Hautes Etudes Internationales - IEHEI) in Nizza, Berlin, Rostock und Rom sowie Präsident des wissenschaftlichen Beirats des IEHEI. Außerdem ist er Wissenschaftlicher Leiter des Zertifikatlehrgangs zum EU-Experten im Wiener Institut für Evangelisation einer Einrichtung der katholischen Gemeinschaft Emanuell.
Autor
Dr. Bogdan Piwowarczyk, geb.1948 in Polen, hat sich trotz atheistischer Erziehung in seinem damals kommunistischen Heimatland entschieden, Priester zu werden.
Nach der Priesterweihe im Jahr 1974 arbeitete er zunächst in der Seelsorge. 1984 promovierte er dann an der Universität Fribourg in der Schweiz über das Thema "Atheismus und Kommunismus" und war als Studentenpfarrer eingesetzt.
Seit 1988 ist Bogdan Piwowarczyk in der Erzdiözese München, in Wasserburg am Inn tätig. Hier ist er unter anderem Veranstalter des "Burgforum Wasserburg", einer Vortragsreihe, in der sich prominente Personen und Experten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik, Kirche and Kultur in christlichem Geist mit den aktuellen Grundfragen unserer Zeit beschäftigen.
Der Autor steht auch für Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung zur Verfügung. Im Zentrum seiner pastoralen Tätigkeit steht das leidenschaftliche Plädoyer für eine Rückbesinnung auf die christlichen Werte und ein aktiv gelebtes und bekennendes Christentum als Weg in eine lebens- und gestaltenswerte Zukunft.
Literatur
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© by Herbert Huber, Bogdan Piwowarczyk, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 15.8.2008