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Piwowarczyk
Dr. Bogdan Piwowarczyk: "Sie hatten den Mut NEIN zu sagen!"
Klerusblatt. Zeitschrift der katholischen Geistlichen in Bayern und der Pfalz. 85 10/2005. S. 252-256
mut Linksmut Literatur
„Wer vor der Vergangenheit die Augen verschließt, wird blind für die Gegenwart.”
(Richard v. Weizsäcker)
   Jede Epoche der Weltgeschichte prägt ihre Facetten des Zusammenspiels von Freiheit und Macht aus und zeigt, dass das menschliche Leben sich zwischen Licht und Schatten, zwischen Erfolg und Misserfolg, zwischen Leben und Tod, bewegt. Dabei spielen die Erinnerungen eine wichtige Rolle und sind auch eine wichtige Grundlage der Versöhnung zwischen den Völkern und Nationen. Dies erlebe ich ganz besonders bei den Begegnungen mit älteren Menschen, wo leicht das Gespräch auf die Erlebnisse oder bitteren Erfahrungen während des Zweiten Weltkrieges kommt.
   Bei seinem historischen Besuch in der Kölner Synagoge am 19. August 2005 sagte Benedikt XVI u. a.: „In diesem Jahr gedenken wir des 60. Jahrestags der Befreiung aus den nationalsozialistischen Konzentrationslagern, in deren Gaskammern Millionen von Juden – Männer, Frauen und Kinder – umgebracht und in den Krematorien verbrannt worden sind. Ich mache mir zu Eigen, was mein verehrter Vorgänger zum 60. Jahrestag der Befreiung von Auschwitz geschrieben hat und sage ebenfalls: »Ich neige mein Haupt vor all denen, die diese Manifestation des mysterium iniquitatis erfahren haben.« Die fürchterlichen Geschehnisse von damals müssen »unablässig die Gewissen wecken, Konflikte beenden und zum Frieden ermahnen« (Botschaft zur Befreiung von Auschwitz, 15. Januar 2005). Gemeinsam müssen wir uns auf Gott und seinen weisen Plan für die von ihm erschaffene Welt besinnen: Er ist – wie das Buch der Weisheit mahnt – »ein Freund des Lebens« (11,26).” .... „Die Erwachsenen tragen die Verantwortung, den jungen Menschen die Fackel der Hoffnung weiterzureichen, die Juden wie Christen von Gott geschenkt worden ist, damit die Mächte des Bösen »nie wieder« die Herrschaft erlangen und die künftigen Generationen mit Gottes Hilfe eine gerechtere und friedvollere Welt errichten können ...”    Diese mutigen und programmatischen Worte des Papstes warnen uns alle und erinnern uns, dass alle totalitären Ideologien, Konflikte, Kriege und Hochmut bei vielen Menschen und Völkern Zerstörung und Leid verursachen. Sie schaffen tiefe Verletzungen für immer in den Seelen der Betroffenen. Die zerstörende Energie des Bösen, des Hasses macht jede Bindung unmöglich und sie zersetzt den Menschen moralisch. In diesem Sinne kann man sagen: Das Leben im Hass bedeutet Leben im Tod. Ideen, Gedanken und Sätze können andere verletzen, ihnen die Luft zum Atmen und den Raum zum Leben nehmen.
   Der Hass lähmt die menschlichen Beziehungen, er zerbricht auch die Struktur der Persönlichkeit. Der Hass ist mehr als das Trachten nach Zerstörung; wie die Liebe umfasst er eine Art Unendlichkeit, eine unersättliche Gier nach dem Bösen. Er trachtet nicht nur nach Zerstörung, sondern nach einem nicht endenden Leiden. Er gleicht also dem Wunsch, ein Dämon zu werden, und die Natur des Dämons ist es, unersättlich in seinem Werk der Zerstörung zu sein. Und Konzentrationslager und Gulags bleiben für immer das Symbol der Hölle. Man hat dort das Maximum an spezifischen Übeln entfaltet, die Menschen Menschen antun können.
   Das Evangelium vergleicht das Gute mit dem Senfkorn, das der kleinste aller Samen ist, bevor es ein Baum wird, in dem die Vögel des Himmels wohnen. Das Böse entwickelt sich in der gleichen Weise. Nach seinem unbedeutenden Beginn sieht man es plötzlich schreckliche Ausmaße annehmen, voller Hass und Zerstörung! Wir brauchen einen kritischen Geist, d. h. unser Gewissen, um moralisch richtig zu unterscheiden.
   Wenn ein Mensch wirklich liebt, kann er dem Objekt seiner Liebe bewusst nicht wehtun. Die sich aufbauende negative Energie macht jede liebende Verbindung und Zuneigung unmöglich. Wer sich an den Hass bindet, will das Unglück des anderen und beginnt seines aufzubauen. Wenn jemand hasserfüllt ist, kann er nicht objektiv sein. Der aufgestaute Hass macht Menschen unfähig für jede Differenzierung. Hasserfüllte Menschen sind sich immer einig – aber niemals im Guten! Die Gewissensverantwortung des Menschen wird moralisch verändert, zerstört. Von daher kommt die geheime Waffe des Totalitarismus, die immer den Geist der Menschen mit Hass infizieren will und ihn dadurch seiner Würde beraubt. Die Geschichte bestätigt es uns immer wieder.
   In unserer Welt, erfüllt vom Geist der Eifersucht, der Rache und des Hasses, kann nur das Gebot der Liebe die Kraft des Heils sein. Deswegen setzt sich der christliche Glaube auseinander auch mit den negativen Seiten der menschlichen Existenz in der Welt und erinnert daran, dass jeder Mensch in seinem Leben vor die religiöse und moralische Wahl gestellt ist: an Gott zu glauben, ihm zu gehorchen oder nicht. Dies zeigt schon, dass wir es auch mit der Freiheit zu tun haben, die nicht nur eine abstrakte Idee ist, sondern vor allem für eine lebendige Erfahrung des Menschen steht. Dabei sollten wir nie vergessen, dass wir nur Menschen und keine Götter sind und Freiheit Gabe und Aufgabe zugleich ist!
   Wer an Gott glaubt, wer an der Verheißung ewigen Lebens festhält, der wird, wie das Johannesevangelium uns sagt, die Wahrheit, die Herrlichkeit Gottes erkennen, und diese Wahrheit wird ihn freimachen. Gott ist der Ursprung der Freiheit, der uns aus dem Eingebundensein in das Vorhandene herausruft. Er ist eine zeitüberlegene Macht, die an nichts gebunden ist und dennoch alles an sich bindet. In diesem Sinne überwindet er auch alle nationalen und partikularen Gesichtspunkte. Er ist zeitüberlegen, aber zugleich auch geschichtsmächtig. Deswegen sagt uns der Evangelist: „Gebt acht, dass euch niemand irreführt! ... Viele falsche Propheten werden auftreten, und sie werden viele irreführen. Und weil die Missachtung von Gottes Gesetz überhandnimmt, wird die Liebe bei vielen erkalten. Wer jedoch bis zum Ende standhaft bleibt, der wird gerettet.” (Mt 24,4.12-14).
   Um bis zum Ende zu lieben, muss man bereit sein, sein ganzes Leben hinzugeben, das heißt zu sterben für sich, für die anderen und für den anderen. Alle Liebe – wenn sie authentisch ist – wird eines Tages das Kreuz bringen, denn seit der Sünde heißt lieben: bereit sein, sich kreuzigen zu lassen für die anderen. Das bedeutet, das Leben über den Tod, und die Liebe über den Hass siegen zu lassen! Es gehörte und gehört beachtenswerter Mut dazu in dieser beeindruckenden Weise Zeugnis von der Ernsthaftigkeit und Echtheit des eigenen lebendigen Glaubens abzulegen.
   Zahlreiche Zeugen des Glaubens und der Liebe – Menschen, die oft in einem mühsamen Anstieg und bei leidvollen Prüfungen auf ihrem Lebensweg sehende und betrachtenswerte Wegweiser geworden sind, sprechen uns auch heute noch an. Sie zeigen uns, wie in der Nacht menschlichen Leids Licht zu finden ist und wie wir den drohenden Gefahren begegnen können, um als Hoffende, Liebende und Glaubende der Zukunft entgegengehen zu können. Es gab und gibt Menschen, die mit ihren Worten und Taten, mit ihrem Leben und Sterben mutig bekennen, dass „Gott allein - der HERR ist. ER hat uns geschaffen, wir sind sein Eigentum, sein Volk ...” (Ps 100,3). Wer sich die Zeit nimmt, um ihre Biografien und Lebensgeschichten zu lesen, zu sehen und zu betrachten, wird sicher feststellen, dass diese Gestalten der Geschichte uns heute eine Menge menschenwürdiges, beispielhaftes zu sagen haben! Sie haben verstanden, dass das Leben Jesu Christi auf Erden noch nicht zu Ende gebracht ist und dass Christus es im Leben seiner Nachfolger weiterlebt. Deswegen möchte ich hier paar markante Namen von lebenden und verstorbenen Zeugen des Glaubens und der Gottes- und Nächstenliebe nennen und kurz vorstellen:
   Edith Stein, jüdisch-christliche Märtyrerin, wurde als Kind jüdischer Eltern am 12. Oktober 1891 in Breslau geboren. In ihr begegnen wir einer besonderen Frau, nicht vielleicht so sehr wegen ihrer Gelehrsamkeit, obwohl diese sicher groß und tief greifend war, sondern vielmehr wegen ihres Suchens nach Wahrheit. In ihr treffen sich verschiedene Spannungen, die anderswo zum bloßen Gegensatz auseinandergefallen wären: Judentum und Christentum, Wissenschaft und Religiosität, Intellekt und Hingabe, anspruchsvolles Denken und Demut. Sie dachte zuerst, die Wahrheit in der Philosophie finden zu können, deswegen studierte und promovierte sie in Philosophie. Aber mit der Zeit musste sie erkennen, dass sie auf Grenzen stieß, die mit den Kräften des Verstandes allein nicht zu überschreiten waren. Sie entdeckte, dass die Wahrheit eine Person ist, und zwar die Person Jesu Christi. Sie hat die Wahrheit gefunden und wurde mit ihr – mit Christus vereint. Jesus Christus gehörte sie ganz zu eigen und konnte so ihrer Berufung folgen. Sie hat erkannt, dass das Wesentliche der Sendung Christi in seinem Kreuzweg liegt. Sie sieht im Kreuz die beiden Pole der göttlichen Wahrheit, die sie in Christus verwirklicht sah, unlösbar vereint: die Gotteshebe und die Menschenliebe. Sie wollte von dieser Wahrheit Zeugnis ablegen und sie verkünden. Und sie hat das auch getan.
   Nach der Lektüre der Biographie von Theresia von Avila konvertierte sie zum Katholizismus und im Jahre 1933 trat sie in den Kölner Karmel ein. Unter dem von ihr erbetenen Namen Theresia Benedicta vom Kreuz weihte sie ihr Leben dem Kreuz und für das jüdische und das deutsche Volk. Wegen der Judenverfolgung verließ sie Deutschland am 31. Dezember 1938 und wurde in den Karrnel Echt in den Niederlanden aufgenommen. Dort wurde sie am 9. August 1942 von den Nationalsozialisten verhaftet und in das zur Ausrottung des jüdischen Volkes bestimmte Vernichtungslager Auschwitz verschleppt, wo sie vermutlich am 9. August 1942 in der Gaskammer ermordet wurde. Diese Frau, die das Schicksal des 20. Jahrhunderts aufweist, im Guten wie im Bösen, wurde am 11. Oktober 1998 heiliggesprochen und 1990, zusammen mit Birgitta von Schweden und Katharina von Siena, zur- Mitpatronin Europas ernannt.
   Franz von Assisi hat immer viele Menschen fasziniert. Im Laufe der Geschichte versuchten unzählige Menschen, diesem Heiligen zu folgen und sein Vorbild nachzuahmen. Zahlreiche Menschen folgten der Spur ihres großen Meisters in ganz besonderer Weise. Zu ihnen zählt Pater Maximilian Kolbe. Geboren am 7. Januar 1894 in Zdunska Wola, fühlte er sich immer als echter Pole, verleugnete aber seine deutsche Abstammung nicht. Pater Kolbes Vorfahren väterlicherseits waren deutsche Auswanderer, die im 19. Jahrhundert mit anderen Leinenwebern in der Gegend um Lodz (Mittelpolen) angesiedelt wurden. Im Jahre 1910 trat Reimund Kolbe in den Minoritenorden ein und erhielt den Ordensnamen Maximilian. Erstedierte in Krakau und dann in Rom, wo er sein Studium mit dem Doktorat abgeschlossen hat. Während seines Aufenthaltes in Rom wurde ein Ereignis für sein weiteres Leben entscheidend. Im Januar 1917 feierten die Freimaurer das 200 jährige Gründungsfest. Eine der dabei ausgegebenen Parolen war diese: „Der Teufel wird im Vatikan regieren und der Papst wird ihm als Schweizergardist dienen”. Von dieser Stunde an bewegte Kolbe die Frage, wie diese von Gott fernen, mit solch abgründigem Hass gegen die Kirche, und gegen den Papst erfüllten Menschen zu retten seien. Mit sechs Mitbrüdern gründete Pater Kolbe am 17. Oktober 1917 die „Militia Immaculatae”, die in den deutschsprachigen Gebieten unter dem Namen „Kreuzzug der Unbefleckten” bekannt wurde. Als Ziel hatte sie die Bekehrung der Sünder, besonders der Freimaurer und die Heiligung aller Menschen. Am 28. April 1918 wurde Maximilian Kolbe zum Priester geweiht und im Juli 1919 kehrte er nach Polen zurück. Trotz Gesundheitsproblemen arbeitete er viel. Im August 1927 entstand 42 km westlich von Warscha „Niepokalanow Immaculatum”, das heißt „Stadt der Unbefleckten”, wo auch die Pressezentrale aufgebaut wurde. Diese Gründung entwickelte sich bewundernswert rasch. Mit dem Einsatz aller nur möglichen Massenmedien und Kommunikationsmittel wollte er verwirklichen, was in der Gründungsurkunde seiner geistlichen Kampftruppe steht: Die Bekehrung der Gottfernen und die Heiligung aller Menschen. Dann kommt die tragische Kriegszeit. Mitte September 1939 wurde die von Patc Kolbe gegründete Stadt der Unbefleckten Niepokalanow vom deutschen Heer besetzt und es kommt zur ersten Festnahme Pater Kolbes und seiner Mitbrüder. Wegen seines unmissverständlichen Glaubensbekenntnisses wurde er schwer misshandelt und am 28.Mai 1941 in das KZ Auschwitz abtransportiert. Dort musste er, wie viele andere, den grundlosen Hass unmenschlicher Terrorgewalt verspüren und an sich austoben lassen. Er aber kannte den Hass nicht. Seine Art war es, sich zu opfern und sich für andere einzusetzen in der Kraft des Glaubens. Dort im Konzentrationslager von Auschwitz bietet sich Pater Kolbe zun Tod des langsamen Verhungerns an, für einen anderen, für einen Familienvater der zur Vergeltung für die Flucht einees Häftlings mit neun anderen sterben sollte. Pater Maximilians Haltung, auch in den letzten Tagen im Hungerbunker, war heroisch. Maximilian Kolbe hat die Liebe bis zum Ende gelebt. Die Zeugen des Hungerbunkers und selbst die Henker waren außer Fassung. Am Vortag des Festes der Aufnahme der Gottesmutter in den Himmel starb er als Letzter von zehn Mithäftlingen, die er bis zum letzten Atemzug tröstete und ermutigte – aus der Kraft des Glaubens. Er wurde 1971 durch Papst Paul VI. selig und1982 durch Papst Johannes Paul II heilig gesprochen, in Anwesenheit des Mannes, für den er damals freiwillig sein Leben gab. Es handelt sich hier nicht um eine bloße Erinnerung an schlimme Zeiten, die Pater Kolbe erfahren musste.
   Es handelt sich vielmehr um das Glaubenszeugnis eines Menschen, der in bedrängter Lage jene Erfahrung gemacht hat, die Psalm 23 so wiedergibt: „Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht ich fürchte kein Unheil, denn du bist bei mir.”
   Dieses ergreifende Beispiel und die so scharfe Gegenüberstellung von Liebe und Hass erlaubt uns ohne falsche Ausflüchte, die wahren Fragen an unser persönliches christliches Engagement zu stellen. Was für eine Demonstration der Liebe! Welch eine Erfahrung des Heils! Ein Mensch ist gestorben und die Menschlichkeit ist gerettet, so eng ist das Band zwischen Heil und Liebe.
   Gottesliebe und Nächstenliebe gehören untrennbar zusammen, das eine bedingt das andere. In der selbstlosen Liebe zum Nächsten begegnen wir Gott. Mit Christus und in Christus lieben bedeutet, das Leben über den Tod, und die Liebe über den Hass siegen zu lassen. Eine Zuwendung aus Liebe lässt jedes Herz erblühen und die Seele sich weiten. Sie ist unerlässlich für das Herstellen einer Beziehung unter Menschen. Wer sich in das Abenteuer der Liebe hineinbegibt, der entfaltet und vertieft sein eigenes Leben und verleiht ihm mehr Qualität. Das sehen wir deutlich am Leben und Denken eines berühmten evangelischen Christen, Dietrich Bonhoeffer. Er wurde am 4. Februar 1906 in Breslau geboren, studierte Theologie in Tübingen und in Berlin, wo er mit der Doktorarbeit „Sanctorum Communio”, „Gemeinschaft der Heiligen”, 1927 abschloss.
   Bonhoeffers zentrales Thema ist Jesus Christus, der einzige Erlöser, in dem das Wunder der Menschwerdung Gottes geschieht und die von ihm begründete Kirche: Kirche als Leib Christi, die sich zusammensetzt als die Gemeinde der Christus Nachfolgenden. Von diesem Mittelpunkt her ergänzen und bedingen sich theologisches Nachdenken, spirituelle Tiefe und ethisches Verantwortungsbewusstsein. Er war überzeugt, dass man als Christ nicht die Augen vor dem Unrecht verschließen dürfe und der Politik nicht einfach den Rücken kehren könne. Der Glaube an Gott und der Kampf gegen das Unrecht waren für ihn zwei Seiten derselben Medaille. Schon vor 1933 warnte er ausdrücklich vor den Gefahren des Nationalsozialismus. Seine christliche Gesinnung hatte ihn schon früh zu einem Gegner der Nationalsozialisten gemacht. In seinen „Friedensreden” warnte er vor der drohenden Kriegsgefahr, 1935 schloss er sich der oppositionellen „Bekennenden Kirche” an. Am 5. April 1943 wurde Bonhoeffer wegen des Vorwurfs des Amtsmissbrauchs zu kirchenpolitischen Zwecken von der Gestapo verhaftet und in das Wehrmachtsuntersuchungsgefängnis in Berlin-Tegel gebracht. Aus christlicher Nächstenliebe heraus kümmerte er sich dort um Mitgefangene, sprach ihnen Mut zu und betete mit ihnen und für sie. Glaube war für Bonhoeffer immer lebensbezogen, was sich durch sämtliche Schriften zog. Glaube spielt sich nicht in irgendwelchen Nischen ab, sondern umfasst das gesamte Leben, die gesamte Welt, wie Christus der Herr der Welt ist. Die Beweise der konspirativen Tätigkeit Bonhoeffers wurden durch die Gestapo nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler vom 20. Juli 1944 gefunden, die sein Todesurteil bedeuteten. Er wurde über das Konzentrationslager Buchenwald nach Flossenbürg gebracht. Am 8. April 1945 wurde er zum Tode verurteilt und hingerichtet. Vor seinem Tod, kniete er nieder und betete. Dietrich Bonhoeffers letzten Worte zeugen von seinem starken Glauben an das Christentum und dessen Verheißungen: „Das ist das Ende. Für mich der Beginn des Lebens.” Diese Worte, verbunden mit anderen und ganz besonders mit dem Gedicht “Von guten Mächten wunderbar geborgen”, fassen das Leben dieses überzeugten, mutigen Christen, des wahren Mannes der Ökumene zusammen und bleiben ein erbauendes Beispiel für Christen aller Zeiten.
   Um die Menschheit zu retten, sind Menschen nötig, die ihr Leben wagen, um zu lieben, wahrlich zu lieben. Nur solche Menschen können leichter frei von Hassgefühlen sein, und nur dann gehören sie zu jenen Menschen „guten Willens”, denen zu Weihnachten der Friede auf Erden zugesagt ist. Das bedeutet, dass die Zukunft denen gehört, die sich im Geiste Jesu Christi mit Bescheidenheit, Liebe und Ausdauer für die Menschen einsetzen.
   Im Jahre 1943, in München – in einer Zeit der Diktatur und Unterdrückung, in einer Zeit der Gottlosigkeit und Gottvergessenheit – haben die Mitglieder der „Weißen Rose” ihr junges Leben hingegeben. Wofür? Für Gott und für die Menschen. Und es begann die Entwicklung von zunächst unpolitischen bis hin zu bewusst politisch handelnden Menschen, die sich der diabolischen Manipulation menschlicher Sehnsucht im NS-Regime unter Einsatz ihres Lebens widersetzten. Sie waren überzeugt, dass dort, wo Gott nichts gilt, auch der Mensch nichts gilt. Für diese Wahrheit haben sie gekämpft, dafür sind sie gestorben. Eine von ihnen, Sophie Scholl, schrieb in ihr Tagebuch: „Die Leute fürchten um die Existenz Gottes. Fürchten muss man um die Existenz der Menschen, weil sie sich von ihm abwenden, der ihr Leben ist”. Diese Wahrheit hat nichts von ihrer Bedeutung verloren – sie bleibt eine Warnung für die Menschheit! Diese Erlebnisse prägen die Gewissheit, dass aller Hass anerzogen ist und sie ermuntern dazu, das Gute im Menschen zu sehen. Hier sehen wir deutlich alle Gefahren der Ideologie – der Ideologie der Gottlosigkeit. Wir sehen, dass dort, wo der Mensch sich von Gott und damit von der Gnade Gottes loslöst, wo er sich selbst zum Maßstab aller Dinge macht, massiv die Sünde einbricht, die die menschliche Gesellschaft zerstört und das Leben für viele Menschen zur Hölle macht.
   „Die Liebe Christi drängt uns” (2 Kor 5,14), sagt der Apostel Paulus und wenn sie einmal gekeimt hat, treibt sie Wurzeln, die nicht mehr aufhören zu wachsen. Deswegen erinnerte Papst Johannes Paul II. die Menschheit unermüdlich mit seiner väterlichen Sorge daran, dass sie heute eine „Zivilisation der Liebe" dringend nötig hat - eine Zivilisation, die auf universalen Werten des Friedens und der Solidarität, der Gerechtigkeit und der Freiheit basiert. Ähnlich hat Papst Johannes XXIII, gesagt: „Gerade heute bedürfen die Menschen dringend der wärmenden Liebe, wenn sie nicht zugrunde gehen und mit dem Glauben an Gott auch die Möglichkeit eines glücklichen und tätigen Zusammenlebens verlieren sollen". Wir Menschen brauchen das Licht der Liebe, um wirklich zu leben, denn in der Liebe, die ihre Quelle im Herzen Christi hat, liegt die Hoffnung für die Zukunft der Welt.
   Die geistige Situation bei vielen unserer Zeitgenossen lädt uns ein, heute mehr denn je, die Fenster zu öffnen, damit alle die Hoffnung, den Glauben, die wahre Liebe und Gott, der diese Liebe ist, sehen können. Die Herausforderung der aktuellen Stunde ist groß! - „Erziehung zur Menschlichkeit”. Es ist unsere höchste Pflicht als Christen, die Welt menschlicher, menschenwürdiger zu machen, die Hoffnung zu vermitteln, das Gute und Schöne zustande zu bringen und dafür zu sorgen, dass die Zivilisation, der wir angehören, neu mit der Botschaft des Evangeliums belebt wird und sich an der Dynamik des großen evangelischen Gebotes der Liebe orientiert. Die Mitglieder der „Weißen Rose”, die als vielseitig begabte, weltoffene Menschen das Leben liebten und in ständiger kritischer Auseinandersetzung mit sich und ihrer Umwelt lebten, haben das gut verstanden. Keiner von ihnen war ein Fanatiker oder idealistischer Schwärmer. Sie waren durchdrungen von der Sehnsucht, das Leben in seiner Intensität und Fülle zu erfahren. Sie gelten heute wie damals für die Menschen guten Willens als orientierungsweisend.
   In der letzten Zeit wurde eine Münchner Ordensfrau der Armen Schulschwestern, Imma Mack, für ihren mutigen menschenwürdigen Einsatz zugunsten von Häftlingen des Konzentrationslagers Dachau in der Nazizeit, geehrt. Schon im Jahre 1986 hat ihr der Freistaat Bayern den Bayerischen Verdienstorden verliehen. Im Dezember 2004 wurde Schwester Imma Mack in die französische Ehrenlegion (höchste Auszeichnung) durch die Republik Frankreich aufgenommen und am 6. Juni 2005 wurde sie von Ministerpräsident Edmund Stoiber mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse ausgezeichnet.
Die heroischen und lebensgefährlichen Einsätze von Schwester Imma Mack, wurden auf dringliche Bitte von vielen, später in einem von ihr geschriebenem Buch: „Warum ich Azaleen liebe" geschildert (zuerst im EOS Verlag 1988 veröffentlicht; mut Literatur) und in verschiedene Sprachen übersetzt.
Josefa Maria Imma Mack wurde am 10. Februar 1924 in Möckenlohe in der Nähe von Eichstätt geboren und seit 1944 gehört sie der Kongregation der Armen Schulschwestern an. Die damals 20-jährige Kandidatin der Armen Schulschwestern, unter dem Decknamen „Mädi”, besuchte von Freising aus regelmäßig die Gärtnerei des Konzentrationslagers Dachau und versorgte alle 8 Tage die dort inhaftierten Priester mit Hostien, Messwein, Medikamenten, Lebensmitteln und schmuggelte Briefe. Wer dies tat, musste mit der Todesstrafe rechnen.
   Maßgeblich beteiligt war sie auch an der Vorbereitung der geheimen Priesterweihe (am 17. Dezember 1944) des von tödlicher Krankheit gezeichneten Diakons Karl Leisner aus dem Bistum Münster (entschiedener Gegner des nationalsozialistischen Unrechtsstaates) durch den in Dachau inhaftierten französischen Bischof Gabriel Piguet von ClermontFerrand in der Auvergne. Josefa Imma Mack, diese mutige „Mädi” vermittelte Nachrichten und Kontakte zwischen den im KZ inhaftierten Priestern und dem Münchner Kardinal Faulhaber. Sie schmuggelte die zu dieser außerordentlichen Weihe benötigten heiligen Öle, liturgischen Gewänder und Bücher ins Lager. Sie war bei dieser Priesterweihe nicht physisch, aber geistlich anwesend und konnte sich diese einmalige Stunde gut vorstellen. Es musste sicher ein erschütterndes Bild gewesen sein, als der todkranke Diakon in seiner KZ-Kleidung an den Altar trat, um im Kreis mitinhaftierter katholischer Geistlicher von dem französischen Bischof die Priesterweihe zu erhalten. Dank dem großen Mut von „Mädi”, konnte Karl Leisner am 26. Dezember 1944 seine erste Heilige Messe feiern, die auch seine einzige blieb. Am 12. August 1945 starb er an den Folgen der erlittenen mehrjährigen Haft. Papst Johannes Paul II. hat ihn im Jahre 1996 selig gesprochen. Das, was in Dachau und an anderen Orten der Grausamkeit, der Unmenschlichkeit, des Hasses und des Todes geschehen ist, darf nie dem Vergessen anheim fallen. Deswegen kann ich mit Kardinal Friedrich Wetter, der dies beim 60. Jahrestag (2005) in Dachau gesagt hat, nur wiederholend erinnern: „Von uns wird aber mehr verlangt als Erinnerung und Gedenken: Wir müssen Position beziehen ... Im Kampf zwischen Gut und Böse, zwischen Humanität und Unmenschlichkeit, der zu jeder Zeit größte Aufmerksamkeit verlangt, müssten sich die Menschen auf die richtige Seite stellen. Sie müssten sich dafür einsetzen, dass die unantastbare Menschenwürde gewahrt wird und Gerechtigkeit und Liebe siegen.”
   Menschen, wie Schwester Imma Mack, Diakon Karl Leisner, Bischof Gabriel Piguet und ... sind und bleiben für uns Vorbilder des Glaubens, der Hoffnung und der tatkräftigen Liebe und helfen in jeder Lebenssituation, das Evangelium überzeugend zu leben! Einen Menschen nannte man „Löwe von Münster” und zwar Clemens August von Galen, geboren am 16. März 1878 auf Burg Dinklage im Kreis Vechta, in einer tief religiösen Familie. Nach dem Abitur studierte er Philosophie in Freiburg in der Schweiz. Danach begann er die theologischen Studien in Innsbruck und vollendete sie in Münster, wo er am 28. Mai 1904 zum Priester geweiht wurde. Er arbeitete als Seelsorger zuerst in Münster, dann in Berlin.
   Im Jahre 1933 wurde er zum Bischof von Münster ernannt. Von Anfang an erkannte er die Gefahren, die von der nationalsozialistischen Bewegung ausgingen und mahnte in zahlreichen Predigten und Hirtenbriefen vor dem menschenverachtenden „Neuheidentum”, kämpfte um die Verteidigung von Gottes- und Menschenrechten, wie auch um die christliche Erziehung in den Familien. In seinem Hirtenbrief vom 26. März 1934 schrieb er: „Heute werden Schriften verbreitet und empfohlen, welche verkünden, dass nicht Gott die Welt und ihre Entwicklung hervorgebracht habe, sondern dass die Gottesidee ein Ergebnis dieser Entwicklung sei. Das ist neues Heidentum. Die katholische Kirche lehrt, dass Gott wirklich und wesentlich von der Welt geschieden ist; die Neuheiden aber erklären, dass Gott der Welt und vor allem dem Blute verhaftet sei. Nach der Lehre der katholischen Kirche ist Gott unendlich in seinem Wollen und Denken. Nach den Neuheiden aber hat Gott Wille, Verstand und Persönlichkeit nur im Menschen. Nicht Gott ist mehr Herr, sondern der Mensch, und es wird Gott geradezu der Knecht des Menschen genannt. (...) Die Neuheiden leugnen die Gemeinschaft der für alle Völker bestimmten Kirche Christi und streben eine Nationalkirche an, die nicht auf der Grundlage des gemeinsamen Glaubens an die Offenbarung ruht, sondern auf den Lehren von Blut und Rasse”.
Der „Löwe von Münster”, Bischof Clemens August von Galen hatte auch an der Entstehung der Enzyklika von Papst Pius XI. „Mit brennender Sorge”, die er von allen Kanzeln seines Bistums verlesen ließ, erheblichen Anteil. Im Sommer 1941, am 13. und 20. Juli und am 3. August, verurteilte er in drei berühmten Predigten den Klostersturm der Nazis und deren Euthanasie-Programme, Tötungsaktionen an den Geisteskranken. Seine Predigten verbreiteten sich rasch im gesamten deutschen Einflussgebiet und versetzten dem nationalsozialistischen Regime einen empfindlichen Schlag. Prophetisch sind seine Worte, die er in einer Predigt am 3. August 1941 im Dom von Münster als Kämpfer für die Menschenrechte ausgerufen hat, als die Nationalsozialisten anfingen, Geisteskranke als so genannte unproduktive Volksgenossen zu verschleppen und zu töten. Er sagte damals: „Eine Lehre macht sich breit, die behauptet, man dürfte so genanntes lebensunwertes Leben vernichten, also unschuldige Menschen töten, wenn man meint, ihr Leben sei für Volk und Staat nichts mehr wert. Eine furchtbare Lehre, die die Ermordung Unschuldiger rechtfertigen will, – die die gewaltsame Tötung der nicht mehr arbeitsfähigen Invaliden, Krüppel, unheilbar Kranken, Altersschwachen freigibt. Hier handelt es sich aber um Menschen. – Hast du, habe ich nur so lange das Recht zu leben, solange wir produktiv sind?” Diese Worte sollten keineswegs in den Geschichtsbüchern begraben bleiben. Sie sind hochaktuell, auch in unseren demokratischen Staaten, denn wieder gibt es heute in der Gesellschaft starke Kräfte, die das menschliche Leben bedrohen. Solcher Gesellschaft gegenüber aber darf die Kirche Jesu Christi, dürfen wir als Christen nicht schweigen!
   Während seines Schaffens als Bischof war Clemens August Graf von Galen sich immer bewusst, dass er jeden Moment verhaftet werden könnte. Doch nie hat er sich der von ihm immer wieder betonten Verantwortung entzogen. Das Einzige, was ihn sehr traf war, war die Tatsache, dass die Nazis nicht gegen ihn vorgingen sondern gegen seine Priester und Ordensleute. Viele, die ihm auf diesem Weg folgten, wurden verhaftet, verbannt, zu Gefängnisstrafen verurteilt oder in Konzentrationslagern gefangen gehalten. Durch seine außerordentlichen Leistungen für die Menschen und als einer der größten Widerstandskämpfer der Kirche in seiner Zeit war er ein sehr geschätzter und beliebter Mensch. Deshalb wurde er am 18. Februar 1946 in das Kardinalskollegium berufen. Leider verstarb er wenige Tage später, am 22. März, nach seiner Rückkehr nach Münster, an einer zu spät erkannten Erkrankung. Er wurde am 9. Oktober 2005 im Petersdom in Rom selig gesprochen. „Seine Seligsprechung im Herbst 2005 fällt in eine Zeit, in der die Religion durch den Laizismus an den Rand gedrängt wird und in der die Kultur des Lebens droht durch eine Kultur des Todes abgelöst zu werden. Gerade jetzt kann uns Kardinal von Galen ein großes Vorbild sein: zum einen durch seine Bereitschaft, die Freiheit des Gewissens und des Glaubens stets zu verteidigen, zum anderen durch seinen uneingeschränkten Einsatz für eine Kultur des Lebens.
   Gegenwärtig wird in Europa viel über Euthanasie diskutiert, die bereits in einigen Staaten zugelassen ist. Der verstorbene Papst Johannes Paul II. hat die Zeichen der Zeit rechtzeitig erkannt. Sein Beschluss, Kardinal von Galen in das Verzeichnis der Seligen aufzunehmen, ist ein Signal, sich für ein würdiges Sterben von Alten und Kranken einzusetzen und sich gegen die Tötung dieser Menschen im Namen einer fragwürdigen Humanität zu stellen.” Diese treffenden Bemerkungen und noch mehr wertvolle Informationen finden wir auf der Website von Eva Demmerle, Pressesprecherin des „Familienkreises Clemens August Kardinal von Galen” (mut Links). Die Menschheit heute braucht dringend eine Erziehung zu Liebe und Leben, statt zu Hass und Tod. Die Seligsprechung des Kardinals von Galen stellt eine Verpflichtung für jeden einzelnen Christen dar, den Mut zur Zivilcourage aufzubringen, wann immer es im Alltag erforderlich ist.
   In den Zeiten der gott- und menschfeindlichen Ideologien kehrt immer die Zeit der Zeugen und der Märtyrer zurück – als mutige Kämpfer für Gottes- und Menschenrechte in einer Welt, wo die herrschende Kultur des Todes eine Gesellschaft ohne Zukunft schafft. Wir sollten sie nie vergessen!
Die Veröffentlichung „Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts”, Schöningh-Verlag, Paderborn 2001, herausgegeben im Auftrag der Deutschen Bischofskonferenz von Prälat Dr. Herlmut Moll aus dem Erzbistum Köln, früher Mitarbeiter der Vatikanischen Glaubenskongregation, kann dabei eine besondere Hilfe sein (mut Literatur). Es handelt sich um ein epochales Werk, das mithelfen kann, jene großen Zeugen für Christus und den Glauben der Kirche dem Vergessen zu entreißen. Rund 150 Fachleute erstellten über 700 biographische Artikel, welche vor allem die Opfer des Nationalsozialismus, des Kommunismus und der Verfolgungen in den Missionen vorstellen.
   Dazu empfehle ich auch einige wertvolle Videofilme von Rita Strothjohann zu diesen Themen, die in der letzten Zeit im Bayerischen Fernsehen ausgestrahlt wurden: „Deckname Mädi”, „Die Priester von Dachau”, sowie „Der Marsch ins Ungewisse – vom Leidensweg der 7000 im April 1945”, bei „Steyl-medien”.
   In einer zerstrittenen Welt sind Friede und Freiheit möglich, wenn wir uns gegenseitig vergeben und versöhnen. Ohne Versöhnung und ohne die Gegenwart Gottes unter den Menschen wird der Tod wiederum zum Tod führen, und Krieg wird nur Krieg und Terrorismus hervorrufen.
Mögen diese Überlegungen uns selbst und viele Menschen in der Zuversicht bestärken, dass sich der Geist der Liebe und Versöhnung als stärker erweist, als Hass und alle Hindernisse. Mit den programmatischen Worten des Papstes Benedikt XVI., die er beim Treffen mit Muslimen in Köln während des Weltjugendtages 2005 formuliert hat, möchte ich alle Menschen guten Willens ermutigen und ihnen sagen: „Wenn es uns gemeinsam gelingt, das Hassgefühl aus den Herzen auszurotten, uns gegen jede Form von Intoleranz zu verwahren und uns jeder Manifestation von Gewalt zu widersetzen, dann werden wir die Welle des grausamen Fanatismus aufhalten, die das Leben so vieler Menschen aufs Spiel setzt und den Fortschritt des Friedens in der Welt behindert. Die Aufgabe ist schwer, aber nicht unmöglich. Der gläubige Mensch weiß nämlich, dass er sich trotz der eigenen Schwäche auf die geistige Kraft des Gebetes verlassen kann.”
   Deswegen dürfen wir als Christen mit Dietrich Bonhoeffer sagen: „Die Antwort des Gerechten auf die Leiden, die ihm die Welt zufügt, heißt: Segnen. Das war die Antwort Gottes auf die Welt, die Christus ans Kreuz schlug: SEGEN. Gott vergilt nicht Gleiches mit Gleichem, und so soll es auch der Gerechte nicht tun. Nicht verurteilen, nicht schelten, sondern segnen. Die Welt hätte keine Hoffnung, wenn dies nicht wäre. Vom Segen Gottes und der Gerechten lebt die Welt und hat eine Zukunft.”
Anschrift des Autors: Dr. Bogdan Piwowarczyk, Innhöhe 5, 83512 Wasserburg
Nichts,
wirklich gar nichts ist lebenswert
ohne Liebe;
aller Sinn des Lebens ist erfüllt,
wo Liebe ist.

Dietrich Bonhoeffer
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Links
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PiwowarczykWer war Maximilian Kolbe?PiwowarczykMaximilian-Kolbe-Werk e.V. Freiburg
PiwowarczykInternationalen Bonhoeffer-Gesellschaft (ibg)PiwowarczykInternational Dietrich Bonhoeffer Society
PiwowarczykDie Weiße Rose. Widerstandsgruppe Münchner StudentenPiwowarczykWeiße Rose Stiftung e.V.
PiwowarczykSchwester Maria Imma Mack
Clemens August Kardinal von Galen: PiwowarczykEva DemmerlePiwowarczykÖkumenisches Heiligenlexikon
Piwowarczyk Inge Scholl: Die Weiße Rose
Piwowarczyk Widerstand im Dritten Reich
LiteraturNur die im obigen Aufsatz erwähnte Literatur ist aufgeführt.
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Mack PiwowarczykJosefa Mack: Warum ich Azaleen liebe. Erinnerungen an meine Fahrten zur Plantage des Konzentrationslagers Dachau von Mai 1944 bis April 1945. EOS 1988. Broschiert, 154 Seiten moll
Helmut Moll, Hg.: Zeugen für Christus. Das deutsche Martyrologium des 20. Jahrhunderts. 2 Bde. Schöningh 1999. Gebunden, 1308 Seiten Piwowarczyk
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© by Herbert Huber, Bogdan Piwowarczyk, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 3.12.2005