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Maria
Dr. Bogdan Piwowarczyk: "Wie kann man Maria neu entdecken"
Klerusblatt. Zeitschrift der katholischen Geistlichen in Bayern und der Pfalz. 88 10/2008 – Piwowarczyk Links
   Der Mensch ist ein Wesen mit unendlichen Plänen, aber im Endlichen verhaftet. Deswegen ist die Geschichte seines Lebens auch die Geschichte seines Glaubens. So ist das auch heute, wo die meisten Bestrebungen der Menschen fast ausschließlich auf das irdische Leben ausgerichtet sind. Der heutige Mensch lebt in einer Genussgesellschaft, in der er die ganze Energie für das Erlangen des weltlichen Wohlstandes aufbringt und dabei ganz auf Gott vergisst. Erst wenn ihn ein größerer Schicksalsschlag trifft, wenn es um ihn dunkel wird, wendet er sich klagend Gott zu und versucht, Gott anzuklagen, weil er ihm das Kreuz nicht ferngehalten hat! Hier hat der Mensch mit der Erfahrung der "Nacht" zu tun, die als Bild für Erfahrungen steht, denen man am liebsten ausweichen möchte. Doch wie erst die Nacht den Blick auf den Sternenhimmel freigibt, kann eine schmerzliche Situation das Wesentliche in einem Leben tiefer erahnen lassen.
   Solche Erfahrungen können wir in diesen Tagen bei einer "weltberühmt" gewordenen Frau, der 46jährigen frankokolumbianische Politikerin Ingrid Betancourt sehen. Sie wurde vor über sechs Jahren von den linksgerichteten revolutionären Streitkräften Kolumbiens (FARC) entführt und am 2. Juli 2008 zusammen mit vierzehn weiteren Geiseln bei der spektakulären Aktion ohne Blutvergießen befreit.
Begegnung mit der Welt des Hasses
   Eine Geisel zu sein bedeutet "eine Situation ständiger Demütigung". Diese Zeit als Geisel, unter unwürdigen und unmenschlichen Bedingungen, war für Ingrid auf verschiedenen Ebenen sehr hart gewesen und hat sie sehr geprägt! Dort im Dschungel, in der Einsamkeit, bei der Begegnung mit der Welt des Hasses, hat sie ganz besonders über die Quellen des Hasses und der menschlichen Bosheit nachgedacht und nach Quellen gesucht, die ihr Kraft zum Überleben in dieser Extremsituation geben könnten.
   Sehr beeindruckend erzählt Ingrid Betancourt nach der Befreiung über die Erfahrungen dieser sechsjährigen Haft. Im ersten Jahr ihrer Gefangenschaft war sie sehr empört und hat im Kampf mit Gott gelegen und ihm den Tod ihres Vaters sehr übel genommen. Die Frage "warum strafst Du (Gott) mich so?", hat sie stark beschäftigt. Im Lauf der Zeit hat Ingrid aber eingesehen, dass dieser Tod ein Segen für ihren Vater gewesen sei, denn er hätte wie sie bestätigt "diese sechs schrecklichen Jahre" niemals durchgestanden.
   In diesen Jahren der Gefangenschaft ist ihr Glaube an Gott kontinuierlich gewachsen und hat ihr Kraft gegeben. So hat sie allmählich erfahren können, dass Gott Liebe und Leben ist, und dass er das Schicksal der Welt unser Schicksal zu seiner Sache, zu seinem persönlichen Anliegen macht.
   Die Erfahrung dieser göttlichen Liebe haben ihr die Kraft gegeben, den Hass gegen ihre Peiniger zu überwinden. Jedes Mal, wenn Ingrid in der Bibel Jesu Wort von der Feindesliebe gelesen hat, hat sie sich direkt angesprochen gefühlt. Der Text ist ihr sehr nahe gegangen, denn diese Forderung Jesu umzusetzen war nicht leicht. Sie hat sich dennoch erleichtert gefühlt, wenn sie im Dschungel das "Segne deine Feinde" (vgl. Lk 6,27–36) vor sich hergemurmelt hat, auch wenn ihr der Sinn überhaupt nicht danach stand. Ingrid bekennt: "Ich spürte danach, dass eine Verwandlung in mir stattgefunden hat und ich verdanke diese Veränderung der Tatsache, dass ich fähig war, auf das zu hören, was Gott für mich wollte." Tief beeindruckt hat Ingrid Betancourt auch das Pauluswort aus dem Römerbrief "Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen" (Röm 8,26). Gegen diese Aussage hat sie sich zunächst empört: "Mein Gott, ich weiß doch, was ich will: frei sein!". So hat die Gefangenschaft einen Teil ihres Schreckens verloren und sie selbst hat sich verwandelt. 
Begegnung mit der seelenstarken Frau
Nach und nach hat Ingrid begriffen, welches Glück es bedeutete, dass der Heilige Geist da ist, um für sie zu beten, denn sie war in ihrer großen Not nicht imstande, um das Notwendige zu bitten. Dazu sagt sie: "Diese sechs schrecklichen Jahre sind geschehen, damit ich andere Dinge begreife" – auch die Rolle Mariens im Leben Jesu und der Menschheit: Maria, eine Frau, ein jüdisches Mädchen aus der kleinen Stadt Nazareth, die bei der Erlösung der Welt eine große Rolle spielte und die zur Tür – durch die Gott zu uns Menschen kommen wollte – geworden ist. Maria zeigt uns Menschen, dass der Gott der Offenbarung – unser Gott, oft Großes im Kleinen, ja im ganz Unscheinbaren vorbereitet.
   Es scheint mir wichtig hier zu erinnern, dass der verstorbene Vater von Ingrid Betancourt ein großer Marienverehrer gewesen war, doch dies ist ihr früher albern und naiv erschienen. Erst in dieser schweren Zeit der Erniedrigung hat sie eine kindliche und wahrlich christliche Beziehung zur Mutter Gottes gefunden. Sie hat verstanden, dass Maria nicht nur die Mutter des Menschensohnes ist, der vor zweitausend Jahren in Palästina gelebt hat, sondern dass sie in einem ganz wahren und tiefen Sinn unsere Mutter ist, die uns mit Mutterliebe und Muttersorge umgibt, mögen wir auch selten oder nie daran denken.
   Ingrid Betancourt hat begriffen, dass an Maria beispielhaft die Vielschichtigkeit des Zusammenspiels von göttlicher Gnade und menschlicher Freiheit sichtbar wird. Sie hat gut verstanden, dass Gott uns Menschen täglich die Hände seiner Mutter reicht, mit denen sie uns liebevoll umarmen und auf den richtigen Lebensweg führen möchte. Deswegen bekennt Ingrid jetzt mutig und überzeugend vor aller Welt: "Um Maria zu verstehen, muss man etwas Lebenserfahrung und Reife haben".
   Gerade solche Frauen zeigen uns, dass der christliche Glaube die Antwort des Menschen auf das Angebot Gottes ist, der sich selbst auf die Suche nach den Menschen gemacht hat.
   Nach der "geistigen Begegnung mit Gott" hat Ingrid dort im Dschungel begonnen, voller Bewunderung für die Mutter Jesu die Bibel zu lesen und vieles Unbegreifliches zu begreifen: "Ich finde Maria stark, intelligent und humorvoll" und es ist "sensationell", wie Maria zu ihrem Kind Ja gesagt hat, obwohl sie ihr Leben ganz anders geplant hatte.
   Ingrid hat richtig verstanden, dass man Maria nicht betrachten kann, ohne von Jesus Christus angezogen zu werden, und man kann nicht auf Christus schauen, ohne sofort die Gegenwart Marias wahrzunehmen. Es besteht eine untrennbare Verbindung zwischen der Mutter und dem Sohn. So hat z. B. der Dialog zwischen Jesus und Maria bei der Hochzeit zu Kanaa (Joh 2,1–12) in Ingrid noch tiefere Liebe zu Maria geweckt und sie zugleich an ihre eigene Beziehung zu ihrem Sohn Lorenzo erinnert.
   Durch diese Begegnung mit Gott und Maria entdeckte Ingrid das Geheimnis ihres eigenen Lebens. Nach dieser Begegnung hält sie nichts mehr auf, für sie Zeugnis abzulegen. Die Worte Marien: "Ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe, wie du es gesagt hast" (Lk 1,38) drücken auch ihren Glauben und ihr Gottvertrauen aus. In ihrem Glauben und Vertrauen kommt Gottes erlösendes Handeln zu seinem Ziel.
   So hat Ingrid allmählich verstanden, dass dort, wo die Haltung Mariens in den Herzen der Menschen ist, der Heilige Geist ungehindert wirken kann und Gottes Wort neu zur Welt bringt. Dies war für sie eine Einladung, an diesem großen Pilgerweg des Glaubens mit Maria teilzunehmen. Ingrid hat entdeckt, dass der Lobgesang Marias, das Magnifikat (Lk 1,46–55), der Lobgesang der seelenstarken Frau ist, die gegen die Fehltritte der Geschichte die Rechte Gottes und des Menschen einfordert. Sie hat begriffen, dass eine solche Offenheit für Gott, nichts mit Leichtgläubigkeit zu tun hat. Sie verlangt im Gegenteil wache Selbstkritik, was wir heute alle nötig haben!
Rettung am Fest Mariä Heimsuchung
   Der heutige Mensch hat wohl die menschliche Misere entdeckt, aber in seinem Elend nicht die Grundursache des menschlichen Übels – die Sünde. Er verschließt sich den einzigen Weg der Liebe und Erlösung aus Sünde und Tod – den Weg, der nur im Glauben an Christus zu finden ist.
   Diese göttliche Liebe lässt ihn leben und äußert sich in der Befreiung von Sünde und Tod, Einsamkeit und Angst. Es ist Gott selbst, der durch sein eigenes Handeln offenbart, was Barmherzigkeit ist. Und sein Handeln teilt mit, wie sich das göttliche Sein, das Geheimnis der Schöpfung zu dem sich aufbäumenden Geschöpf Mensch verhält: Gott liebt ihn. Hierin liegt das Positive der christlichen Botschaft, das diese Hoffnung möglich macht. Selbst der in Sünde und tiefe seelische Not geratene Mensch ist nicht zur Einsamkeit verdammt, er ist geliebt und trotz allen Elends oder aller Schuld aufgehoben in den Armen des göttlichen Vaters und Mutter Gottes Maria.
   Diese Botschaft brauchen wir Menschen, um im hellen, klaren Licht der göttlichen Offenbarung atmen und leben zu können, um Gott als Liebe zu erkennen. Dies ist die Botschaft von Lourdes, wo nicht nur die Erinnerung an das 14-jährige Mädchen Bernadette Soubirous wach gehalten wird, dem vom 11. Februar bis zum 16. Juli 1858 achtzehn Male die Muttergottes erschienen ist und ihr sagte: "Ich bin die Unbefleckte Empfängnis". Es blieb nicht nur bei dieser seltsamen Namensgebung innerhalb der 16. Erscheinung, die gewiss eine Parallelität zur Selbstoffenbarung Gottes im brennenden Dornbusch hat: "Ich bin, der Ich bin." (vgl. Ex 3,14) Das heißt doch: "Ich bin für euch da, heute, morgen und immer". Auf die Gottesmutter, das Heil der kranken, schwachen und sündigen Menschen angewendet heißt dies doch: "Ich bin die im Zustand der Unbefleckten Empfängnis Verbleibende. Ich bin die Reine für euch, heute morgen und immer." Das heißt: Es gehört zu ihrer mütterlichen Sendung, unsere Bitten zu hören, sie Christus vorzutragen und Hilfe zu vermitteln.
   Die Botschaft von Lourdes ist gewissermaßen nur die Weiterführung des Evangeliums. Sie unterstreicht die Worte Jesu, die er bei seiner irdischen Mission verkündet hatte: "Bekehre dich und glaube dem Evangelium".
   Seit 150 Jahren leuchtet nun die Botschaft von Lourdes und versammelt Millionen von Menschen aus allen Himmelsrichtungen im Lichte Gottes. An diesem kleinen Ort in den Pyrenäen möchte unsere Fürsprecherin Maria mit jedem der zu ihr kommt in Verbindung treten. Das ist sicher der Fall von Ingrid Betancourt gewesen, die ihre Rettung aus der Hand der Rebellen, am Fest Mariä Heimsuchung, der Fürsprache der Mutter Gottes zuschrieb und sagt: "Ich habe ein Wunder erlebt!".
   Schon unmittelbar nach der Ankunft am Flughafen von Bogotà nach der Befreiung hatten Ingrid und ihre Angehörigen Gott und der Jungfrau Maria mit einem Gebet auf Knien gedankt. Am linken Handgelenk trug Ingrid während der Befreiungsaktion einen selbstgeknüpften Rosenkranz. Sie berichtete nach der Landung, dass sie an diesem Morgen nach dem Aufstehen den Rosenkranz gebetet hat.
   Deswegen ist Ingrid Betancourt einige Tage später mit ihrer Familie nach Lourdes gekommen, um sich bei Gott durch Maria zu bedanken. Ingrid und ihre Familie reihten sich dort unter viele Leidgeprüfte ein. Dort, den Berichten zufolge, vor mehreren tausend Pilgern sagte sie: "Danke Maria! Danke für meine Freiheit, danke für das Leben". Mit einem Rosenkranz in den Händen fügte sie hinzu: "Ich flehe dich an, meine liebe Maria (...), beschütze diejenigen, die zurückbleiben mussten. Sie brauchen dich, deine Kraft, deine Hoffnung und dein Licht."
Dankbarkeit und christliche Bekenntnisfreude
   Die hier zitierte "weltberühmt" gewordene Politikerin Ingrid Betankcour zeigte der Weltöffentlichkeit Eigenschaften, die im öffentlichen und politischen Leben Seltenheitswert haben: Dankbarkeit und christliche Bekenntnisfreude!
   "Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich" (Ps 106, 2) – mit diesen Worten lädt der Psalmist uns alle ein, dankbare Menschen zu sein! Leider, wie wir tagtäglich erfahren, leben die meisten unserer Zeitgenossen, die so viel Schönes und Gutes von Gott und den Mitmenschen empfangen, eher undankbar, oberflächlich und hedonistisch.
   Dankbarkeit – inhaltsvolles Wort – das Gleitöl des menschlichen Umgangs. Sie steht am Anfang der Kultur, schafft Verpflichtungen und macht berechenbar. Dankbarkeit macht aufmerksam und lehrt das Staunen. Sie ist der Schlüssel zu einem erfüllten Leben. Dankbarkeit wirkt Wunder!
   Wer danken kann, für den bekommen das Leben und die Welt ein neues Gesicht. Das sehen wir bei Ingrid Betancourt: Ihr öffentliches Glaubensbekennis. ihr spontanes Gebet auf dem Flughafen in Bogotà, ihre Wallfahrt zur Basilika Sacre-Coeur auf den Montmartre in Paris und dann nach Lourdes, sind mit voller Dankbarkeit erfüllt und waren die Erfüllung ihrer Gelübde, die sie in der Gefangenschaft abgelegt hatte.
   Dass Politiker Zusagen einhalten, ist an sich schon bemerkenswert. Doch an dieser Frau besticht vor allem, wie sie ihren über sechsjährigen Leidensweg als religiösen Reifeprozess versteht und sich durch das beharrliche Gebet ihrer Familie in einer schier aussichtlosen Lage getragen wusste. Dieses Zeugnis ist für unsere Welt, für unsere Spaßgesellschaft sicher ein Geschenk des Himmels. Dafür sollten wir dankbar sein und davon lernen!
   Deswegen sind das Gebet und die Verehrung Mariens keine Nebensächlichkeiten – sie sind unaufgebbare Kennzeichen des Christentums. Sie richten sich an der Mitte des Glaubens, an Jesus Christus aus und führen zu dieser Mitte. Deswegen entfaltet sich dort, wo Maria ist, menschliches und geistliches Leben, entsteht eine innere Kraft, Freude im Glauben und Kräfte der Erneuerung.
   Wenn wir eine marianische Lebensweise in unserem Verhalten ausstrahlen, wird der säkularisierte Mensch dies sehen und zum Glauben finden. Eine kleine Maria zu sein heißt, ihr hier nachzufolgen. Dies ist meine persönliche, tiefe Lebenserfahrung; dies zeigt uns die Lebensgeschichte von Ingrid Betancourt.
   Es ist für alle Christen heute wichtig, Maria als Vorbild zu nehmen und fest zu unserem christlichen Glauben und zur Kirche Jesu Christi zu stehen. Das hat nichts mit Fanatismus oder Fundamentalismus zu tun, wie einige zu behaupten versuchen. Maria weist uns durch ihr Leben hin auf die Ehrlichkeit und Einfachheit des Glaubens: "Sie hat geglaubt, dass sich erfüllt, was der Herr ihr sagen ließ" (Lk 1,45).
   So lade ich alle herzlich ein, sich im täglichen Leben und Handeln an Maria zu orientieren, denn der, der sich an Maria orientiert und wie Maria, auf Jesus baut, dessen Leben bekommt Richtung und Sinn.
   Mit dem heiligen Bernhard von Clairvaux sage ich dazu: "Wenn Stürme der Versuchung aufkommen, wenn du auf die Felsen des Drangsals zu treibst, schau auf den Stern, ruf Maria an; wenn du auf die Wogen des Stolzes geworfen bist, die Wogen von Ehrgeiz, Neid und Rivalität, schau auf den Stern, ruf Maria an."
   So wie Ingrid Betancourt, gestärkt von göttlicher Liebe und mütterlicher Fürsorge Mariens, setzen wir uns dann für eine menschenwürdige Gestaltung des Lebens, für eine Zivilisation der Liebe und der Menschlichkeit in der Welt ein, in der kein Platz für Hass, Diskriminierung und Gewalt ist.
Anschrift des Autors: Innhöhe 5, 83512 Wasserburg am Inn
Links
BetancourtÍngrid Betancourt
BetancourtMichael Alvarez: "Kolumbien: Rettung Ingrid Betancourts gescheitert", 9. April 2008
BetancourtKarin Ceballos Betancur: "Wieder im Leben". Die Zeit, 10. Juli 2008
BetancourtJobst-Ulrich Brand: "Ingrid Betancourt. Nachricht aus der Hölle". Focus Online 4. Juli 2008
BetancourtZitate von Íngrid Betancourt
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© by Herbert Huber, Bogdan Piwowarczyk, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 20.10.2008