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Eschbach
Josef Eschbach: Der Schatz im Turm. Das Abenteuer der Zwillinge
Würzburg: Arena, 1953. Broschiert, 143 Seiten – Josef LinksJosef Literatur
Mit "Schatz" und "Turm" sprach Josef Eschbach die jugendlichen Leser der 50-er Jahre sofort an. Die Arena-Jugendbuchreihe "Die Gelben Streifen" war für spannende Abenteuerbücher unter Kindern beaknnt. Der Autor enttäuschte seine jugendlichen Leser nicht.
Diesmal stehen die Zwillinge Tom und Jean Haller im Mittelpunkt. Wie oft bei Eschbach muss die Mutter aleine zurecht kommen: der Vater blieb im Krieg, allerdings bei der Fremdenlegion. Aus dieser Vergangenheit wird die Familie Haller heimgesucht. Wie der Titel nahelegt geht es um einen gewaltigen Goldschatz.
Das wenige Tage dauernde Abenteuer von Tom und Jean zeigt, den Fluch des Goldes. Eschbach findet dafür auch einen überzeugenden Romanabschluss.
Auch ansonsten ist manch lehrerhafter Hinweis ("verdammt" verwendt man nicht), der aber nicht als solcher gelesen wird. Das fließt lässig ins Geschehen ein.
Die Figuren sind heftromanartig sehr holzschnittmäßig. Der etwas bewusste Leser erkennt schon an der kurzen Gesichtsbeschreibung oder dem Auftreten einer Person, ob sie zu den Guten oder den Bösewichten gehört. Aber oft erhöht das nur die Spannung: werden das auch Tom und Jean merken?
Mit »ägyptische Finsternis« (S. 67) verwendet Eschbach eine heute kaum noch bekannte biblische Redeensart. Sie geht wohl auf die dreitägige Finsternis zurück, die Gott über Ägypten verhängte.
„Mose streckte seine Hand zum Himmel aus und schon breitete sich tiefe Finsternis über ganz Ägypten aus, drei Tage lang.“ 2 Mose 10,22
Ich habe Der Schatz im Turm völlig zurecht als spannende Jungenerzählung in Erinnerung. Heutige Leser wird das Buch jedoch nur eingeschränkt ansprechen.
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EschbachÄgyptische Finsternis
Eschbach Josef Eschbach
Literatur
Josef Eschbach: Der Schatz im Turm. Das Abenteuer der Zwillinge. Würzburg: Arena, 1953. Broschiert, 143 Seiten

Eschbach
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© by Herbert Huber, Am Fröschlanger 15, 83512 Wasserburg, Germany, 16.9.2012