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Homer 8. Jahrhundert v. Chr. – |
| Homer (griechisch Homeros), 8. Jahrhundert v. Chr. im
griechischen Kleinasien. Wo und wann Homer genau aufwuchs oder sich
aufhielt, konnte die Forschung bislang nicht herausfinden. Die beiden ersten Epen des Abendlands »Ilias« und »Odyssee« werden seinem Namen zugeordnet. Es wird inzwischen jedoch allgemein angenommen, dass nicht beide Werke von Homer stammen. Die Frage, wer was (auch Teile der beiden Epen) geschrieben hat, wird die Homerische Frage genannt. Die Ilias umfaßt rund 16.000, die Odyssee rund 12.000 Hexameter. Sie gehören zu unterschiedlichen Varianten der Heldendichtung. Mit ihnen beginnt im Abendland die Textualität und die Literatur. Die Welt unterhalb des Adels kommt nur als Hintergrund vor. Die Perspektive ist immer die des gehobenen Stands oder gleich die des Adels. das Niedere, Banale und Vulgäre ist daher ausgeklammert. |
| Homerische Frage |
Die
sogenannten Homerische Frage ist ein Bündel von Fragen zur
Entstehungsgeschichte und Urheberschaft der »Ilias« und »Odyssee«.
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Be Homer's works
your study and delight,
Alexander
Pope (21. Mai 1688 – 30. Mai 1744): An Essay on Criticism,
1711 Read them by day, and meditate by night; Thence form your judgment, thence your maxims bring, And trace the Muses upward to their spring. Still with itself compared, his text peruse; And let your comment be the Mantuan Muse. |
| Rezensionen |
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| Horaz über Homer | |
| ... age quaeso, tu nihil in magno doctus reprehendis Homero? Satiren I, 10, 51-52 |
Dich bitte ich: hast du nie etwas am großen Kenner Homer zu tadeln? |
| laudibus
arguitur vini vinosus Homerus Briefe I, 19, 6 |
Lob des Weines verrät den Weinliebhaber Homer |
| res gestae regumque ducumque et
tristia bella quo scribi possent numero, monstravit Homerus Dichtkunst, 73-74 |
In welchem Versmaß die Taten solzer Könige und Heerführer und der mordende Krieg besungen werden kann, hat uns Homer gezeigt. |
| "Quandoque
bonus dormitat Homerus", siehe |
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| Links |
| Homer
bei: Homerische Frage: bei |
| Übersetzungen |
| "O
lieber Leser, lerne Griechisch, und wirf meine Übersetzung ins Feuer!"
(Bannert, S. 129) Friedrich Leopold Graf zu Stolberg-Stolberg, 7.11. 1750 Bramstedt (heute Bad Bramstedt) – 5.12. 1819 Schloss Sondermühlen (heute Melle) |
| 1793 Johann
Heinrich Voß, Göttingen; Ilias 1793, Odyssee
1781, (veraltet; Hexameter) 1913/18 Thassilo von Scheffer, München (Auswahl) 1943 Rudolf Alexander Schröder, Berlin (andere Quelle: 1940 und 1948) 1948 Hans Rupé, München; Ilias 1955 Anton Weiher; Odyssee 1975 Wolfgang Schadewaldt, Frankfurt; Ilias 1975, Odyssee 1958, (empfehlenswert) 1979 Roland Hampe; nur die Ilias in Hexametern vor 1983 Dietrich Ebener 1989 Gerhard Scheibner Nacherzählungen 1838 Gustav Schwab 1968 Franz Fühmann: Das hölzerne Pferd 1973 Walter Jens |
| Literatur |
| Berres, Thomas (2004): "Personalität und Sprache Bei Homer". In: Wiebke Schrader, Georges Goedert, & Martina Scherbel, Hg.: Perspektiven der Philosophie. Amsterdam, New York: Rodopi, S. 241-284 |
| Drerup, Engelbert (1920): "Homer und die Volksepik". Neophilologus 5:3, S. 257-273 |
| Ebeling, Heinrich (1963): Lexicon Homericum. 2 Bde. Hildesheim: Olms [Leipzig 1880-1885]. 1184 und 512 Seiten |
| Reinhardt, Karl, Uvo Hölscher (1961): Die Ilias und ihr Dichter. Göttingen: Vandenhoeck u. Ruprecht 540 Seiten |
| Mehmel, Friedrich (1954): "Homer und die Griechen". Antike und Abendland 4, S. 16-41. |
| Rexine, John E. (1977): "The Nature and Meaning of Justice in Homer". Classical Bulletin 54, S. 1-6 |
| Schadewaldt, Wolfgang (1987): Iliasstudien. Darmstadt: WBG [1966]. 3 Aufl. 182 Seiten |
| Schadewaldt, Wolfgang (1944): Von Homers Welt und Werk. Aufsätze und Auslegungen zur homerischen Frage. Leipzig: Koehler & Amelang. 353 Seiten. [1951, 2. Aufl. 448 S.; 1959, 3., erw. Aufl. 499 S.; 1965 4., verb. Aufl. 499 S.] |
| Snell, Bruno, Hartmut Erbse, Hg. (1979-1994): Lexikon des frühgriechischen Epos. 2 Bde. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht |
| Tobin, James Edwin (1944): "Pope and Homer". Classical Bulletin 21, S. 22-24 |
| Wilamowitz-Moellendorff, Ulrich von (1988): Die Ilias und Homer. Hildesheim: Olms [Berlin 1916]. 4. Aufl. 523 Seiten |
| Wöhrle, Georg (1999): Telemachs Reise. Väter und Söhne in Ilias und Odyssee oder ein Beitrag zur Erforschung der Männlichkeitsideologie in der homerischen Welt. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht (Hypomnemata, Untersuchungen zur Antike und zu ihrem Nachleben, Heft 124), 170 Seiten |
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| Sekundärliteratur |
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| Caroline
Alexander: Der Krieg
des Achill: Die Ilias und ihre Geschichte. Berlin: Berlin,
2009. Ulrike Bischoff, Übs. Gebunden, 318 Seiten |
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| Gerhard Fink: Homers Ilias
und Odyssee. München: Piper, 1999. Broschiert, 103 Seiten Aus der Serie "Meisterwerke kurz und bündig", herausgegeben von Olaf Benzinger. Der Schwerpunkt liegt auf der Inhaltsbeschreibung und - erklärung. Mit einer hilfreichen vierseitigen Inhaltsübersicht. Als knappe Einführung sehr zu empfehlen. |
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| Latacz,
Joachim: Homer. Der erste Dichter des Abendlandes.
Düsseldorf : Winkler, 2003. Gebunden |
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| Barbara
Patzek: Homer und seine Zeit. München: Beck, 2002.
128 Seiten |
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| Gustav A.
Seeck: Homer. Ditzingen: Reclam, 2004. Broschiert |
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| Manfred
Wöhlcke: Die Odyssee. Eine neue und etwas andere Prosafassung
des homerischen Epos.Norderstedt: BoD, 2003. Broschiert |
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