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Theodor Storm: Immensee In: Theodor Storm, o.J.: Sämtliche Werke. Essen: Magnus. 1405 Seiten. S. 117-132 – |
| In einer Rahmenerzählung – gesetzt in dunkler
Atmosphäre – erinnert sich der alte Reinhard
Weber anhand eines Bildes von Elisabeth an seine Kinder- und
Jugendliebe. Von früh auf wuchsen sie gemeinsam auf und es schien, als ob sie füreinander geschaffen und bestimmt seien. Doch Reinhard geht zur Ausbildung in die Stadt. Am Tag vor der Abreise wurde eine Landpartie veranstaltet. Reinhard sucht mit Elisabeth Erdbeeren im Wald. Er führt sie jedoch zu einem Platze, an dem es keine Erdbeeren mehr gibt. Weihnachten verbringt Reinhard weg von zuhause. Elisabeth schreibt und beschwert sich, dass er sein Versprechen, für sie ausgedachte Märchen zu schicken, nicht gehalten habe. Als Reinhard zu Ostern endlich nach Hause kommt stellt er bei Elisabeth fest: der ihr geschenkte Hänfling ist gestorben und sie hatte stattdessen einen Kanarienvogel von Erich geschenkt bekommen. Erich hat inzwischen den Hof seines Vaters am Immensee übernommen. Obwohl dann Reinhard zwei Jahre zum Studium weggeht, bringt er beim Abschied keine geeigneten Worte bei Elisabeth an. Kleinherzig verweist er sie auf ein Geheimnis, dass er ihr erst in zwei Jahren verraten will. Nach zwei Jahren wird den Lesern so nebenbei mitgeteilt, dass Reinhard "nicht an Elisabeth geschrieben und von ihr keinen Brief mehr erhalten" hat. Da bekommt Reinhard einen Brief seiner Mutter. Sie teilt ihm mit, dass sich Elisabeth und Erich das Jawort gegeben haben. Jahre danach besucht Reinhard Immensee. Die Begegnung mit Elisabeth schildert Storm in den drei Abschnitten "Immensee", "Meine Mutter hat's gewollt" und "Elisabeth meisterhaft. Am Ende erkennen beide, dass sie sich gegeneinander entschieden haben und dabei soll es bleiben. Elisabeth sagt am Ende zu ihm: "Du kommst nicht wieder [...] Ich weiß es, lüge nicht; du kommst nie wieder." Reinhard antwortet: "Nie" und dieses Versprechen hat er wohl gehalten. Er verläßt das stille Gehöft und geht in die "große weite Welt". |
| Wichtige
Symbole und Metaphern • Augen • Erdbeeren • Wasserlilie, als Symbol für Elisabeth, die für Reinhard unerreichbar ist • Märchen und Gedichte |
| Neben der düsteren Stimmung in der Rahmenerzählung
setzt Storm dort auch zwei Marker. Im Einleitungsteil ist es die
Bemerkung über die verlorene Jugend, im Schlussteil ist es die Kraft
der Jugend, die er – anstatt sich um seine Liebe zu kümmern – an den
Büchern und Studien geübt hat. Auch im Alter ist er damit
nicht fertig. Für mich nicht deutbar ist – im Einleitungsteil – der "südliche Akzent" des Alten. |
| Verfilmungen 1943 - Immensee - Regie: Veit Harlan 1989 - Immensee – Regie: Klaus Gendries |
| Von
Tschingis Aitmatow: Dshamilja sagte Louis Aragon, es sei die schönste
Liebesgeschichte der Welt ( |
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Christian Standtke liest Theodor Storm, Immensee.
Argon 2003. Audio CD |
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