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Vers�hnung
Dr. Bogdan Piwowarczyk: "Spiel mit dem Teufel – II. Teil"
Klerusblatt. Zeitschrift der katholischen Geistlichen in Bayern und der Pfalz. 90 9/2010, S. 216-218
Piwowarczyk Spiel mit dem Teufel I. Teil

Die Macht des Satans ...

   Der Teufel verführt mit den scheinbar menschlichsten aller Ideale. Was jedoch bleibt, ist ein Mensch, der sich allein vorfindet mit seiner Macht zum Tun, verfangen in seinen Machenschaften. Der Satan stattet die Betroffenen mit großer, erstaunlicher Macht aus (vgl. 2 Thess 2,3 und Offb 13,2), die ihn für die Menschen reizvoll und anziehend macht. Er zieht die Seele zunächst nicht zum Teuflischen hin, wie sich dessen Karikatur in Literatur, Kunst und in den Bildmedien abzeichnet. Wenn sich der Teufel des Leibes bemächtigt, dann kann die Seele nicht mehr aktiv sein. Im Falle von Besessenheit ist der Dämon das Handlungssubjekt, das Individuum selbst handelt nicht mehr.

   Das eigentliche Wirken des Satans ist nun sein ständiger Versuch, die Menschen zum Bösen zu verführen, indem er ihr Vorstellungsvermögen und ihre höheren Fähigkeiten beeinflusst, um sie in die dem Gesetz Gottes entgegen gesetzte Richtung zu lenken. Er versucht die Menschen als freie Wesen auf sich selbst und seine Befriedigung zurückzuwerfen. Insbesondere heute wird der aufmerksame und teilweise entmutigte oder verstörte Gläubige dieser Herausforderung gewahr.

   Es handelt sich um einen subtilen Krieg gegen die Wahrheit: den Krieg des Bösen gegen den Menschen, um ihn von der Wahrheit Gottes zu entfernen. Die Macht des Satans ist listig und gewaltvoll zugleich! Er bedient sich der Mittel, die ihm die Welt zur Verfügung stellt. So liest man immer wieder in der Bibel von Menschen, die vom Bösen, von Dämonen bedrängt wurden, wie z.B.: Maria Magdalena (vgl. Mk 16,9) oder der Besessene von Gerasa (vgl. Mk 5,1-20). Aus diesen Geschichten erfahren wir, dass das und der Böse, die Dämonen, Feinde des Menschen sind, die Unruhe und Unfrieden im Herzen des Menschen und der Menschen untereinander stiften und zur Sünde verführen. Die Dämonen, von denen die Rede ist, haben eine große Kraft und ihr gemeinsames Ziel ist Sünde, Zerstörung, Leid und Tod des Menschen!

   Dazu machte Papst Johannes Paul II. diese treffende Bemerkung: „Satan stellte sogar Jesus auf die Probe (vgl. Lk 4,3-13) mit dem extremen Versuch, den Forderungen der Heilsökonomie, so wie sie von Gott geplant war, entgegenzuarbeiten. Es ist nicht ausgeschlossen, dass der böse Feind es in gewissen Fällen so weit treibt, seinen Einfluss nicht nur auf materielle Dinge, sondern auch auf den Leib des Menschen auszuüben. Man spricht dann von, ,Besessenheit durch den Teufel' (vgl. Mk 5,29). Es ist oft schwierig, das Außernatürliche, das in solchen Fällen vorkommt, zu unterscheiden, die Kirche versteht sich nicht leicht dazu und gibt nicht leicht der Tendenz nach, viele Tatsachen der direkten Intervention des Teufels zuzuschreiben. Aber vom Prinzip her kann man es nicht verneinen, dass der Satan in seinem Wollen, zu schaden und zum Bösen zu verführen, es zu dieser extremen Bekundung seiner Gewalt bringen kann.“

   Unser jetziger Papst Benedikt XVI. schreibt dazu in seinem Buch "Jesus von Nazareth": „Matthäus und Lukas erzählen von drei Versuchungen Jesu, in denen sich das Ringen um seinen Auftrag spiegelt, aber damit zugleich die Frage ansteht, worum es im Menschenleben überhaupt geht. Der Kern aller Versuchung ... ist das Beiseiteschieben Gottes, der neben allem vordringlicher Erscheinenden unseres Lebens als zweitrangig wenn nicht überflüssig und störend empfunden wird. Die Welt aus Eigenem, ohne Gott, in Ordnung zu bringen, auf das Eigene zu bauen, nur die politischen und materiellen Realitäten als Wirklichkeit anzuerkennen und Gott als Illusion beiseitezulassen, das ist die Versuchung, die uns in vielerlei Gestalten bedroht . ... Immer wieder scheint die Sache Gottes wie im Todeskampf zu liegen. Im Kampf gegen Satan hat aber Jesus gesiegt: Der verlogenen Vergöttlichung der Macht und des Wohlstands, der verlogenen Verheißung einer durch Macht und Wirtschaft allen alles gewährenden Zukunft hat er das Gottsein Gottes entgegengestellt - Gott als das wahre Gut des Menschen. Der Einladung, die Macht anzubeten, setzt der Herr ein Wort aus dem Deuteronomium entgegen - demselben Buch, das auch der Teufel zitiert hatte: ,Den Herrn, deinen Gott, sollst du anbeten und ihm allein dienen' (Mt 4,10; Dtn 6,13)“.

   Satan schafft mit einem Wort Benedikts XVI. ein von den Mächten der Finsternis dieser Welt beherrschtes Klima, eine Luft, die symbolisch wie real verpestet ist und den Menschen und den Glauben ins Lächerliche zieht.

   Jesus, der in der Wüste vom Teufel in Versuchung geführt wird, ist die Erklärung für den inneren und äußern Kampf, den Christus in seinem ganzem Leben führen musste, dargestellt in der Form eines stark dramatischen Theaters. Die Versuchung war kein einmaliges Ereignis an der Schwelle des Priesteramtes des Retters, sondern ein unaufhörlicher, täglicher Kampf gegen die Leichtlebigkeit, gegen einen falschen Messianismus; eine Wahl, die jeden Tag zu machen ist, gegen den Strom zu schwimmen in seinem ganzen Leben, um sich dem Ehrgeiz zu widersetzen, den allzumenchlichen Wünschen. Erinnern wir uns, wie die Juden an den ehrgeizigen Träumen Gefallen fanden, wie die Pharisäer von Jesus Zeichen vom Himmel forderten, wie die Menschenmenge das Manna fallen sehen wollte, usw. (vgl. Joh 2,18; 4-48).

   Der Bericht der Versuchung Jesu ist der Beweis, und auch die vielen Heiligen, die im Lauf ihres Lebens mit dem Fürsten der Finsternis gekämpft haben, beweisen seine Existenz. Sie haben nicht wie „Don Quijote" gegen Windmühlen gekämpft. Sie waren Menschen, die einen ausgeprägten Sinn für die Realität und eine überaus gesunde Psyche hatten.

   Merken wir auch, dass, wenn Jesus dem Teufel bei der Versuchung erwidert, dass „der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern von jedem Wort, das aus Gottes Munde kommt“ (Mt 4,4) – dies kein Zynismus gegenüber den Hungernden ist, sondern die Einsicht, dass der Mensch einen tiefen inneren Halt braucht, um in diesem Leben zu bestehen. Und Alfred Delp sagte: „Brot ist wichtig, Freiheit ist wichtiger, am wichtigsten aber die ungebrochene Treue und die urverratene Anbetung.“

   Seit Jesus Christus können wir verstehen, was Versuchung ist. Die Versuchungen Christi in der Wüste sind die der Menschheit, der die Kirche das Heil vermittelt. Die Steine in Brot verwandeln, würde bedeuten, den fundamentalen Wunsch des Menschen nach Brot durch ständig wachsende und ohne Unterlass befriedigte Bedürfnisse zu ersetzen. Sich von der Höhe des Tempels zu stürzen ohne den mindesten Schaden zu nehmen, das wäre, die Menschen durch Wunder zu faszinieren, ihnen ein falsches Verständnis des Glaubens geben: geistige Wissenschaft der Gnostiker und der Sekten. Die wirkliche Versuchung ist, sich durch das Geschenk verführen zu lassen, Gott zu vergessen, der der Gebende ist.
Dem Bösen bei der Versuchung widerstehen ...
  
   Wir sind in einer Welt, in der die Geschenke Gottes im Überfluss vorhanden sind, mit der Möglichkeit von ihnen Gebrauch zu machen oder sie abzulehnen. Wenn ein Mensch Gott wählt, ist der Dämon nicht zufrieden. Die Gier des Dämons ist immer größer, wenn der Mensch heilig ist. Er ist eifersüchtig auf das Glück des Menschen, der sich auf Gott verlässt und dadurch zum Leben kommt. Dies bestätigen folgende Worte: „Wegen der Eifersucht des Teufels ist der Tod in die Welt gekommen: Die, die ihm gehören, machen damit ihre Erfahrung ...“ (Weish 2,24).
 
   Der gläubige Christ kennt die mehr oder weniger radikalen Versuchungen: Kult des Konsums, des Geldes, der Karriere, des übertriebenen politischen Machtstrebens, des professionelles Erfolges ... Unzählige Masken, mit denen sich der Versucher in unserem Leben präsentiert. Deswegen sagt uns der Apostel Paulus: „Es ist nicht Fleisch und Blut, dem wir entgegen treten, sondern ... bösen Geistern im Überirdischen, die nur besiegt werden können mit den Waffen Gottes“ (Eph 6,12-13).

   Die Taktik des Versuchers ist immer die gleiche, aber stark in Christus hat der betende Mensch nichts zu fürchten. Wenn wir durch alle Versuchungen kommen wollen, müssen wir uns den Händen Gottes überlassen, erkennen, dass wir nicht genügend stark sind, dass wir nicht genügend groß sind, annehmen, uns wie kleine Kinder führen zu lassen, kleine Kinder Gottes, vereint mit Christus durch den Glauben und das Gebet. Wir müssen ganz klein sein, um uns von Gott tragen zu lassen. Solange ein Mensch nicht alles von Gott erwartet und nichts von sich, kann er nicht in Frieden sein und dem Bösen bei der Versuchung tatsächlich widerstehen.

   Deswegen wurde Leszek Kolakowski nicht müde, der satanischen Vermenschlichung des Heiligen Gottes, der sich für die vielen hingegeben hat, entgegenzuhalten, dass das Reich Gottes eine Person ist. Diese Wahrheit hat auch er bemerkt und treffend mit folgenden Worten so formuliert: „Es gibt Gründe, warum wir das Christentum brauchen, aber nicht jedes beliebige Christentum. Wir brauchen nicht das Christentum, damit es politische Revolutionen macht, mit der so genannten sexuellen Befreiung zusammenarbeitet, unseren Begierden Beifall spendet oder die Gewalt preist. Es gibt Kräfte genug in der Welt  – vielleicht mehr als nötig –, um all diese Dinge außerhalb des Christentums zu tun. Die Menschen brauchen das Christentum dann, wenn es ihnen hilft, dem unmittelbaren Druck des Lebens standzuhalten; wenn es ihnen Einblick gibt in die unüberschreitbaren Grenzen menschlichen Daseins, und sie bereit macht, diese Grenzen anzunehmen; wenn es sie eine so einfache Wahrheit lehrt wie die, dass es nicht nur ein Morgen gibt, sondern den Tag nach dem Morgen, und dass die Unterscheidung zwischen Erfolg und Misserfolg nur selten klar ist. Wir brauchen ein Christentum, das weder golden noch purpurn noch rot ist, sondern – grau“.

   Man kann sich natürlich fragen, warum Kolakowski sich so sehr um das Christentum sorgte. Weil er, so scheint es mir, tief davon überzeugt war, dass das Christentum eine der wesentlichen Quellen unserer Kultur und unserer Ethik ist. Ich glaube aber insbesondere, dass Kolakowski, wie eine ganze Reihe seiner Aufsätze zeigt, verstanden hat und verständlich machen will, dass die Negation des Bösen eine absurde Welt schafft, eine Gesellschaft, in der das menschliche Leben keinen Sinn mehr hat. Und gerade das Christentum betont die Realität des Bösen im Menschen. Deswegen hat er Recht,, wenn er uns Christen heute erinnert, dass Christsein immer eine schwierige Aufgabe ist und bleibt, denn das Christentum besteht auch darin, das Böse im Gewissen zu entdecken.

   In seiner letzten Analyse sieht Kolakowski im Christentum ein Heilmittel für die Übel unserer Zeit. Er hat in der Tat verstanden, dass das Christentum nicht den Menschen verneint, um Gott zu bestätigen, dass – im Gegenteil – allein die Existenz Gottes einen Sinn gibt für das individuelle Leben und für die Geschichte der Menschheit. Es ist wesentlich, dass diese Wahrheit durch einen Mann wieder gefunden werden konnte, der am marxistischen Atheismus gelitten hat, da viele Christen dazu neigen, sie zu vergessen. Es ist auch bezeichnend, dass er es ist, der sie an die Wichtigkeit der Geschichte erinnert, an die Tradition, an die christliche Kultur und, der die Zusammenhanglosigkeit des atheistischen Humanismus aufdeckte. Desgleichen erinnert er uns, dass das Evangelium nur ein sozialer Messianismus wäre, wenn es sich nicht auf die Tat Jesu Christi, als Erlöser der Welt berufen könnte.

   Jesu Christi Macht ist die göttliche  Macht, die uns ewiges Leben schenkt,  vom Bösen befreit und die Herrschaft  des Todes besiegt. Sie ist die Macht der Liebe und der Barmherzigkeit, die es versteht, das Gute vom Bösen zu lösen, ein verhärtetes Herz zu erweichen, Frieden in die härteste Auseinandersetzung zu tragen, die Hoffnung im finstersten Dunkel zu entflammen. Diese göttliche Macht zwingt sich nie auf und achtet immer unsere Freiheit.
„Weh denen, die das Böse gut und das Gute böse nennen ...“ (Jes 5,20)

   Diese warnende Wahrheit vor der diabolischen Gefahr der Dynamik des Bösen, über die der Propheten Jesaja spricht, hat nichts von ihrer Aktualität verloren!

   Das Selbstverständnis des neuen autonomen Menschen – Menschen ohne Gott, ist horizontal, nihilistisch, zerstörerisch, zugleich anmaßend, egozentrisch, ausschließlich auf den höchstmöglichen Lustgewinn gerichtet, rücksichtslos gegenüber anderen. Solcher Mensch lehnt jede moralische Kategorie und Autorität außerhalb seines eigenen Wollens und Wünschens ab.

   Das sollte allen kritisch denkenden Menschen die Augen und die Ohren öffnen, um unser Leben in objektivem Lichte zu betrachten! Das führt sie – sollte uns alle führen – zu dem gekreuzigten Jesus Christus, der die Antwort Gottes, als menschenwürdige Antwort auf die Frage nach dem Geheimnis des Bösen ist und gibt. Gott selbst hat auf die quälende Frage, die der Skandal des Bösen auslöst, nicht mit einer prinzipiellen Erklärung geantwortet, als ob er sich selbst rechtfertigen wollte, sondern mit dem Opfer seines eigenen Sohnes am Kreuz. Im Tod Jesu treffen der scheinbare Triumph des Bösen und der endgültige Sieg des Guten zusammen; der dunkelste Augenblick in der Geschichte und die Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit. Deswegen vertrauen wir als Christen darauf, dass Göttliche Liebe uns längst befreit hat vom Unvermögen. Und mit Franz von Sales teilen wir die lebenswichtige Wahrheit, die uns erinnert, dass es „gegen Stolz, gegen Neid, gegen Lieblosigkeit und Hass nur ein einziges, großes Heilmittel gibt – die Liebe.“ So vertrauen wir darauf, dass Leben in Fülle möglich ist, dass Vertrauen sich lohnt und die Menschheit eine Zukunft hat. Wir vertrauen darauf, dass nichts „zum Teufel geht“, dass alles im Gott der Liebe und des Lebens ist und geborgen bleibt und dass der Angst der Boden entzogen ist. Wie kann man nun auf so viel Bosheit anders antworten, als mit der entwaffneten und entwaffnenden Kraft der göttlichen Liebe. Weil Gott unendlich groß ist, kennt auch seine Liebe keine Grenzen. Man kann nicht sagen, wo sie beginnt, wo sie endet. Diese göttliche Liebe lässt uns leben und äußert sich in der Befreiung vom Bösen, von Sünde und Tod. Das sagt uns, dass selbst der in Sünde und in tiefe seelische Not geratene Mensch, nicht zur Einsamkeit verdammt ist – er ist geliebt und trotz allen Elends oder aller Schuld aufgehoben in den Armen des göttlichen Vaters. Er ist großzügig und vergibt. Er ist langmütig und kann warten. Der Vater der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes sucht nach uns. Er setzt ins Leben, lässt wachsen, schafft Raum, ermutigt, gibt Freiheit und Hoffnung.
Mensch – vertrau auf den Herrn und tu das Gute ...

   Angesichts des Bösen in dieser Welt, angesichts der verbreiteten Zukunftsängste, sollten wir nun voll Vertrauen als Christen selbstbewusst auftreten und unseren Zeitgenossen deutlich machen und zeigen, dass wir durch unseren Glauben, unser Vertrauen an den liebenden Gott, vom Bösen befreit und immer erlöst werden. Das gibt Kraft und Orientierung im Leben!

   In diesem Geiste am Ende dieser Überlegung möchte ich, als überzeugter Christ und Priester, jedem Christen und jedem Menschen guten Willens mit den Worten des König David aus dem Psalm 37 diesen Rat geben: Mensch, „errege dich nicht über die Bösen, wegen der Übeltäter ereifere dich nicht! Denn sie verwelken schnell wie das Gras, wie grünes Kraut verdorren sie. Vertrau auf den Herrn und tu das Gute ... dann gibt er dir, was dein Herz begehrt. Befiehl dem Herrn deinen Weg und vertrau ihm; er wird es fügen. Sei still vor dem Herrn und harre auf ihn! ... Meide das Böse und tu das Gute, so bleibst du wohnen für immer ... Hoffe auf den Herrn und bleib auf seinem Weg! ... Der Herr hilft ... und rettet ..., er rettet ... vor den Frevlern; er schenkt ... Heil ...“ (vgl. Ps 37,1-40).
Was nützt es einem Menschen, wenn ...

   Nun, lieber, denkender Mitmensch, du, der so vieles Schönes und Gutes vom Gott der Liebe und des Lebens empfangen hast, mach als freies Wesen deine Augen weit auf. Schau dich genau an! Schau gut um dich ... in den Spiegel deines Gewissens, frage dich wer du eigentlich bist und wohin du gehst?
Du kannst nicht, du darfst nicht so kurzsichtig sein um nicht zu begreifen, dass dein Leben auch Grenzen hat und auch du, früher oder später, die nackte Wahrheit in deinem Gewissen mit Tränen erkennen wirst. Lieber Mitmensch, du solltest begreifen, dass immer dort, wo Gott vertrieben wird, Dämonen, Götzen und Ängste zu herrschen beginnen – da ist der Teufel am Werk!

   Gott, der „der Weg, die Wahrheit und das Leben ist“ (Joh 14,5), erinnert uns Menschen an die existentielle nackte Wahrheit: „Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sein Leben einbüßt“ (Mk 8,36). In der Tat, ein Mensch, eine Gesellschaft ohne Glauben an Gott ist auch ohne Hoffnung – ohne Zukunft!

   Lieber Mitmensch, gehen wir nun gemeinsam mit der unschlagbaren göttlichen Hoffnung und mit dem fundamentalen Vertrauen durch das Leben: Nicht mit Leichtsinn, ohne Angst von dem und den Bösen, denn, dem wahren Gott gehört die Zeit und die Ewigkeit. Er ist unsere Zukunft – er hat das letzte Wort! Diese Hoffnung, der Kern des christlichen Glaubens ist das genaue Gegenteil der Verführung durch den Bösen, Nihilismus, Defätismus, Fatalismus und Zynismus einer rein materialistischen Weltanschauung. Es ist besser „naiv“ zu sein, d. h. an Gott zu glauben, ihm zu vertrauen und Friede im Herzen zu haben, als zynisch, hochmütig zu sein – unmenschlich zu handeln und so mit dem Bösen, mit dem Teufel (dem „Lügner") zu spielen! „Ordnet euch Gott unter, leistet dem Teufel Widerstand, dann wird er vor euch fliehen. Sucht die Nähe Gottes; dann wird er sich euch nähern. Reinigt die Hände, ihr Sünder, läutert euer Herz ... Demütigt euch vor dem Herrn; dann wird er euch erhöhen.“ (Jak 4,7-8.10).
   Lieber Mitmensch, spiel nicht dem Bösen – dem Teufel, sondern hör stets in deinem Gewissen die göttliche Stimme der Hoffnung, die uns Menschen durch den Psalmisten sagt: „Wer im Schatten des göttlichen Schutzes steht, für den gibt es immer eine Gewissheit: das Böse hat nicht das letzte Wort, sondern das Gute. Gott triumphiert über die feindlichen Mächte auch dann, wenn sie groß und unüberwindbar scheinen“ (Ps 47)!
Anschrift des Autors: Innhöhe 5, 83512 Wasserburg am Inn
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© by Herbert Huber, Bogdan Piwowarczyk, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 15.9.2010