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Piwowarczyk
Glaubensgespräche im Jahr 1999
Mit Pfarrer Dr. Bogdan Piwowarczyk - Tel. 08071/ 95 95 8, Bogdan PiwowarczykBogdan Literatur
Frauen und Kirche
Wasserburg (rk) - Im Rahmen der Wasserburger Glaubensgespräche fand im Pfarrsaal St. Konrad in Wasserburg, ein Vortrag von Dr. Bogdan Piwowarczyk unter dem Titel „Was für eine Frau – Maria!” statt. Die etwa 50 Teilnehmer waren bis von Karlsruhe und Ottobeuren angereist. Piwowarczyk ging zunächst auf die Problematik des Verhältnisses zwischen Frau und Mann vor Gott und in der Kirche ein. Es gelte, die meist emotional geführten Debatten vor allem über die Zulassung der Frau zum Priesteramt auf ein realistisches Frauen- und damit zugleich Marienbild zurückzuführen. „Wenn wir uns als Christen verwirklichen wollen, dann sollten wir zunehmend mehr Energie freisetzen, wie Maria, um für Gott und die Menschen dazusein” meinte er. Die Erauenfrage in der Kirche lasse sich nicht auf das Problem der Zulassung zu Weiheämtern reduzieren. Das Priestertum. sei keine Macht- oder Ehrenposition, sondern ein Dienst, die Priesterweihe ein Sakrament, das die Kirche von Jesus Christus empfangen habe.
In der lebhaften Aussprache zeigten die Teilnehmer verschiedene Aspekte der Rolle Marias, aber auch der Rolle der Frau in der Kirche auf. Die Frau sei dazu berufen, das spezifisch Mütterlichweibliche in Kirche und Welt zu bringen.
Am Samstag, 4. Dezember, findet im Pfarrzentrum St. Konrad zur Vorbereitung auf das Heilige Jahr 2000 ein Einkehrtag mit Dr. Piwowarczyk statt. Beginn 9.30 Uhr, Anmeldungen werden im Pfarramt St. Jakob in Wasserburg bis 28. November entgegengenommen.
rk – Wasserburger Zeitung, 31.10.1999; mit freundlicher Genehmigung
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"Vertraulicher Bericht eines Priesters" und Vorstellung seines neuen Buches: "Mein Ja von gestern für heute und morgen", Pfarrheim St. Konrad, am Montag, den 5. Juli, um 20.00 Uhr
Wasserburg am Inn war schon immer eine besondere Stadt, ein Lebensraum voller Geschichte und gelebter Tradition, aber auch eine Stadt, die offen für "Andersartiges" und "Neues" ist. Hier kann man verweilen und gewachsene .Kultur genießen. Es gibt auch Einblicke in Kunst, Handel und Kultur aus der Vergangenheit bis in die Gegenwart. Ein Blick auf die architektonische und landschaftliche Anordnung dieser Stadt zeigt, warum sie diesen Namen trägt. Hier verbindet sich das "Alte" mit dem "Neuen" in bemerkenswerter Weise. Eine schöne gelungene Harmonie. Eine "moderne" . Stadt mit erhaltenem, mittelalterlichem Gepräge, deren Burg zum historischen Symbol wurde.
Bekanntlich ist Wasserburg am Inn keine Insel, sehr wohl aber eine Halbinsel. Es ist für Menschen auch klar, daß keiner auf die Dauer als "Insulaner" leben kann.
Der Verlauf jeder Lebenszeit ist vergleichbar mit dem Fließen des Wassers das das aus einer Quelle strömt und von uns Menschen nutzbar gemacht werden muß. Jeder Mensch braucht den Mitmenschen zur Kommunikation, zum Leben, zur Findung seines eigenen Standpunktes im Weltgetriebe, zur Selbstfindung und Entfaltung seiner Persönlichkeit. Wir bleiben, als Menschen, stets auf Mitmenschen angewiesen und suchen - bewußt oder unbewußt -, in der geistigen Wüste der Welt die Quelle, um den Durst nach dem Absolutem Ewigen zu löschen. Es wird immer deutlicher, daß Bildung des Menschen nicht nur aus reiner Vermittlung von Informationen besteht. Sie erweist sich immer mehr als Informationsvermittlung. Information ist eine Seite dieser Wirklichkeit, Form und Sinngebung sind die Kehrseite der Medaille. Jedes Bildungsgeschehen soll Informationen "formatieren" und dadurch den ganzen Menschen erreichen. So wird der Mensch als Subjekt angesprochen, als Person in der Tiefe seines Herzens. Bildung bleibt ein Vorgang, der persönlich herausfordert und einen Lebensweg prägt. Was uns fehlt, ist "Erziehung zur Menschlichkeit".
Was dem Menschen von heute Not tut, ist ein Anker in reißenden Strömungen zu sein. Es bleibt unsere christliche Aufgabe, alles zu tun, um unseren Brüdern und Schwestern der großen Menschheitsfamilie, die befreiende, menschenfreundliche und sinnstiftende Botschaft des Evangeliums Jesu-Christi näher zu bringen. Diese Botschaft verschafft uns Menschen "zeitlos" ein besseres - volles Verständnis menschlichen Lebens. Sie wendet sich an alle Menschen aller Zeiten und aller Generationen.
Viele wissen, daß gegenwärtig, gesamtgesellschaftlich, selbst unter Christen, eine bedauernswerte Desorientierung herrscht. Gestärkt durch das Evangelium und das Gebet müßten Christen bereit sein zur geistigen Auseinandersetzung mit den Problemen der Zeit, wenn sie glaubwürdig bleiben und ihre Mission in der Welt erfüllen wollen. Angst und Resignation helfen nicht weiter, es werden Hoffnungsträger gebraucht.
Als katholischer Priester aus Polen und überzeugter Europäer, der hier lebt und arbeitet, versuche ich die Stimmen des christlichen Glaubens zum Sprechen zu bringen. Es gilt für uns Christen heute ein klares JA zu sagen zu dieser Zeit in der wir leben, zu unserer Situation. Es soll ein JA sein, das wir als Berufene sprechen sollen und in dem wir unsere Verantwortung für den Glauben übernehmen, und mit ihrer Botschaft den heutigen Menschen Lebenssinn jenseits der modernen Götzen zu vermitteln.
Glauben und Denken gehören zusammen. Wagen wir es, denkend glauben lernen und glaubend denken zu lernen, denn zum christlichen Glauben gehören: Klarheit des Denkens und die Gläubigkeit aus der Tiefe des Herzens.
Deswegen möchte ich alle Interessierten in Rahmen der "Wasserburger Glaubensgespräche" herzlich zu dem Vortrag "Vertraulicher Bericht eines Priesters" und zur Vorstellung meines neuen Buches: "Mein JA von gestern für heute und morgen" einladen. Alle sind herzlich willkommen.
Wasserburger Heimatnachrichten, Nr. 13/1999, 2.7. 1999
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Bogdan Piwowarczyk: Mein JA von gestern für heute und morgen. Vertraulicher Bericht! Brannenburg: Sudetendeutsches Priesterwerk, 1999. Taschenbuch, 135 S. Piwowarczyk
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Überblick zum gesamten literarischen Werk Piwowarczyks. Bogdan Bogdan Piwowarczyk: Literatur
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“Christliche Ethik wieder entdecken” - Vortragsabend bei der Rosenheimer Paneuropa-Jugend
Rosenheim (re) "Das vereinte Europa muß mehr als eine gemeinsame Marktordnung sein", forderte Dr. Bogdaw Piwowarczyk, der auf Einladung der Paneuropa-Jugend Rosenheim in den "Südtiroler Stuben" im Bahnhof Rosenheim einen Vortrag zum Thema „Europa zwischen Politik und Christentum” hielt.
Der überzeugte Christ, Priester und Paneuropäer ermutigte seine Zuhörer, die christliche Ethik in Europa wieder zu entdecken. Die demokratische Verantwortung eines jeden in der pluralistischen Gesellschaft und die Zukunft der Menschheit in einer neuen, freiheitlichen Weltordnung stellten große Herausforderungen. dar. Die Menschen sollten sich, so Piwowarczyk, nicht am schrecklichen Gestern orientieren, sondern am Heute und Morgen, und gemeinsam ein Europa in Frieden und Freiheit bauen, das seine Einheit in der Vielfalt findet.
Der Referent wandte sich gegen Nationalismus und Totalitarismus, die die Freiheit und Würde des Menschen mißachteten. Die frühere europäische Gemeinschaft des Denkens und Glaubens, die durch die griechisch-römische Antike, Christentum, Islam und Judentum entwickelt und durch. Nationalismus und Kriege zerstört wurde, müsse nun als Rechts-, Kultur- und Wertegemeinschaft auf den christlichen Idealen neu erschaffen werden.
„Der Christ dürfe sein tieferes Wissen nicht in einen Kühlschrank sperren und aufheben”, sondern müsse es zur Form- und Sinngebung in der europäischen Einigung verwenden. Für diese Renaissance des christlichen Glaubens seien mutige Menschen vonnöten, um die Welt menschlicher zu gestalten, denn „der Christ ist ein politisches Wesen” und solle seine Stärke der Völkergemeinschaft widmen.
re - Wasserburger Zeitung, 12. Februar 1999; mit freundlicher Genehmigung
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„Europas Seele” heute das erste Thema
Wasserburg (koe) - Um „den ganzen Menschen, eine positive und wertorientierte Lebenseinstellung aus christlicher Sicht” geht es dem Seelsorger für die Altersheime in Wasserburg, Dr. Bogdan Piwowarczyk, bei seinen "Glaubensgesprächen auf, der Burg in Wasserburg", die heute, Donnerstag, beginnen. Der gebürtige Pole versteht sich als überzeugter Europäer, und so hat er sich für den ersten Abend der Reihe, die alle zwei Monate einen Termin bieten soll, auch ein entsprechendes Thema ausgewählt: „Europa muß seine Seele finden.” Es gelte, die vom Christentum grundgelegte Kultur Europas wieder zu entdecken, so Piwowarczyk, man dürfe die Zukunft Europas, nicht nur Machern und Managern überlassen.
Grundsätzlich geht es dem Priester, der schon mehrere Bücher geschrieben hat und zu Vorträgen auch im Ausland unterwegs ist, bei seinen Glaubensgesprächen darum, daß „Bildung des Menschen nicht nur aus Information besteht”. Es fehle die Erziehung zur Menschlichkeit, die der Theologe in der Hinwendung zu Gott erfüllt sieht.
Trotzdem wendet er sich mit seinen Glaubensgesprächen, für die es, so Piwowarczyk, schon überregional Interessenten gebe, gerade auch an „Suchende, Unglaubende, Fragende, Zweifelnde”. Nach seinem Referat hofft er auf einen „offenen Meinungsaustausch”; Der Abend beginnt um 20 Uhr im "Rittersaal" des Altenheimes auf der Burg. Zuvor wird dort um 19.30 Uhr ein Gottesdienst gefeiert.
koe - Wasserburger Zeitung, 21.Januar 1999; mit freundlicher Genehmigung
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© by Herbert Huber, Bogdan Piwowarczyk, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 4.6.2005